<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822</id><updated>2011-10-20T00:19:49.488-07:00</updated><category term='GastarbeiterInnen'/><category term='Oral History'/><category term='Leben in Flucht'/><category term='RückkehrerInnen'/><category term='In Osijek'/><title type='text'>Schreibmaschine Osijek</title><subtitle type='html'>Reportagen // Interviews // Identitäten</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>31</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-3652218435946151757</id><published>2011-10-09T07:09:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:13:39.793-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Oral History'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;b&gt;Wie sehr beeinflusst der Krieg die schulische Bildung?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;Von Ružica Vuković&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm;  font-weight: bold;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Die Lehrerin Janja Šimić e&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;mpfängt mich bei sich zu Hause. Nach der Begrüßung setzt sie sich auf ihre Couch und bittet mich darum, mit dem Interview zu beginnen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Was waren I&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;hre ersten Gedanken als sie hőrten, dass der Krieg ausbricht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;In diesem Moment war ich nur von Angst erfüllt. Ich hatte Angst, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;dass meiner Familie etwas zustoßen kőnnte. Ich hatte Angst davor, was uns die Zukunft bringen kőnnte. Ich habe mich hilflos gefühlt. Wir lebten in der Ungewissheit, denn wir wussten nie was uns der nächste Tag bringen würde.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Wo und wie fand der Unterricht während des Krieges statt?&lt;/b&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang des Krieges war es sehr c&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;haotisch. Die meisten Familien ergriffen die Flucht um sich zu schützen. Auf diese Weise gab es auch keinen Unterricht an den Schulen. Die ersten beiden Jahre des Krieges wurde der Unterricht in den Kellern fremder Häuser abgehalten. Um den Unterricht in den Kellern besser gestalten zu kőnnen, wurden die Schüler jeder Klasse in zwei Gruppen geteilt. Die Stunden dauerten nicht 45 Minuten sondern 30 Minuten. Schulfächer wie Sport, Musik, Kunst usw. fielen in den beiden Kriegsjahren aus. Die Kroatisch- und Mathestunden standen im Vordergrund. Als sich der Krieg dem Ende nährte arbeiteten wir mit den Kindern an den Fächern, die während des Krieges vernachlässigt wurden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wie benahmen S&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;ie sich bei Bombenangriffen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr damals mit dem Fahrrad zur Arbeit, während ich überall Schüsse hőrte. Jedes Mal wenn ich einen der Keller betrat, in dem ich den Unterricht abhalten sollte, konnte ich an den Gesichtern der Kinder erkennen, dass sie erleichtert waren mich zu sehen, denn sie fühlten sich durch meine &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Anwesenheit sicherer. Ich hatte Angst vor den Bombenangriffen, denn jede Bombe die irgendwo in der Nähe explodierte, konnte ja auf das Haus landen in dem ich mich mit meinen Schülern befand. Als der Unterricht wieder an den Schulen stattfand, musste der Flur im ersten Stockwerk als Schutzraum bei Bombenangriffen dienen. Ich musste meinen Schülern beibringen wie sie sich bei Bombenangriffen verhalten sollten. Es war wichtig nicht in Panik zu geraten, so dass es kein Gedrängel vor der Tür gab, wenn wir den Klassenraum verlassen mussten. Ich weiß nicht wer mehr Angst hatte ich oder die Kinder.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Konnten S&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;ie das Programm, welches für das Schuljahr vorhergesehen war, vollständig abhalten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Kriegsjahr hat ein Schuljahr nur drei Monate gedauert. In den Jahren darauf nur sechs Monate. Das lag daran, dass die Bombenangriffe im Winter nicht so häufig stattfanden wie in den Frühlingsmonaten. Im Frühling waren die Bombenangriffe kaum auszuhalten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Also musste der Unterricht in den Frühlingsmonaten ausfallen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Welcher Tag war für Sie der schlimmste von allen?&lt;/b&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;Der schlimmste Tag war der an dem die Mutter einer meiner Schülerinnen umgekommen ist, nachdem sie ihre Tochter zum Unterricht gebracht hat&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;te. Ich werde diesen Tag nie vergessen. Ich stand an der Türschwelle und habe dabei zugesehen wie sie umkam. Ich konnte es dieser Schülerin nicht sagen. Das Kind war erst zweite Klasse Grundschule und sie hat mich gerade an diesem Tag um die zwanzig mal gefragt, ob sie ihre Mutter nach dem Unterricht abholen kommt, so als hätte sie  eine Vorahnung gehabt. Ich musste ihr immer, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, mit einem „Ja“ antworten, dabei wusste ich genau, dass es dazu nie mehr kommen würde. Nach dem Unterricht und nachdem alle anderen Kinder von ihren Eltern abgeholt worden sind, habe ich sie nach Hause begleitet, weil ich wusste, dass dort viele Menschen beisammen gekommen sind, um für ihre verstorbene Mutter zu beten. Als sie ihre Mutter sah, fragte sie mich immer wieder: „Frau Lehrerin, schläft meine Mutter?“ Ich habe ihr auch diese Frage immer wieder nur mit einem „Ja“ beantwortet. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wenn S&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;ie die heutigen Schüler mit denen aus den Kriegsjahren miteinander vergleichen, welche Unterschiede fallen ihnen da auf?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Kinder der Kriegsgeneration wurden schneller erwachsen. Für sie stand das Überleben im Mittelpunkt. Bei &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;den heutigen Schülern erkennt man Neid gegenüber ihren Mitschülern, während die Schüler der Kriegsgeneration ihre Mitschüler als Geschwister betrachtet haben. Sie haben sich umeinander sorgen gemacht und haben einander geholfen, wo sie nur konnten. Die heutigen Kinder sind Materialisten und Kinder, deren Eltern über mehr Geld verfügen werden irgendwie zu den Anführern einer Klasse. Ich kann niemanden kritisieren, denn die Kinder sind nicht Schuld an ihrem verhalten. Die Gesellschaft macht sie zu dem was sie im Begriff sind zu werden. Ich als Lehrerin kann machen was ich will aber letzten Endes bin ich nicht ihre einzige Erzieherin.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wie fühlen S&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;ie sich, wenn sie heute an diese Zeit zurückdenken?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Am meisten hat mich die Frage, warum der Krieg überhaupt stattfand, beschäftigt. Bis heute habe ich keine Antwort auf diese Frage gefunden. Ich weis nur, dass&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt; zahlreiche Kinder, Waisenkinder geworden sind, dass viele Menschen ihr Land verlassen haben, dass viele Mütter ihre Sőhne verloren haben und dass wir heute nur eine traurige Erinnerung an diese Zeit haben. Ich wünsche mir von Herzen, dass sich so etwas nie mehr wiederholt, weder in Bosnien noch in irgendeinem anderen Land.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; &lt;/span&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;" lang="hr-BA"&gt;   &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;" lang="hr-BA"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-3652218435946151757?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3652218435946151757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3652218435946151757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2011/10/wie-sehr-beeinflusst-der-krieg-die.html' title=''/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-2838436838906243297</id><published>2011-10-09T05:16:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:32:22.349-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-weight: bold; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:130%;"&gt;Last Exit Gradište&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-weight: bold; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Von Katarina Vidović&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-weight: bold; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;In Kroatien haben ungefähr 10 000 Fremde ihren ständigen Aufenthalt. Eine von ihnen ist die junge Deutsche Birgit Böhning, die in ihrer Heimat eine steile Karriere aufgab und in ein slawonisches Dorf namens Gradište zog. &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Hier leitet sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Branko ein Café, wo wir uns auch trafen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family: courier new;font-family:courier new;font-size:85%;"  &gt; &lt;/span&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Birgit, zuerst würde ich gern etwas mehr über Ihre Kindheit und Jugendzeit erfahren!&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Ich&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt; bin vor genau 29 Jahren in Libyen geboren. Mein Vater, der deutscher Abstammung ist, arbeitete als Monteur bei „Siemens“ und war ständig unterwegs. So kam es, dass er für ein ganzes Jahr nach Libyen musste. Es war genau um die Zeit, als meine Eltern geheiratet haben und die Mutter mit mir schwanger war. Sie wollte nicht alleine in Deutschland bleiben und zog mit meinem Vater weg. Dort blieben wir mehr als ein Jahr. Wir kamen erst nach Deutschland, als ich 6 Jahre alt geworden bin, denn ich musste in die Schule gehen und meine Eltern wollten, dass ich die Schule in Deutschland besuche. Wir wohnten in einem kleinen Dorf namens Pfalzgrafenweiler. Hier besuchte ich auch die Realschule und danach studierte ich Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Furtwangen University. Während meiner Studienzeit machte ich mein Praktikum bei mehreren Firmen, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und so sind meine Kenntnisse stetig gewachsen. Nachdem ich mit dem Studium fertig war, fand ich relativ schnell eine gut bezahlte Arbeitsstelle, aber nach ein paar Jahren entschloss ich mich zu kündigen und nach Kroatien zu gehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Ihre Mutter ist Kroatin. Hatten ihre kroatischen Wurzeln mit ihrer Entscheidung, hierher zu kommen, etwas zu tun? In Deutschland hatten sie ja eine gesicherte Zukunft.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meine Schulferien verbrachte ich immer in &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Gradište. Ich fand es hier schön, aber nicht so schön, dass ich mir vorstellen konnte, hier zu leben. Als ich aber älter wurde, begann ich hier auch auszugehen und lernte viele neue Menschen kennen, mit denen ich in Kontakt blieb und ich freute mich immer wieder sie zu sehen. Einige von ihnen besuchten mich sogar in Deutschland. Besonders guten Kontakt hatte ich mit Branko, in den ich mich nach einigen Jahren verliebte. Er war der Besitzer des Cafés in Gradište, wo ich mit meinen Freunden immer ausging, wenn ich nach Kroatien kam. Wir sahen uns nur während meiner Ferien. Nach 7 Jahren musste ich mich dann entscheiden, ob wir uns trennen oder ob ich vielleicht bereit wäre nach Kroatien zu kommen. Er wollte nicht nach Deutschland, denn er kannte die Sprache nicht und außerdem wollte er seinen Job hier nicht aufgeben. Ich entschloss mich dann, hierher zu ziehen und es einfach mit Branko zu  versuchen. Ich wusste, dass ich jederzeit wieder nach Deutschland gehen konnte, falls es hier nicht klappt. Sodass der wahre Grund, weshalb ich nach Kroatien gezogen bin, Branko ist. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;   &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Hatten Sie Schwierigkeiten in Kroatien eine Arbeit&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;sstelle in ihrer Branche zu finden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, und zwar sehr große. Am Anfang war es besonders schwierig einen Job zu finden, besonders weil mein Kroatisch nicht so blendend war. Außerdem &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;gab es zu diesem Zeitpunkt wenige attraktive Arbeitsstellen in meiner Branche und ich wollte unbedingt eine in meinem Fach finden, denn ich habe ja Informatik studiert und auf diesem Gebiet entstehen tagtäglich Neuheiten&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;color:#ff0000;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;und ich wollte einfach auf dem Laufenden bleiben. Wenn man eine&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;color:#ff0000;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Zeit lang mit diesen Computerprogrammen nicht arbeitet, ist es nicht leicht wieder damit anzufangen. Außerdem gab es Stellen, wo ich keine Arbeit bekam, weil ich eine Frau bin. Einmal begann ich als Informatikerin in einem Computergeschäft&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;color:#ff0000;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;zu arbeiten, doch von Anfang an hat man mich anders behandelt, nur weil ich eine Frau bin. Und alle erwarteten, dass ich schon nach einer Woche aufgeben werde. Das größte Problem war die Auszahlung meines Lohns. Ich wurde nicht regelmäßig bezahlt und mit der Zeit wurde es immer komplizierter. Trotz allen diesen Problemen zeigte ich, dass ich viel mehr weiß und kann als die meisten meiner Kollegen in diesem Geschäft. 8 Jahre blieb ich dort, aber als es mir einfach zu viel wurde und ich meinen Chef und die Arbeitskollegen dort nicht mehr aushalten konnte, kündigte ich. Mein Chef hat mich gebeten zurückzukommen, er versprach mir bessere Arbeitsbedingungen, einen höheren Lohn- alles Mögliche - aber ich lehnte ihn ab. Im Jahr 2009 haben dann Branko, mein Lebensgefährte, und ich ein neues Café in Gradište eröffnet. Das war ein ziemlich anstrengendes Projekt, mit dem wir uns längere Zeit beschäftigten. Mein Teil der Arbeit war, den Papierkram zu erledigen, während Branko alles, was mit Bauarbeiten zu tun hatte, erledigte. Ich brauchte viel Zeit, um meinen Teil der Arbeit zu erledigen, da solche Sachen in Kroatien sehr lange dauern. Heute leiten Branko und ich gemeinsam das Café, und außerdem arbeite ich bei der Firma „Siemens“ in Osijek als Informatikerin und bin sehr zufrieden mit meiner jetzigen beruflichen Situation. Ich bin eine Person, die es mag, viel um die Ohren zu haben. Die schlimmste Zeit hier in Kroatien war für mich die, als ich erfolglos nach einer Arbeitsstelle suchte. Es ist so weit gegangen, dass ich Branko gebeten habe als Kellnerin in seinem Café zu arbeiten, nur damit ich etwas zu tun habe. Ich habe viele Ideen und viele Projekte, die ich so gern verwirklichen würde, aber immer wieder taucht etwas auf, was meine Pläne stoppt. Man muss einfach Geduld haben und eines Tages wird es vielleicht auch klappen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Was waren die größten Unterschiede, die Sie zwischen Kroatien und Deutschland feststellten und an die Sie sich gewöhnen mussten?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Da ich oft bei meinen Großeltern zu Besuch war, war ich schon mit dem Leben in Kroatien, besonders in Slawonien&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;, bekannt, sodass das keine große Veränderung für mich war. Trotzdem brauchte ich Zeit, um mich an diesen langsamen Rhythmus hier zu gewöhnen. In Deutschland herrscht immer totale Hektik. Die Menschen haben einfach keine Zeit für irgendwas und denken nur daran, was sie alles an diesem Tag erledigen müssen. Wenig Freizeit, die sie haben, nutzen sie, um ein bisschen mit ihrer Familie zu sein und haben keine Lust zu irgendwelchen Treffen mit Freunden oder solchen Sachen. In Slawonien dagegen ist das ganz anders. Die Menschen sind total entspannt, immer finden sie Zeit für alle- für Freunde, Familie und auch sich selbst. Sie sind sehr kontaktfreudig und gehen gern aus. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;In Deutschland ist es fast nie der Fall, dass sie irgen&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;dwo ausgehen und dort Menschen finden, die gemeinsam tanzen, singen und den Abend einfach genießen. Vor genau einer Woche, als ich bei meinen Eltern in Deutschland zu Besuch war, ging ich mit meiner Schwester aus. Es war der Neujahrsabend und in dieser Disco, in die wir gingen, waren nicht mehr und nicht weniger als 10 Leute. In dem benachbarten Ort war es genau dieselbe Situation, sodass wir gegen Mitternacht schon zu Hause waren. Ich wünschte es mir so sehr in Gradište zu sein, denn ich wusste, dass hier sicher eine tolle Party abläuft. Das ist nur ein banales Beispiel für die Unterschiede zwischen Deutschland und Kroatien. Natürlich sind diese Unterschiede auch in anderen Bereichen sichtbar, besonders was die Infrastruktur betrifft. Doch auch hier gibt es in Kroatien etwas, was man in Deutschland noch nicht eingeführt hat. Die Parkgebühr kann man in Deutschland nicht per Handy zahlen, was ich interessant fand.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie haben ihre Familie und Freunde auf ihre Entscheidung, nach Kroatien zu gehen, reagiert?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Meine Mutter war nicht besonders davon begeistert, denn ich bin ihr ält&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;estes Kind und ich verließ als Erste das Elternhaus, sodass ihr meine Entscheidung ziemlich schwer gefallen ist. Der Vater dagegen unterstützte mich wo und wie er nur konnte, denn er wusste, dass ich das wirklich will. Alle meine Freunde freuten sich für mich. Natürlich gibt es auch solche, denen meine Entscheidung absurd war, weil ich eine gut bezahlte Arbeitsstelle hatte und plötzlich entschieden habe, das alles zu verlassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Sie leben mit ihrer Großmutter zusammen. &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Hatten sie Probleme sich aneinander zu gewöhnen? Es sind immerhin große kulturelle, aber auch Generationsunterschiede zwischen ihnen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;O, ja! Es funktionierte überhaupt nicht.&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Meine Großmutter ist eine sehr eigensinnige Person und immer ist sie bereit, zu streiten. Egal was ich machte, das gefiel ihr nicht und sie wusste es immer besser. Sie hatte das Sagen im Haus. Seit Kurzem wohne ich mit Branko und seiner Familie zusammen, aber das ist nur eine vorübergehende Lösung. Wir versuchen gerade eine passende Wohnung für uns zwei zu finden &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;In Gradište haben Sie ein &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Café eröffnet. Haben Sie Schwierigkeiten sich auf dem hartumkämpften Gastronomiemarkt zu behaupten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Natürlich spürt man die &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;Wirtschaftskrise, aber es geht schon. Vor 2 Jahren haben wir das Café eröffnet und es war gerade die Zeit, als die Rezession in Kroatien ihren Lauf genommen hat. Die Winterzeit ist immer schlechter, was das Geschäft angeht, aber für uns ist es am wichtigsten, dass wir alle Kosten decken und keine Verluste machen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Was w&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;ürden Sie als größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit in Kroatien bezeichnen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;An erster Stelle ist das die Administration. Obwohl ich in Kroatien schon längere Zeit lebe, weiß ich noch immer nicht&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;, wo ich was erledigen muss, bzw. welche Behörde für welche Angelegenheiten zuständig ist. Immer wieder muss ich jemanden um Hilfe bitten oder ihn bitten mit mir zu gehen, weil mein Kroatisch noch immer nicht so perfekt ist. Und das ist dann auch die zweite Herausforderung für mich. Meine Mutter hat mit mir und meinen Geschwistern immer auf Kroatisch gesprochen, denn für sie war es sehr wichtig, dass wir es lernen. Immer hat sie uns Fragen auf Kroatisch gestellt, aber wir haben ihr dann auf Deutsch geantwortet. Ich verstehe alles, wenn ich mit jemandem hier spreche, aber ich selbst beherrsche die Sprache noch nicht so gut. Doch ich besuche eine Privatschule, wo ich Kroatisch lerne und es wird immer besser.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Was gefällt Ihnen am meisten in Kroatien?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Am meisten &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;gefallen mir eigentlich die Mentalität und die Lebensweise der Kroaten. Die Menschen hier sind offenherzig, sehr gastfreundlich und angenehme Gesprächspartner. Und zweitens ist es das Wetter bzw. die warmen Sommer. Ich liebe diese Jahreszeit, und seitdem ich in Kroatien wohne, genieße ich sie voll und ganz. In Deutschland ist das Wetter, auch im Sommer, ziemlich schlecht. Es regnet sehr oft, sodass meine Freunde neidisch sind, wenn ich ihnen über das schöne Wetter hier berichte.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;color:#ff0000;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie ist der Kontakt zu Ihren Freunden in Deutschland? Haben Sie inzwischen auch Freunde in Kroatien gefunden?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Die meisten meiner Freunde in Deutschland sind weggezogen, denn sie lebten, wie ich, auf &lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;dem Land, wo sie keine Arbeit finden konnten und so waren sie aus finanziellen Gründen gezwungen in große Städte zu ziehen. Wir sind weiterhin in Kontakt und hören uns regelmäßig, meistens per E-mail oder Facebook, aber wir sehen uns nicht so oft, vielleicht einmal im Jahr. Auch wenn ich nach Deutschland komme, ist es schwer, alle zu versammeln, da wir stundenlang voneinander entfernt wohnen. Gott sei Dank gibt es Internet!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; font-family:courier new;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Haben Sie je bereut, dass Sie sich auf diesen Schritt gewagt haben? Würden Sie es wieder tun?&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Bereut habe ich es nie, aber ich weiß nicht, ob ich wieder das alles durchmachen würde. Ich weiß überhaupt nicht, ob ich für immer&lt;/span&gt;&lt;span lang="de-DE"  style="font-size:85%;"&gt; in Kroatien bleiben will. Zurzeit gefällt mir mein Leben hier so, wie es ist. Falls mir das Ganze mit der Zeit langweilig und monoton wird, bin ich bereit auch irgendwo anders mein Glück zu suchen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new;" lang="de-DE"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-2838436838906243297?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2838436838906243297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2838436838906243297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2011/10/last-exit-gradiste-von-katarina-vidovic.html' title=''/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-5788595966393495810</id><published>2011-03-08T10:55:00.000-08:00</published><updated>2011-03-08T11:09:12.202-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Mama, wann können wir nach Hause?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Suzana Krklec&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ivan Matanović und seine Familie lebten 7 Jahre lang in Deutschland. Mit seiner Frau Jelena hat er drei Kinder. Der Heimatkrieg zwang ihn und seine Familie Kroatien zu verlassen und nach Deutschland zu fliehen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt; &lt;/p&gt;   &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Herr Matanović, warum mussten Sie Kroatien verlassen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Also, als der Heimatkrieg ausbrach, mussten ich und meine Familie unser Land verlassen. Wir lebten in einem kleinen Dorf, einer sehr gemütlichen Gegend. Das Leben in Kroatien war nicht mehr sicher, und deshalb haben wir uns entschlossen unsere Sachen zu packen. Es war nicht leicht, aber es gab keine andere Möglichkeit für uns. Wir hatten ein kleines Auto, mit dem wir uns auf den Weg machten. Wir mussten alles zurücklassen. Nur das Wichtigste konnten wir mitnehmen. Also nur einige Sachen zum Anziehen, Geld und unsere Dokumente. Sie müssen sich das vorstellen! Schon auf dem Weg nach Deutschland wurden wir von den Serben aufgehalten. Sie durchsuchten unser Auto. Ich erinnere mich noch ganz gut daran! Der eine Soldat, der uns aufhielt, telefonierte mit jemanden und fragte, ob er uns weiterfahren lassen darf. Wieso und warum, weiß ich heute noch nicht. Aber unser Glück war, dass sie uns weiterfahren ließen. Ich hatte Angst um meine Familie! Zuerst wussten wir nicht wohin. Wir gingen dann nach Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Wie waren Ihre ersten Eindrücke, als Sie nach Deutschland kamen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Der erste Eindruck war gut. Wir kamen zuerst in die Hauptstadt Berlin. Eine sehr schöne Stadt. So vieles Neues haben wir dort gesehen und erlebt. Wir hatten in Deutschland keine Verwandten und deshalb mussten wir in ein Wohnheim ziehen. Oh, schrecklich! Da gab es Leute verschiedener Nationalitäten. Es gab: Kroaten, Chinesen, Türken, und viele andere, aber vor allem Roma. Nicht, dass ich etwas gegen diese Leute habe, aber man fühlt sich eben nicht gut unter all diesen Leuten. Man kennt sie nicht und man fühlt sich wie ein Fremder. Und wir sind so viele Male umgezogen, das kann man sich nicht vorstellen. Wir waren alle deprimiert. Wir haben alles verloren, was wir besaßen. Wir mussten unsere Heimat und auch unsere Freunde verlassen. Alles war uns unbekannt. Wir mussten uns neu umstellen, ein neues Leben beginnen. Aber vor allem bedrückte uns die Tatsache, wie unser Leben weiterverlaufen wird. Man wird ins kalte Wasser geworfen!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Können Sie mir Ihr Leben im Wohnheim beschreiben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Natürlich. Das Wohnheim sah wie eine Baracke aus. Es gab viele Räume und einen langen Flur. Wenn man das Wohnheim betritt, sieht man auf der linken und rechten Seite Zimmer, den Flur entlang, ganz hinten, die Toilette. Jedes Wohnheim hatte einen Wachtmeister, der dafür sorgte, das alles unter Kontrolle war. Wir lebten auf sehr kleinem Raum. Ein Zimmer das zugleich Schlaf-, Wohn- und Esszimmer war. Also alles in Einem. Jeder Raum war gleich gebaut und hatte die gleiche Größe. Das heißt, dass jede Familie einen gleich großen Raum bekam, egal ob die Familie drei-, vier- oder fünfköpfig war. Die Toilette und auch die Küche benutzte man zusammen mit anderen Mitbewohnern. Und die hygienischen Umstände waren schrecklich! Davon möchte ich lieber nichts erzählen. Das könnte auf den Magen gehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Sie brauchten ja Geld. Konnten Sie und Ihre Frau Arbeit finden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, Arbeit konnte man finden. Ich arbeitete auf der Baustelle, und meine Frau arbeitete als Putzfrau. So haben die meisten von uns dort Geld verdient. Wenn ich von der Arbeit kam, dann ging meine Frau putzen. Sie ging auch putzen, wenn ich nicht zu Hause war. Auf die Kinder passten dann die Nachbarn auf. Man musste sich zurechtfinden. Man hatte keine andere Wahl. Ich muss auch dazu sagen, dass unser Liebesleben nicht so gut funktionierte. Wir hofften nur darauf, das das ganze schnell ein Ende nehmen wird. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Was war mit Ihren Kindern?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Also, ich habe jetzt drei Kinder. Meine älteste Tochter heißt Marija. Sie besuchte damals die erste Klasse Grundschule. Tomislav ging in den Kindergarten. Und das dritte Kind, Josip, wurde kurz vor der Rückkehr in unsere Heimat geboren. Für Marija und Tomislav war es eine schwierige Zeit. Wir konnten alle kein Deutsch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich in einen Laden ging. Ich kaufte ein kleines gelbes Büchlein, einen Duden, und ein Wörterbuch. Wir mussten die Sprache so schnell wie möglich lernen, damit wir uns verständigen konnten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Hatten die Kinder Probleme in der Schule?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;O, ja! Das war nicht so angenehm. Die meisten in der Klasse hatten Probleme mit den Ausländern. Meine Kinder wurden von ihren Mitschülern verstoßen. Es gab auch Ausnahmen, aber das waren nur wenige. Sie konnten nur schwer Freunde finden. Sie haben es nie so richtig begriffen. Jedes Mal wenn wir umgezogen sind, haben auch die Kinder die Schule gewechselt. Sie mussten auch immer wieder neue Freunde suchen. Es war ein Durcheinander. Für die Kinder war es schrecklich. Kaum haben sie sich an die Klassenkameraden gewöhnt, mussten sie sie verlassen. Und das ganze immer wieder von vorne. Marija hat insgesamt 6 Mal die Schule gewechselt. Es war sehr schwer für uns alle.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Hatten Sie sich an das neue Leben in Deutschland gewöhnt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte einige Zeit, aber es klappte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;Sie haben Vieles durchgestanden. Sie sind jetzt wieder in Kroatien. Wie fühlen Sie sich jetzt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich bin glücklich wieder zu Hause zu sein. Die Familie ist das Wichtigste im Leben. Ich hoffe nur, dass so etwas nie wieder passiert! Das Gute ist, jetzt kann ich Deutsch. Wäre alles anders abgelaufen, hätte ich vielleicht nie Deutsch gelernt. Ha, ha, ha!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-5788595966393495810?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5788595966393495810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5788595966393495810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2011/03/mama-wann-konnen-wir-nach-hause.html' title='Mama, wann können wir nach Hause?'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-7556777463061879838</id><published>2011-03-08T10:53:00.000-08:00</published><updated>2011-10-09T07:00:42.624-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Eine alleinerziehende Mutter in einem fremden Land</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-family:Calibri, sans-serif;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Von Ana Mandi&lt;/span&gt;ć&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Frau Horvat ist eine alleinerziehende Mutter, die aus Not mit ihren 2 kleinen Kindern aus ihrem Heimatland Bosnien und Herzegowina in ein ganz fremdes Land fliehen musste. Der Heimatkrieg zwang sie Vieles zu tun, um zu überleben. Sie hatte ihre 2 Kinder und einen Koffer mit Sachen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Frau Horvat, sie sind im Heimatkrieg Witwe geworden. Wie Alt waren sie damals?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im Heimatkreig fiel mein Mann, er war erst 26 Jahre als er für das Land sein Leben geben musste. Ich  blieb alleine mit meinen Kindern. Damals war ich nur 25 Jahre alt, meine Kinder Ana 6 Jahre und Mario 2 Jahre alt. Das Leben war damals unbeschreiblich. Ich stand alleine, ohne irgendeine Hilfe, verlassen von allen. Ich weiß nicht was mir damals die Kraft gegeben hat nach vorne zu sehen.  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wo haben sie gewohnt, nachdem sie aus Bosnien und Herzegowina fliehen mussten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten Unterkunft bei unserem Patenonkel in Županja gefunden. Er hat mir sein Haus gegeben, damit ich mit meinen Kindern irgendwo schlafen konnte. Jeden Tag betete ich zu Gott, dass er mich und meine Kinder beschütze. Wir lebten von Gaben vieler guter Menschen, die Lebensmittel nach Kroatien schickten. Am liebsten will ich nicht an die Zeit erinnert werden. Ich war in der Welt verloren, ohne Mann, ohne ein Licht in der Zukunft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Was hat sie gezwungen nach Deutschland zu kommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht wie ich Ihnen die Zeit der Flucht beschreiben soll. Jeden Tag musste ich etwas für meine Kinder finden womit ich sie ernähren konnte. Der katholische Priester hat uns jeden Tag ein Brot und Nudeln oder etwas Fisch geschenkt. So weiterleben konnte ich nicht mehr. Den einzigen Ausweg sah ich darin, nach Deutschland zu fahren. Mein Schwager hat uns Geld geliehen für die Buskarte. Und somit fuhr ich mit meinen 2 Kindern und einem Koffer nach Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wie haben sie sich in einem fremden Land ganz alleine Gefühlt? Hat ihnen jemand geholfen?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Als wir ankamen, lebten wir eine Woche bei meinen Schwager, aber schnell wurde mir klar, dass ich mit meinen Kindern nur störe. Damals konnte ich nicht über Gefühle nachdenken. Ich musste für meine Kinder kämpfen, sie hatten ja nur mich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wovon haben sie gelebt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Der Schwager hat für mich eine Arbeit als Köchin gefunden, in Gagenau. Von meinen Arbeitgebern habe ich ein kleines 12 m² Zimmer bekommen. Ich arbeitete den ganzen Tag über, hatte nur eine Mittagspause von einer Stunde. Meine Kinder wohnten alleine in diesem Zimmer. Auch in diesen schweren Tagen dankte ich Gott, dass ich eine Arbeit habe und meine Kinder nicht hungrig sind. Die Arbeitgeber waren sehr nett, ich konnte ja kein Deutsch, so haben sie mir sehr geholfen mit den Genehmigungen. Meine Chefin hat sogar meine Tochter Ana in die Schule eingeschrieben. Ana hat übrigens zu dieser Zeit die Erziehung meines Sohnes Mario übernommen. Dies dauerte 1 Jahr, danach hat sich mein Schwiegervater gemeldet und mir angeboten, zu ihnen zu kommen. Sie lebten in Heiligkreutzsteinach. Dort haben wir von Sozialhilfe gelebt. Außerdem ging ich noch schwarz arbeiten, ich arbeitete als Putzfrau.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;   &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wie hat die neue Umgebung auf ihre Kinder gewirkt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meine Kinder sind sehr kommunikativ, für sie war es nicht schwer die neue Sprache zu beherrschen. Ana hat in Deutschland die Grundschule beendet und Mario die dritte Klasse. Wir hatten dort eigentlich sehr viele Freunde, und zwar Deutsche, die sehr nett und Hilfsbereit waren. Mit Vielen sind wir immer noch befreundet. Sie kommen uns immer noch besuchen, nach so vielen Jahren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Wieso sind sie nach Kroatien zurückgezogen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die ganzen Jahre in Deutschland wusste ich, dass ich nach Kroatien zurück fahren musste. Irgend etwas hat mich nach Kroatien gezogen. Nach vier Jahren kam dann der Entschluss zur Rückkehr. Mein Mann hat für das Land sein junges Leben geopfert, damit wir in Frieden leben konnten. So wollte ich, dass meine Kinder auf ihren Vater stolz sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;War das für sie  ein schönes Erlebnis, in Kroatien zu sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Rückkehr war eine sehr große Enttäuschung. Die Kinder hatten Probleme in der Schule mit ihren Lehrern und Mitschülern. Sie wurden ausgelacht, geprügelt und das alles nur weil sie nicht „richtig“ Kroatisch konnten. Wir hatten auch sehr viele Probleme mit den Nachbarn, sie waren neidisch. Ein Nachbar hatte uns sogar ausgeraubt. Die ersten zwei Jahren in Kroatien waren die Hölle.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Also, die Rückkehr war für sie ein schlimmes Erlebnis?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;So etwas, wie die Rückkehr könnte ich nicht noch einmal überleben. Jetzt haben wir uns nach 13 Jahren eingelebt. Als ich ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland kam, war es für mich leichter als in Kroatien,  wo ich die Sprache verstanden hatte, aber die Leute nicht. Es ist für mich sicher, die Deutschen sind hilfsbereiter als die Kroaten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; text-align: justify;font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Am Ende will ich sie nur noch fragen, woher sie für all die Jahre die Kraft genommen haben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Quelle, sind meine zwei wunderbaren Kinder. Ich hatte nur sie, und für sie lohnt es sich zu kämpfen. Jetzt, wo ich älter bin, könnte ich das nicht noch einmal überleben. Das Leben war damals  gemein zu mir. Jetzt genieße ich die Zeit mit meinen Kindern und Enkelkindern&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none; font-family: courier new; text-align: justify;" lang="de-DE"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-7556777463061879838?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/7556777463061879838'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/7556777463061879838'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2011/03/eine-alleinerziehende-mutter-in-einem.html' title='Eine alleinerziehende Mutter in einem fremden Land'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-4165426145908584160</id><published>2011-03-08T10:42:00.000-08:00</published><updated>2011-03-08T10:53:36.899-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Zurück in die Zukunft</title><content type='html'>&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Von Danijela Vrhovac&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wir befinden uns in dem kleinen, gem&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;tlichen Urlaubshaus des  60-j&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ä&lt;/b&gt;&lt;b&gt;hrigen Marko Juric, der schon seit 20 Jahren Lastwagenfahrer ist. Nach vielen Jahren ist sein Wunsch erf&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;llt und er hat sein Familienhaus in Bosinien wieder aufgebaut.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Guten Tag, Herr Juric! Wie ist das Gef&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;hl nach so vielen Jahren wieder im eigenen Haus zu sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Grüβ Gott!  Das Gefühl ist unbeschreiblich, ich kann es noch nicht fassen, dass ich im Haus sitze wo ich geboren und aufgewachsen bin.  So viele Jahre war ich nicht hier, dass ich es kaum glauben kann. Man kann nie wissen, was das Leben mit sich bringen wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie ist es dazu gekommen, dass Sie nach Deutschland gegangen sind?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es war Anfang der 70-er Jahre, meine Schwester ist vor mir nach Deutschland gegangen um dort zu arbeiten und nach einiger Zeit hat man mir dort auch eine Arbeit angeboten, denn Deutschland brauchte Arbeitskraft und wir brauchten Geld. Da man in Bosnien nur Bauer sein konnte, haben ich und meine Frau nicht lange gezögert.  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie war diese Erfahrung?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Schwer! Allein in einem fremden, groβen Land... Es war schön, für die Familie verdienen zu können, aber es war schwer von ihnen getrennt zu sein. Lange Zeit brauchten wir, um uns daran zu gewöhnen. Man musste die Sprache lernen und das war nicht leicht. Wir mussten viel arbeiten, um uns anzupassen, wir lebten in Wohngemeinschaften, mussten eine neue Kultur annehmen... Wir mussten einfach begreifen, dass jetzt Deutschland unsere Heimat ist. Ein sehr schwerer Anfang.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Waren Sie gl&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;cklich?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Einigermaβen! Wie ich grade sagte, ich konnte meiner Familie helfen, sie waren unter den Wenigen, die in Bosnien einen Fernseher, eine Waschmaschine und Jeans hatten. Es klingt komisch, aber so war es. Leute, die im Feld arbeiteten, hatten kein Geld um sich so etwas zu leisten. Doch es gab auch Negatives, weil  wir nach einem Jahr ein Kind bekamen und wir mussten es bei meiner Schwester in Bosnien lassen, um arbeiten zu können. Nach einem Jahr bekamen wir das zweite Kind und von diesem mussten wir uns auch trennen.  Das war die schwerste Entscheidung. Daher war das kein Glück, aber es musste so sein.  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie lange dauerte diese schwere Phase?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Gegen 15 Jahre, da kamen auch meine Kinder nach Deutschland. Sie gingen dort in die Mittelschule. Da fing das Glück an, als wir zusammen waren. Wenn sie nicht gekommen wären, hätten sie kein Visum bekommen und hätten dann nicht in Deutschland bleiben können. Das war kurz vor dem Krieg, da kam die Rückkehr nach Bosnien nicht in Frage und Deutschland wurde unsere zweite Heimat. Mit dem Krieg kamen viele von unserer Familie hierher und dann war das Leben angenehmer.  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Wie kam es, dass Sie &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Ihr Haus &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;erst nach so vielen Jahren wieder aufgebaut haben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Krieg war alles bis zum Boden zerstört und man fühlte sich dort nicht sicher. Es war schwer einfach dorthin zu gehen und so was zu sehen. Es tat weh. Als wir zum Urlaub kamen, hatten wir Unterkunft bei der Familie und so mussten wir nicht zu unserem Haus gehen. Jetzt nach so vielen Jahren haben wir Kraft gefunden und unseren Wunsch erfüllt. Er war schwer anzufangen, doch als das überwunden war, ging alles wie von selbst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Was wird weiter aus Ihrem Leben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Schön ist es in Deutschland, dass ist ja unsere zweite Heimat. Aber ich hoffe, dass wenn ich in ein Paar Jahren in Rente komme, hierher züruckzukehren werde. So eine Ruhe und Schönheit  wird mir gut tun. Meine Kinder sind versorgt und ich möchte meine Nostalgie nachholen. Ich denke, dass ich es verdient habe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Herr Juric, ich danke Ihnen f&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;r diese Erzählung und w&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ü&lt;/b&gt;&lt;b&gt;nsche ihnen noch viele sch&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ö&lt;/b&gt;&lt;b&gt;ne Jahre in ihrem Haus.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-4165426145908584160?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/4165426145908584160'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/4165426145908584160'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2011/03/zuruck-in-die-zukunft-wir-befinden-uns.html' title='Zurück in die Zukunft'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-5559111075541396491</id><published>2010-07-01T07:45:00.000-07:00</published><updated>2011-03-08T11:06:03.412-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Einige Menschen werden es einfach nie begreifen</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Anita Radojcic&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kristina* und Irma ziehen um. Endlich haben sich die beiden entschieden gemeinsam zu wohnen. Überall stehen Kartons und Plastiktüten. Kristina raucht eine Zigarette nach der anderen, wirkt nervös und überlegt, ob das doch die richtige Entscheidung ist. Schon mit 17 hat sie gemerkt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt. Sie sagt: „Ich war davor zwar auch mit Jungs zusammen, aber irgendwie war es das einfach nicht. Ich hatte nie wirklich Schmetterlinge im Bauch und alles was zum Verliebt-Sein so dazu gehört. Mit 19 hatte ich dann meine erste Erfahrung mit einer Frau und das hat mir im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit Jungs wesentlich besser gefallen. In dem Moment war mir alles klar und ich wusste sofort dass ich lesbisch bin.“ Kristina ist heute im Einklang mit ihrer Sexualität und freut sich auf die Zukunft, die sie mit ihrer Freundin Irma aufbaut. Wieso manche Menschen Heterosexuell und manche Homosexuell sind und wieso einige Menschen das nicht akzeptieren können ist ihr aber noch immer ein Rätsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An „Scheiss Lesbe“, „Arschfxxer“ und andere beleidigende Bezeichnungen haben sich viele Homosexuelle in dieser Region schon gewöhnt. Auch gewaltsame Übergriffe gegen Homosexuelle sind leider traurige Realität. In Kroatien ist die Mehrheit der Bevölkerung katholisch  -  Homosexualität ist für sie eine Sünde. Die meisten Menschen sind der Meinung, dass so etwas krank ist und das   man alles, was nicht dem heterosexuellen Bild einer Durchschnittsfamilie entspricht, bekämpfen soll. In fast jedem Ort stoßen Homosexuelle auf Diskriminierung und Ablehnung. Sogar am Arbeitsplatz kommt es nicht selten vor, dass man „schräg" angesehen  oder sogar entlassen wird, wenn der Arbeitgeber herausfindet, dass man Homosexuell ist. Natürlich kann man seine sexuelle Orientierung verleugnen, aber das prägt einen und ist ein trauriger Fakt. Perica, 24 Jahre, Student in Osijek sagt: „Ständig das Verhalten zu kontrollieren und nur an bestimmten,  ungefährlichen Orten meine Bedürfnisse nach Nähe zu zeigen, wird mit der Zeit ziemlich anstrengend und ich hab so langsam aber sicher keinen Bock mehr darauf!“ Die ständige Kontrolle zeigt, dass die Gesellschaft noch weit von Akzeptanz entfernt ist.&lt;br /&gt;Die meisten Homophoben sind konservative, traditionelle Menschen oder solche mit einem geringen Selbstwertgefühl und einer niedrigeren sozialen Lage. Die Angst vor der eigenen Homosexualität spielt bei Homophobie auch eine Rolle, wie eine Studie aus den USA zeigt. Grundsätzlich ist Homophobie eine nahezu krankhafte Angst vor Homosexuellen. Aus Homophobie kann Aggression hervorgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Natur aus hat man ein Geschlecht und eine Sexualität, die jedem seine Privatsache ist und nicht öffentlich verhandelt werden muss. Deswegen gibt es Gay-Bars, wo sich die Homosexuellen frei fühlen können und unter sich sind. Aber in Kroatien ist das nicht der Fall. Es gibt landesweit eine einzige solche Bar, von der bekannt ist, wer sich dort trifft. Diese Bar war auch immer wieder Ziel gewalttätiger Anngriffe. Alle anderen Treffpunkte sind eher verborgen und insofern nicht wirklich Gay-Bars, sondern eher Bars mit „gay-freundlichem“ Personal.&lt;br /&gt;Es gibt sehr viele Menschen in Kroatien, die gegen Homosexuelle sind. Alles was der heterosexuellen Norm nicht entspricht wird verleugnet und abgelehnt. Irma sagt: „Nur wenn man das System der heterosexuellen Norm aufbricht und aufhört zu unterteilen, was weiblich und was männlich ist, kann es zu einer Akzeptanz bei den Leuten kommen. Es gibt also noch viel zu tun!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kristina und Irma packen noch die letzten Sachen zusammen. Es müssen noch einige Dinge erledigt werden, aber das wichtigste ist schon bereit. Bald geht es los in ein neues, freieres Leben in Wien. Kristina: „Mir ist natürlich klar, dass es in Österreich auch homophobe Leute gibt, aber auf jeden Fall weniger als hier. Da bin ich mir sicher. Ich weiß auch, dass wir dort auch einige Höhen und Tiefen erleben werden, aber sicherlich werden wir dort freier leben. Um nicht davon zu sprechen, dass uns Österreich viel mehr Möglichkeiten bietet, was unsere sexuelle Orientierung angeht, aber auch das Leben im Allgemeinen.“ Irma: „Ich freue mich schon riesig darauf. Ich weiß, dass uns in Österreich jetzt kein „Friede, Freude, Eierkuchen“ erwartet, aber auf jeden Fall sind die Leute dort liberaler. Ich hab keine Lust mehr, mir ständig anzuhören, dass ich krank bin und das ich in der Hölle brennen werde. Es ist zwar traurig, dass ich mein Heimatland deswegen verlasse, aber wenn ich schon die Möglichkeit habe ein besseres, glücklicheres Leben in einem anderen Land zu führen, dann werde ich das auch tun. Einige Menschen werden es einfach nie begreifen, dass „mein Gott“ außer Adam und Eve, auch Adam und Steve schuf!“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;*Sämtliche Namen durch Redaktion geändert&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-5559111075541396491?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5559111075541396491'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5559111075541396491'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/07/einige-menschen-werden-es-einfach-nie.html' title='Einige Menschen werden es einfach nie begreifen'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-3766637494335458128</id><published>2010-03-17T07:09:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:03:01.454-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>NEUE „ALTE“ HEIMAT</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; Von &lt;/span&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal  {mso-style-parent:"";  margin:0cm;  margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  mso-hyphenate:none;  font-size:12.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-fareast-font-family:"Times New Roman";  mso-fareast-language:AR-SA;} @page Section1  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section1  {page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Obična tablica";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="Courier New&amp;quot;;font-family:&amp;quot;;" lang="DE" &gt;Dragana Gajić&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wir treffen uns im Cafe in dem Ivana arbeitet, ihre Schicht ist gerade zu Ende. Ivana hat einst in Deutschland gelebt und jetzt vergleicht sie ihr Leben hier, mit dem Leben, das sie in Deutschland geführt hat.  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du und deine Familie seid vor neun Jahren wieder nach Kroatien gezogen. Welche Erwartungen und Ängste hattest du vor deiner Rückkehr und haben sie sich für dich erfüllt?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich und meine Familie haben ungefähr neun Jahre lang in Deutschland gelebt, seit meinem vierten Lebensjahr. Dort waren wir wegen des Krieges hingezogen. Damals war es schwer für mich, Kroatien zu verlassen, aber ich war sehr jung und konnte nicht verstehen, was damals geschah. Aber, es war noch schwerere für mich, Deutschland zu verlassen. Dann war ich schon 13 Jahre alt, hatte gute Freunde, ging in die Schule. Ich war einfach zufrieden mit meinem Leben dort. Ich wollte nicht gehen. Aber wir wurden abgeschoben und mussten gehen. Eigentlich, hatte ich fast keine Erwartungen, soviel ich mich erinnere, nur Ängste. Ich wollte meine Freunde nicht zurücklassen und wusste nicht, ob mich Leute in Kroatien akzeptieren würden, ob ich neue Freunde finden würde. Ich wollte meinen Lebensstil nicht ändern, hatte keine Lust, mich einem neuen Land sozusagen, wieder anpassen zu müssen. Ich wusste nicht was mich hier erwartete. Eigentlich war alles sehr gut. Zuerst war es schwer, denn ich fühlte mich völlig fremd, aber als ich in die Schule kam, fand ich neue Freunde, lernte viele neue Leute kennen und alle haben mich wirklich gut aufgenommen. Alle haben mir geholfen, mit der Sprache, mit dem Lernen. Mit der Zeit, bis zum Ende meines ersten Schuljahres in Kroatien, habe ich mich wirklich gut, so glaube ich, in die Gesellschaft integriert und war sehr zufrieden mit meinem neuen Leben in Slatina, das mir eigentlich von Anfang an sehr gefiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie unterscheidet sich jetzt dein Leben von dem in Deutschland?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Unterschiede. Hauptsächlich, weil ich jetzt älter bin. Ich war noch ein Teenager als ich in Deutschland lebte. Ich hatte damals keine Probleme, keine Verantwortung, alles was mich interessierte waren meine Freunde, Unterhaltung, Schule. Ja, nicht so sehr, aber in die Schule muss man gehen. Jetzt bin ich 22, arbeite als Kellnerin schon 5 Jahre lang. Also, ich bin berufstätig und muss verantwortlich sein, mein Privat- und Berufsleben muss ich gut ausgleichen. Dabei helfen mir meine Freunde sehr, die mich unterstützen. Während des Sommers arbeite ich am Meer. Dabei helfen mir meine Deutschkenntnisse, denn um dort arbeiten zu können, muss man mindestens eine Fremdsprache sprechen. Es ist manchmal anstrengend, denn in Deutschland hat meine Familie alles bestimmt, alle Probleme gelöst, ich hatte es nur zu genieβen. Jetzt bin ich auf mich selbst gestellt, muss alle wichtigen Entscheidungen selber treffen, mit allen Problemen selbst fertig werden, denn ich lebe alleine. Eigentlich, im Haus meiner Mutter, aber sie ist in Deutschland, wie mein Bruder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Du hast gesagt, ihr wurdet abgeschoben. Was machen denn deine Mutter und dein Bruder noch in Deutschland, haben sie keine Probleme dort?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja, das stimmt, aber nach einiger Zeit sind meine Mutter und Bruder zurückgekehrt, um dort wieder zu arbeiten. Noch haben sie keine Probleme, aber deswegen ständige Angst. Sie haben keine Papiere, sie sind Schwarzarbeiter und falls man sie erwischt, bekommen sie jahrelanges Einreiseverbot in Deutschland. Sie müssen vorsichtig sein. Auβerdem, hat meine Mutter einen Freund dort, vielleicht werden sie auch heiraten und so könnte sie die Papiere bekommen. Zwei Jahre lang hat sie Slatina nicht besucht, aber deswegen kommt mein Bruder oft. Für mich ist es gut, dass sie dort sind, denn auch ich gehe zwei- bis dreimal im Jahr nach Deutschland zu Besuch und um einzukaufen, natürlich. So habe auch ich den Kontakt mit Deutschland nie verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Deine Familie findet also Deutschland besser als Kroatien und nimmt jedes Risiko an, um dort Leben zu können.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Möchtest du nicht auch wieder nach Deutschland ziehen?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich möchte nicht wieder nach Deutschland. Ich möchte nicht ein solches Leben führen. Es gibt zu viel Stress, ständig hin und her zu ziehen, die Polizei ständig zu vermeiden, usw. Meiner Familie gefällt es in Deutschland, weil sie dort mehr verdienen können und es gibt mehrere Möglichkeiten, den Job zu wechseln, Geld zu verdienen, zu shoppen, usw. Ich verdiene als Kellnerin nicht so viel, deshalb fahre ich im Sommer ans Meer, aber ich habe mich an Kroatien ganz gewöhnt. Mir gefällt Slatina, gerade weil es eine kleine Stadt ist, das Leben hier ist ruhig, nicht wie in München, wo ich jederzeit auf der Hut sein müsste, dass mich niemand nach meinen Papieren fragt. Aber, wie schon gesagt, jedes Jahr besuche ich meine Familie in Deutschland. &lt;span&gt;Das ist genug von Deutschland für mich.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Du hattest Freunde in Deutschland. Seid ihr in Kontakt geblieben?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Mit meinen Freunden in Deutschland habe ich den Kontakt fast ganz verloren. In den ersten Jahren nach meiner Rückkehr, haben wir noch Kontakt gehalten. Einige meiner Freunde sind auch nach Kroatien gezogen, nach Zagreb, aber mit den Jahren ist der Kontakt ganz abgebrochen. Ich habe noch eine Freundin in München, mit der ich in die Stadt gehe oder Kaffee trinken gehe, wenn ich nach Deutschland komme. Sie lebt in der Nähe meiner Mutter. Manchmal gehen wir raus, aber in den letzten Jahren immer weniger. Ich habe neue Freunde hier gefunden, es sind viele Jahre vergangen, seitdem ich in Deutschland gelebt hatte und es ist kein Wunder, dass man den Kontakt mit den Leuten aus seiner Vergangenheit verliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wo kann man sich besser unterhalten, in Deutschland oder in Kroatien?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Was mich angeht, in Kroatien. Ich finde die Leute hier entspannter, offener und irgendwie fröhlicher als in Deutschland. Dort gibt es meistens groβe Diskotheken, wo es oft Probleme gibt. In Deutschland gibt es Leute aus aller Welt und nicht alle kommen gut miteinander aus. Es gibt viele Schlägereien, junge Delinquenten, die sich betrinken oder die auf Drogen sind, auch viele Vergewaltiger. Dort hat man Angst, nachts alleine in die Stadt zu gehen. Es gibt auch Banden. In Slatina kann ich rausgehen wo und wann ich will. Auch wenn ich alleine um sechs in der Früh nach Hause gehe, mache ich mir keine Sorgen. Hier haben die Leute mehr Vertrauen zueinander. Was mir auch gefällt sind Cafes und Gaststätten, wohin man hier rausgeht und ich weiβ schon wen ich wo finden kann und welche Musik in welchem Cafe gespielt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Denkst du, dass man in Kroatien sicherer als in Deutschland ist? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja, das glaube ich. Die Städte in Deutschland sind gröβer als hier und die Menschen beschäftigen sich meistens mit sich selbst. Man kann in einem Gebäude jahrelang leben ohne seine Nachbarn zu kennen, so hält man auch in menschlichen Beziehungen Distanz und zögert ein wenig, wenn es darauf ankommt, jemandem zu helfen. Hier sind die Leute offener, interessieren sich fürs Leben der Anderen und können kaum erwarten, sich in jemands Leben einzumischen oder jemandem zu helfen, so sehe ich es. Einerseits, ist es nicht so positiv, aber andererseits, hilft es, die Ordnung zu halten sozusagen, denn man traut sich nicht etwas Falsches zu machen, eine Untat zu begehen, weil man weiβ, dass man schnell erwischt wird. In Deutschland hört man ständig von neuen Morden, Plünderungen, Vergewaltigungen und Ähnliches. Hier passiert das nicht so oft, obwohl man immer mehr davon in Zeitungen lesen kann. Auch hier hat sich die Situation verschlechtert. Trotzdem, denke ich hier nicht darüber nach, und ja, ich fühle mich ganz sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und zum Ende, hast du es je bereut, dass du wieder in Kroatien bist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Natürlich. Als ich hier angekommen bin. Damals war ich sehr traurig, dass ich in Kroatien bin. Aber jetzt habe ich mir mein Leben hier aufgebaut und kann mich nirgendwo anders sehen. Hier habe ich meine Freunde, meinen Job und alles, was ich brauche. Es ist wahr, hier ist der Lebensstandard niedriger als in Deutschland und ich bin nicht so zufrieden mit der Regierung, aber ich fühle mich zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-3766637494335458128?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3766637494335458128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3766637494335458128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/neue-alte-heimat.html' title='NEUE „ALTE“ HEIMAT'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-4234269817043184473</id><published>2010-03-17T07:03:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:05:27.062-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Viele Menschen hier haben vergessen, warum sie eigentlich leben.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; &lt;!--  /* Font Definitions */  @font-face  {font-family:Calibri;  panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4;  mso-font-charset:238;  mso-generic-font-family:swiss;  mso-font-pitch:variable;  mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal  {mso-style-parent:"";  margin-top:0cm;  margin-right:0cm;  margin-bottom:10.0pt;  margin-left:0cm;  line-height:115%;  mso-pagination:widow-orphan;  mso-hyphenate:none;  font-size:11.0pt;  font-family:Calibri;  mso-fareast-font-family:Calibri;  mso-bidi-font-family:Calibri;  mso-fareast-language:AR-SA;} p.MsoHeader, li.MsoHeader, div.MsoHeader  {margin-top:0cm;  margin-right:0cm;  margin-bottom:10.0pt;  margin-left:0cm;  line-height:115%;  mso-pagination:widow-orphan;  mso-hyphenate:none;  tab-stops:center 8.0cm right 16.0cm;  font-size:11.0pt;  font-family:Calibri;  mso-fareast-font-family:Calibri;  mso-bidi-font-family:Calibri;  mso-fareast-language:AR-SA;} p.Listenabsatz, li.Listenabsatz, div.Listenabsatz  {mso-style-name:Listenabsatz;  margin-top:0cm;  margin-right:0cm;  margin-bottom:10.0pt;  margin-left:36.0pt;  line-height:115%;  mso-pagination:widow-orphan;  mso-hyphenate:none;  font-size:11.0pt;  font-family:Calibri;  mso-fareast-font-family:Calibri;  mso-bidi-font-family:Calibri;  mso-fareast-language:AR-SA;} @page Section1  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:35.4pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section1  {page:Section1;} --&gt;      Von Tomislav Hajduković   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es ist Donnerstagmorgen und ein gewöhnlicher Arbeitstag an der Universität Karlsruhe. Es ist 8:30 Uhr. Das morgendliche Sonnenlicht erhellt den Raum, frisch gebrühter Kaffee steht auf dem Schreibtisch und mir gegenüber sitzt Dalma Horvat (Name geändert, Anm. d. Red.), vor kurzem noch Studentin, heute diplomierte Bauingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen. Bereit auf meine Fragen zu antworten, sitzt sie mit gefalteten Händen in ihrem Bürostuhl und wippt entschlossen hin und her.   Dalma Horvat ist kroatischer Nationalität und lebt seit 1991 in Deutschland, wo sie mit ihrem Sohn, als der Kroatienkrieg ausbrach, Zuflucht suchte. Vor dem Krieg in Kroatien hat sie schon einige Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt und kann diese den heutigen Erfahrungen in Deutschland gegenüberstellen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Guten Morgen Frau Horvat. Beschreiben Sie uns doch einen normalen Arbeitstag am Institut!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als erstes muss ich meine E-Mails checken und beantworten. Heutzutage benutzt auch in der Arbeitswelt jeder die Vorteile, die das Internet bietet. Alle Geschäftspartner und Kollegen nutzen E-Mail als Hauptkommunikationsmittel.   Sonst widme ich etwa die Hälfte der Arbeitszeit der Lehre und den Studenten, bereite und halte die Vorlesungen, Übungen und Praktika, die nach dem Stundenplan in der laufenden Woche stattfinden. Fast jederzeit stehe ich den Studenten für ihre Fragen zur Verfügung. Die andere Hälfte der Arbeitszeit besteht aus der Arbeit an aktuellen Projekten.  In der Mittagspause gehe ich mit Kollegen in unsere „berühmte“ Mensa, oder irgendwo anders hin. Manchmal treffe ich mich auch mit Freunden in dieser Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mögen Sie ihren Job? Was sind die Vor-und Nachteile in ihrer Arbeit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich mag meinen Job. Man könnte sagen, alles ist locker hier. Unser Lehrangebot ist sehr breit gefächert und interessant. Und generell, die Arbeit mit jungen, klugen und motivierten Leuten macht Spaß.  Ein Nachteil bei dieser Arbeit ist, dass die Tätigkeiten nicht immer sehr praktisch bezogen sind und dass von einem erwartet wird, irgendwann mal die Doktorarbeit abzugeben und zu promovieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sind Sie der Meinung, dass Sie im Vergleich zu Anderen gut bezahlt sind? Wie sind im Vergleich dazu die Löhne in Kroatien?&lt;/span&gt;  In Moment ist die Situation im Bauwesen in Deutschland sehr schlecht, sodass die Gehälter in der freien Wirtschaft denen an der Uni entsprechen, oder sogar kleiner sind. Normalerweise verdient man größeres Geld „draußen“ in der Ingenieurpraxis.  Ein Vergleich mit der Vergütung in Kroatien macht keinen Sinn, da dort eine ganz andere wirtschaftliche Lage herrscht. Natürlich verdienen wissenschaftliche Assistenten in Kroatien weniger als die in Deutschland, genauso wie auch die Ingenieure in der Wirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Haben Sie genug Freizeit neben ihrem Job? Wie viele Tage im Jahr haben Sie frei? Finden Sie, dass im Bezug auf die Arbeitsstunden in Kroatien gegen die Arbeiterrechte verstoßen wird?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es bleibt mir nicht so viel freie Zeit. Manchmal muss ich die Vorlesungen an Wochenenden vorbereiten. Vertraglich habe ich eine 40-Stündige Arbeitswoche und 30 Tage Urlaub im Jahr.   Ich würde eher sagen, dass in Deutschland gegen die Arbeiterrechte der Ingenieure verstoßen wird, denn im Ingenieurwesen werden heutzutage Überstunden und Arbeit an Feiertagen und Wochenenden nicht bezahlt, sondern als selbstverständlich angesehen. Es wird einfach erwartet, dass die Arbeit ohne Vergütung gemacht wird. Ich denke, in der Arbeiterwelt gibt es feste Arbeitszeiten. Man weiß, wann Feierabend ist und die geleisteten Überstunden werden angerechnet.  So, wie ich es in Erinnerung habe als ich in Kroatien gearbeitet habe, betrug die Arbeitszeit dort acht Stunden am Tag, einschließlich einer halbstündigen Pause, die vom Arbeitgeber ebenso bezahlt wurde. In Deutschland wird die Pause nicht bezahlt. Üblicherweise dauert die Pause eine Stunde, was schon im Voraus bedeutet, dass man mindestens neun Stunden täglich in der Arbeit bleiben muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Meinen Sie, dass Arbeit und Wohlstand in Deutschland im Gegensatz zu Kroatien zu groß geschrieben werden? Vergessen die Menschen dabei zu leben? Gibt es viele Workaholics?   &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wohlstand in Deutschland ist nicht mehr das, was es früher war. Viele Menschen hier haben vergessen, warum sie eigentlich leben. Ja, es gibt viele Workaholiker. Das heißt nicht unbedingt, dass sie mehr und besser arbeiten als die anderen, sondern dass sie mit sich selbst nichts Besseres anfangen können, als bis spät in die Nacht in der Arbeit zu bleiben. Bei vielen Menschen ist der Grund, dass sie keine Familie und auch keine Freunde haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sind Ihrer Meinung nach die Aufstiegschancen in Deutschland besser als in Kroatien?&lt;/span&gt;  Ja, das denke ich. Ich musste während meines ganzen Studiums für Lebensunterhalt arbeiten und da ich mich alleine um zwei Kinder kümmern musste, konnte ich nicht eine der ganzen Aufstiegschancen, die mir angeboten wurden, wahrnehmen. Als alleinerziehende Mutter und ohne Unterstützung der Familie ist man in Deutschland ziemlich aufgeschmissen…   Sonst finde ich, dass es für die Studierenden in Deutschland an den Universitäten eine viel bessere Infrastruktur gibt, als in Kroatien, viel mehr Austauschprogramme, Auslandssemester,  Sport- und Lehrangebote, Jobangebote für Studenten und Absolventen, Freizeitaktivitäten, Sprachkurse usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie haben Sie es als Flüchtling und Frau geschafft sich in der Arbeitswelt durchzusetzen und sich eine Existenz zu schaffen?&lt;/span&gt;   Eigentlich hatte ich damit keine Probleme. Ich musste bloß lange darauf verzichten, zu arbeiten, da ich zu Hause zwei Kinder hatte und nicht den ganzen Tag von morgens bis abends in der Arbeit verbringen konnte. Als die Kinder aber alt genug wurden, konnte ich ohne Probleme arbeiten gehen und mich um meine Karriere kümmern. Dass ich Flüchtling bin und auch noch Frau hat mich nicht großartig negativ beeinflusst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gibt es an Ihrem Arbeitsplatz Diskriminierung in irgendeiner Form? Haben sie Erfahrungen damit gemacht? Wie nehmen Sie die Situation in Kroatien wahr? Sind Menschen in Kroatien öfter solchen Ungerechtigkeiten ausgesetzt?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau ist im Ingenieurberuf öfter der Diskriminierung ausgesetzt, sowohl in Deutschland, als auch in Kroatien. Man glaubt einer Frau einfach nicht, dass sie gut ist. Wenn sie tatsächlich gut ist, dann sind die Kollegen und Vorgesetzten oft in ihrem Ego verletzt und gekränkt, genauso wie auch die Ehemänner zu Hause. Leider habe ich diese Erfahrung schon so oft machen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was für Privilegien haben Arbeiter in Deutschland, was den Arbeiterschutz und ihre Rechte angeht, im Gegensatz zu Kroatien?&lt;/span&gt;  Grundsätzlich sind die Maßnahmen zum Arbeiterschutz und ihrer Sicherheit in Deutschland besser als in Kroatien.  Uns an der Universität betrifft das jedoch weniger, deshalb macht es wenig Sinn, an dieser Stelle davon zu reden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wo würden Sie lieber arbeiten? Argumentieren Sie! &lt;/span&gt; Man arbeitet gerne in einem guten Kollegenteam und gutem Arbeitsklima. Ebenso wichtig ist, dass man das arbeitet, was man liebt und die Arbeit einem Spaß macht. Wichtig ist auch, dass man sich bei der Arbeit in lichten und gut gelüfteten Arbeitsräumen aufhält, dass man den  Arbeitsplatz gut erreichen kann, dass man von den Vorgesetzten befördert und human behandelt wird, sich die Arbeits- und Freizeit selbst einteilen kann und dass die Bezahlung einigermaßen stimmt. Ich denke, so einen Arbeitsplatz zu finden ist ein außerordentliches Glück, und hängt nicht davon ab ob man in Deutschland oder in Kroatien ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; Vielen Dank für das Interview, Frau Horvat!  Nichts zu danken!   &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-4234269817043184473?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/4234269817043184473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/4234269817043184473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/viele-menschen-hier-haben-vergessen.html' title='Viele Menschen hier haben vergessen, warum sie eigentlich leben.'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6720586174676312835</id><published>2010-03-17T06:53:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T07:02:09.316-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Schönheitsmythos: Ein Wahn, der kein Ende zu nehmen scheint</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; &lt;!--  /* Font Definitions */  @font-face  {font-family:Calibri;  panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4;  mso-font-charset:238;  mso-generic-font-family:swiss;  mso-font-pitch:variable;  mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal  {mso-style-parent:"";  margin-top:0cm;  margin-right:0cm;  margin-bottom:10.0pt;  margin-left:0cm;  line-height:115%;  mso-pagination:widow-orphan;  mso-hyphenate:none;  font-size:11.0pt;  font-family:Calibri;  mso-fareast-font-family:Calibri;  mso-bidi-font-family:Calibri;  mso-fareast-language:AR-SA;} @page Section1  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section1  {page:Section1;} @page Section2  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-columns:2 even 35.4pt;  mso-paper-source:0;} div.Section2  {page:Section2;} @page Section3  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section3  {page:Section3;} @page Section4  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section4  {page:Section4;} @page Section5  {size:595.25pt 841.85pt;  margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt;  mso-header-margin:36.0pt;  mso-footer-margin:36.0pt;  mso-paper-source:0;} div.Section5  {page:Section5;} --&gt;   Von Ivana Pavić&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rechts im Schaufenster wirbt das makellose Gesicht eines jungen Models für teure Sonnenbrillen. Im Laden gleich daneben ein Model mit viel zu starkem Make-up im Gesicht, das für eine neue Linie von Kosmetikprodukten wirbt. Gegenüber im Tourismusbüro hängt ein Poster von einer halb nackten, an einem Strand liegenden Frau, das für Billigreisen und Last-Minute-Flüge in den Süden wirbt. Ein paar Schritte weiter werden an einem Kiosk Zeitschriften, Magazine und andere Blätter verkauft, die auf ihren Titelseiten lachende, strahlende Frauengesichter und junge Frauen in Bikinis abbilden. Junge Mädchen und Frauen gehen an einem langen Schaufenster vorbei und es bleibt unklar, ob sie nun die darin zum Verkauf angebotene Kleidung oder ihr Spiegelbild betrachten. Das sind nur einige Szenen und Qualen aus unserem Alltag, denen Frauen auf der ganzen Welt ausgesetzt sind und mit denen sie irgendwie lernen müssen auszukommen.   Überall wo man nur hinsieht, wird man mit Bildern von unbekannten Schönheiten konfrontiert. Es vergeht keine Werbung, ohne dass darin eine attraktive, junge Frau vorkommt. Doch wem nützen solche Bilder? Was tun sie uns und unserem Bewusstsein an? Und wer will mit uns manipulieren? In ihrem 1991 erschienenem Buch „Der Schönheitsmythos“, das den passenden Untertitel „Wie Darstellungen von Schönheit gegen Frauen verwendet werden“ trägt, will die amerikanische Schriftstellerin und Feministin der dritten Welle, Naomi Wolf, Antworten auf diese und andere Fragen nicht nur verwirrten Leidensgenossinnen, sondern auch Männer geben. Wolf gibt uns durch Zahlen und Fakten, eigene Recherchen und persönliche Erfahrungen einen Einblick in den heutigen, durch verschiedenste Bilder von nicht existierenden Schönheiten, wachsenden Schönheitswahn. Schon von Anfang an wurde Frauen in ihr Bewusstsein geredet, dass sie sich nur um Haus, Kind und ihr Aussehen zu kümmern haben; Männer waren dagegen nur für die Ernährung der Familie verantwortlich und durften so aussehen, wie sie Mutter Natur geschaffen hat -- mit oder ohne Bart, Bierbauch, Glatze, usw. Doch viele meinen, dass sich mit der Entwicklung des Feminismus im 20. Jahrhundert die Position der Frau in der Gesellschaft auch geändert hat. Oder etwa nicht? „Frauen haben damals den Arbeitsmarkt geströmt und sich Positionen erkämpft, die nur für ihre männlichen Kollegen gedacht waren. Viel mehr Frauen haben mehr Geld, Macht, Einfluss und gesetzliche Anerkennung wie jemals zuvor. Doch so wie wir uns nun körperlich fühlen, geht es uns vielleicht schlechter als unsere nicht-emanzipierten Großmüttern.“, so Wolf. Sie meint, dass viele beschäftigte Frauen noch ein verstecktes Leben führen, das ihre Freiheit vergiftet – ein Leben voll von Schönheitsidealen, Selbsthass, körperlicher Besessenheit, Angst vor dem Altern und einer Todesangst davor die Kontrolle zu verlieren. Dieser Druck auf Frauen wird vonseiten großer Weltmächte ausgeübt, die es darauf abgesehen haben das weibliche Geschlecht durch falsche Ideale und Selbsthass zu zerstören. Wolf teilt den Schönheitsmythos in ihrem Buch auf fünf Kapitel: Arbeit, Kultur, Religion, Sex und Gewalt. „Mit dem Eintritt in den modernen, westlichen Arbeitsmarkt wurde die Diskrimination aufgrund von Schönheit zu einer Pflicht, nur wegen der Meinung, dass Frauen zweifach besser sein werden, und nicht, dass sie nicht gut genug sind“, behauptet Wolf, und teilt damit eine große Schuld den Arbeitgeber zu, die die Schönheitspflicht nicht einfach nur zur Dekoration entwickelt haben, sondern aus Angst. Obwohl die Anzahl der Frauen 52, 4 % der Weltbevölkerung ausmacht und sie zweifach mehr als Männer arbeiten (eine Amerikanerin arbeitet wöchentlich 99, 6 Stunden!), geben sie sich doch unterdrückt und halten sich an die skurrilsten Vorschriften. Der Versuch diesem Druck damals zu entkommen hielt nicht für lange Zeit  – es wurde die dritte Schicht eingeführt, was bedeutet, dass sie nach stundenlanger Arbeit noch die Arbeit an sich selbst in ihrer eigentlichen Freizeit erwartet. „Eine beschäftige unverheiratete Frau muss „sexy“ wirken, damit ihre Arbeit und Unabhängigkeit nicht so erscheinen, wie sie es wirklich sind: ernsthaft, gefährlich und destabilisierend“, so Wolf. Doch auch das hat einen Hacken: Man darf auch nicht zu weiblich zur Arbeit erscheinen, den sonst ist man der Gefahr ausgesetzt, sexuell belästigt zu werden. Doch wenn man nun professionell angezogen erscheint, kann man ohne weiters wegen „mangelnder Schönheit“ entlassen werden. Es ist eine „Mission Impossible“, es der strengen Arbeitswelt gerecht zu machen, und deswegen wird sie von Frauen auch abverlangt.   Wenn junge Mädchen heutzutage ein Magazin, wie zum Beispiel Cosmopolitan in die Hand nehmen, laufen sie der Gefahr, die abgebildeten, dürren, im Fotoshop bearbeiteten Models zu ihren Idolen zu machen. Doch warum ist das bei Männern und männlichen Models nicht der Fall? Wolf meint dazu: „Frauen sind nur Schönheiten in der Männerkultur, damit diese Kultur weiterhin als eine männliche bestehen bleibt. Wenn Frauen in der Kultur Persönlichkeit zeigen, werden sie nicht mehr begehrt, im Unterschied zu einer begehrenswerten, unfähigen, naiven Frau“. Der Schönheitsmythos hat für Frauen schon im Kindesalter, mit dem Lesen von Märchen über wunderschöne Prinzessinnen, Königinnen, Bauernmädchen usw. begonnen. Das Leben dieser Gestalten war den jungen Leserinnen nur aus einem einzigen Grund interessant – weil sie schön sind. Schon da wird den Mädchen in ihr Bewusstsein geredet, dass ihnen interessante Dinge nur dann passieren können, wenn sie auch schön sind. Mit der Zeit werden sie dann neuen Heldinnen ausgesetzt – Models aus ihren Lieblingszeitschriften. Magazine und Zeitschriften für Frauen erschienen am Anfang des 20. Jahrhunderts nur aus einem einzigen Grund – man wollte ihnen auf das Leben hinweisen, das sie zu führen hatte. Sie mussten ihre Rollen als gute Ehefrau, Mutter und Hausfrau zur Perfektion bringen. Doch als ihr Interesse an Kleidung, Haushaltsgeräten, und anderem, das in den Zeitschriften angeboten wurden, zu fallen schien, musste ein neuer Markt aufgebaut werden, der den Alten ersetzen kann und dem Frauen nun nicht entkommen können. Zu diesem Zweck richtete die amerikanische Zeitschrift Vogue mit einer Ausgabe aus dem Jahr 1969 den Blick auf den nackten weiblichen Körper. Verschiedene Artikel, Berichte und Bilder haben auf Probleme am Körper hingewiesen – Probleme, die überhaupt keine sind. Es ist die Geburtsstunde eines neuen Markts – eine 33 Milliarde Industrie der Schlankheit und eine 22 Milliarden schwere Industrie der Jugend. Der Preis, den Frauen nun für ihre erkämpfte Emanzipation zahlen müssen. Gesunde, junge Mädchen und Frauen unterziehen sich nun kritischen Blicken in ihrem Spiegelbild. Einige Zeitschriften wie z. B. Cosmopolitan aber versuchten eine Ausnahme zu bilden. Sie förderten die weibliche Ambition, Individualität, die „Ich-kann-alles“ Haltung und die persönlichen und sexuellen Beziehungen. Doch auch diese Zeitschrift muss mit Widersprüchen ihr Geld verdienen. Dem Artikel „Schönheit kommt von Innen“ folgen auf den nächsten Seiten zahlreiche andere Artikel mit Bildern und Werbung für verschieden Diäten, „verjüngende“ Hautpflege und Schönheitsoperationen. Wolf weist in ihrem Buch auch auf die Rolle der Religion in diesem Schönheitswahn hin. „Das Recht des Mannes über die weibliche Schönheit zu urteilen, während man das Gleiche nicht mit seiner Schönheit tut, ist überhaupt nicht fragend, weil es als von Gott gegeben gesehen wird. Gottes Rolle und Autorität über die weibliche Schönheit haben nun seine Vertreter eingenommen: Organisatoren von Schönheitswettbewerben, Fotografen, sowie die Männer auf der Straße“, schreibt Wolf. Sie erklärt sich dieses Phänomen mit der Geschichte von Adam und Eva. Während Adam nach Gottes Bild, wurde Eva nur aus Adams Rippe geschaffen. Sie schreibt weiter: „Gott hat Adam Leben eingehaucht und seinen Körper göttlich gemacht; aber Evas Körper ist zweifach von der Hand Gottes entfernt, eine unvollkommene Materie geschaffen von einer Materie“. Frauen suchen nun bei Männern, die ja dem Allmächtigen ähneln, die Bestätigung, die sie von Gott selbst nie erhalten haben, und führen ihren Körper gemeinsam mit ihrer Schönheit als Objekt vor. Es genügt ein Blick auf die verschiedensten Bühnen – Catwalks, Titelseiten, Schönheitswettbewerbe, usw. „Frauen kümmern sich um ihre körperliche Perfektion auf eine Art und Weise, auf die es Männer fast nie tun, weil das Erste Buch der Mose ihnen mitteilt, dass alle Männer perfekt sind, während Frauen wie ein totes Stück Fleisch geschaffen worden sind“, so Wolf. Doch man soll nicht denken, dass Wolf eine Männerhasserin ist. Im Gegenteil sie zeigt auch Mitleid mit ihnen, den sie hat der Wahn auch in seinen Bann gezogen. Wegen der falschen Darstellungen von Frauen, die sie zu Gesicht bekommen, wissen Männer überhaupt nicht, wie eine wahre Frau aussieht. Sie haben falsche Erwartungen von weiblicher Schönheit und können nichts gegen diese tun, da sie mit dem wahren Bild wahrscheinlich nie konfrontiert werden.  Wir wollten es aber nicht nur beim Wort eines Experten belassen und haben deswegen vier moderne, junge Frauen mit Fragen über Schönheit und ihrer eigenen Perzeption konfrontiert. Ihre Identitäten wollen sie geheim behalten. Zuerst wollten wir wissen, wie zufrieden sie mit ihrem eigenen Körper sind. Nur eine der vier Mädchen ist mit ihrem Körper einigermaßen zufrieden und gibt sich auf einer Skala von eins bis fünf, nur eine vier. Die anderen drei geben sich nur eine zwei oder drei. Wir können unser Staunen über diese Antworten kaum verstecken, denn vor uns stehen drei gesunde, bildhübsche Frauen. Auf die Frage, welche drei Begriffe sie mit Schönheit verbinden, antworten sie fast gleich: Ein perfektes Lächeln, Aura und Jugend. Doch am meisten erschreckt hat uns die Antwort auf die Frage, wie weit würden sie für einen perfekten Körper gehen. Alle vier würden Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen, wenn ihre Makel, die dem nackten Augen überhaupt nicht sichtbar sind, dann endlich verschwinden. Eine, der vier Mädchen, hat sogar ihre Pläne für eine Brustvergrößerung mit uns geteilt: „Sobald ich das Geld zusammentreibe, mache ich mich auf dem Weg zum Schönheitschirurgen. Mir ist’s eigentlich egal zu welchem, Hauptsache es wird gemacht!“ Sie ist erst 21. Die perfekt aussehende Frau haben sie so beschrieben: Langes Haar, strahlender Teint, weiße Zähne, Katzenaugen, athletischer Körperbau und „sie muss noch etwas mysteriöses an sich haben.“  Uns geht nicht die Frage aus dem Kopf, ob nun alle Frauen schön sind oder nicht? „Natürlich sind wir es. Aber wir werden das nicht glauben wollen, bis wir den Schönheitsmythos endlich abgelegt haben“, antwortet Wolf. Sie will mit ihrem Buch nicht das kritisieren, was Frauen glücklich macht und besser fühlen lässt, sondern nur das, das sie dazu bringt, sich schlecht zu fühlen. „Das wahre Problem hat nichts damit zu tun, ob sich Frauen nun schminken oder nicht, ob sie schlank sind oder nicht, ob sie sich nun für eine Operation entscheiden oder nicht, ob sie sich schön einkleiden oder nicht, ob sie ihre Gesichter und Kleidung in Kunstwerke verwandeln oder nicht. Das wahre Problem ist unsere fehlende Freiheit zu wählen. Alles dreht sich nur darum, dass sich Frauen schlecht in ihrem eigenen Körper fühlen sollen“, so Wolf. Und was machen wir nun mit den Werbungen in den Schaufenstern, Zeitschriften und im Fernseher? Verschwinden werden sie wahrscheinlich nie, aber es genügt, wenn wir mit dieser neuen Erleuchtung über die wahren Hintergründe der Schönheit und einem Lächeln einfach weitergehen, weitersehen oder umblättern und die folgenden Generationen darüber aufklären. Man muss kein(e) Feminist(in) oder ähnliche Persönlichkeit sein, um eines Tages der eigenen Tochter klarzumachen, dass sie wunderschön und gesund ist, so wie sie ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6720586174676312835?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6720586174676312835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6720586174676312835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/schonheitsmythos-ein-wahn-der-kein-ende.html' title='Schönheitsmythos: Ein Wahn, der kein Ende zu nehmen scheint'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-8146341789698694555</id><published>2010-03-17T06:50:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:52:37.335-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Vom Jurastudenten zum Bettwäscheverkäufer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von Snježana Oštadal&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Junge, gebildete und  flexible Juristin (mit Notendurchschnitt von 1,0 und Auszeichnung vom Rektorat) auf der Suche nach Arbeit.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Klingt nach einer vielversprechenden und kompetenten Person, doch nicht für den Arbeitsmarkt in Kroatien. Die junge Juristin, Tanja G., ist keine Ausnahme in der kroatischen Gesellschaft.  Tagtäglich suchen junge Hochschulabsolventen nach Arbeit,  schicken Bewerbungsformale ab und erstatten dem Arbeitsamt immer wieder einen Besuch ab, doch ohne viel Erfolg und Aussicht auf  Job. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Tanja G. hat in Rekordzeit und mit Bestnoten das Jurastudium beendet,  mit der Hoffnung eine Praktikantenstelle zu bekommen und als Gerichtsassessorin ihr zweijähriges Praktikum anzutreten. Schon fast zwei Jahre ist sie auf der Suche nach einem Ausübungsplatz, doch keine Firma nimmt sie. „Juristen haben wir mehr als genug.“, heißt es oft in den Begründungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Bei einer Arbeitslosenzahl von 247.147 (nach Angaben des kroatischen Instituts für Arbeit und Wirtschaft) sind die stellenlosen Akademiker zu  4,4 % vertreten. Die Zahl der Hochschulabsolventen im Allgemeinen beträgt 7,5 %. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Nach neusten Untersuchungen bereitet die Jobsuche vor allem im Bereich der Rechts- und Geisteswissenschaften Probleme, da der Bedarf nach jenen am geringsten ist. Junge Menschen in Kroatien sind oftmals verzweifelt, wenn sie zum Arbeitsamt kommen, um nach jahrelangem Studium und der Hoffnung auf bessere Arbeitsaussichten, in einer langen Reihe von Berufslosen zu stehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;„Sechs Jahre an der Uni, 33.000 Kuna Studiengebühren, 300 gesendete Bewerbungen und das alles um am Ende Bettwäsche zu verkaufen! Ohne gute Beziehungen oder Kontakte der Eltern zu den richtigen Leuten sieht es schlecht aus, wie man an meinem Beispiel sehen kann.“, erklärt der 28-jährige Rechtsgelehrte und alleinerziehende Vater Mladen Ciprić. Nach drei Jaharen Arbeitslosenunterstützung, arbeitet er heute für eine Textilfirma und verkauft Bettwäsche. Die Hoffnung auf eine Stelle in seinem Fachbereich hat er so gut wie aufgegeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Richterin der Gerichtsbehörde in Vinkovci, Vesna Sabo, bestätigt die besorgniserregenden Arbeitslosenzahlen der Juristen in Kroatien: „Wenn eine Stelle im Gerichtsamt frei wird, bekommen wir nur aus dem Bezirk Vukovarsko-Srijemska  županija um die 60 bis 70 Bewerbungen. Die meisten von ihnen sind qualifizierte junge Menschen mit Diplom in der Tasche, doch es sind einfach zu viele. Man kann eine solche Menge von Juristen in Kroatien nicht unterbringen. Dieses Berufsgebiet ist bei uns einfach überfüllt.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Im kroatischen Bildungssystem herrscht Chaos – Studenten protestieren gegen die hohen Studiengebühren und den Mangel an Mensen, gegen korrupte Professoren und den fragwürdigen Arbeitsmarkt, der sie erwartet. Vorwürfe und Anklagen häufen sich, Lösungsvorschläge bleiben oft im Schatten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Auf der einen Seite möchten die meisten Arbeitgeber in Kroatien Angestellte und Beschäftigte mit Arbeitserfahrung, was die Hochschulabsolventen nicht aufweisen können. Auf der anderen Seite gibt es Bildungs- und Beratungszentren, wie z.B. Sunce in Zagreb, die den jungen Menschen (vor allem Studenten) die Möglichkeit geben Volontariate in verschiedenen Bereichen anzutreten und damit Erfahrungen zu sammeln, die im späteren Berufsleben ausschlaggebend sein können. Die Zahl der Volontierenden beträgt dagegen kaum 6 % der Bevölkerung. Am beängstigten ist jedoch das Resultat mehrerer Umfragen, welches besagt, dass 72 % der jungen Kroaten ihre Heimat verlassen würde, um in Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz ihr Glück zu versuchen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Tanja G. hat die Hoffnung auf eine Praktikantenstelle noch nicht aufgegeben und schreibt weiterhin Bewerbungen. In der Zwischenzeit arbeitet sie im Callcenter. Obwohl es in Kroatien viel zu verändern gäbe und das Rechtssystem einige Mängel aufzuweißen  hat, möchte die junge Frau dableiben. Sie erhofft sich vom Eintritt in die EU mehr Arbeitsplätze und bessere Zukunftsperspektiven für Studenten. Tanja ist optimistisch und möchte ihren Glauben an das gute Irgendwann noch nicht aufgeben: „Bildung, neue Ideen und eine fundamentale Rekonstruierung des kroatischen Gesellschaftssystems könnten uns helfen aus solchen Schwierigkeiten, wie wir sie heute haben, herauszukommen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-8146341789698694555?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/8146341789698694555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/8146341789698694555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/vom-jurastudenten-zum.html' title='Vom Jurastudenten zum Bettwäscheverkäufer'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6039635911981727611</id><published>2010-03-17T06:44:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:07:48.439-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Das internationale  Leben einer Lehrerin</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link style="font-family: courier new;" rel="File-List" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link style="font-family: courier new;" rel="Edit-Time-Data" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_editdata.mso"&gt;&lt;!--[if !mso]&gt; &lt;style&gt; v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt; 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Können Sie ihre bisherige Karriere beschreiben?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja. Ich habe Anglistik und Germanistik in Osijek studiert, und jetzt arbeite ich in einem Gymnasium. Vorher habe ich auch in verschiedenen Schulen gearbeitet. Ich habe sowohl Englisch als auch Deutsch unterrichtet. Ich habe mich auch ab und zu mit dem Übersetzen beschäftigt, und habe einen Teil der &lt;i style=""&gt;Encyclopedia Britannica&lt;/i&gt; vom Englischen ins Kroatische übersetzt. Ich arbeitete auch als Rezeptionistin in einem internationalen Hostel in Budapest. Da habe ich jeden Tag Englisch und Deutsch benutzt, aber auch ein bisschen Ungarisch gelernt.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind Sie mit ihrem Beruf zufrieden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich genieße meinen Beruf sehr. Ich würde sagen, dass ich einen perfekten Job habe. Man ist mit vielen Leuten in Kontakt, man lernt immer was Neues, man hilft vielen Kindern, etwas Wichtiges zu lernen, und man hat oft sehr viel Spaß. Mir gefällt besonders, dass ich nicht acht Stunden in der Schule sein muss, sondern einen Teil meiner Arbeit alleine zu Hause in Ruhe machen kann. Lehrer haben auch viel Ferien. Ich finde die Sommerferien perfekt, denn ich kann die Hitze nicht leiden, und ich fände es unheimlich schwer, bei 30 Grad zu unterrichten. Und auch neue Freundschaften entwickeln sich und man geht manchmal auf Reisen, ins Theater, und arbeitet an interessanten Projekten. Das Schönste ist aber, wenn dich ein Schuler als Vorbild sieht und in dir Inspiration findet, das Gleiche zu studieren. &lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele sagen, dass es sehr anstrengend ist, in einer Schule zu arbeiten. Finden Sie das auch?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meistens ist es nicht anstrengend. Ich denke, es kommt darauf an, wie man für den Job geeignet ist. Wenn man Kinder nicht mag, dann kann man oder will man sie nicht verstehen, und dann ist alles schwieriger. Es gibt manchmal Kinder, die Probleme haben, und den Unterricht stören, und das kann einen wirklich erschöpfen. Und natürlich, am Ende des Jahres gibt es manchmal viel Stress, weil man immer einsieht, dass noch so viel in weniger Zeit getan sein muss.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können sie den Tag einer Lehrerin beschreiben?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Lehrer haben keinen typischen Arbeitstag. Jeder Tag ist anders. An einem Tag kann man 5 Stunden arbeiten, und am anderen nur 1 Stunde. Man bereitet sich auch zu Hause oder in der Schule vor. Es gibt noch administrative Aufgaben und verschiedene Sitzungen. Manche Lehrer arbeiten auch am Samstag.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lohnt es sich überhaupt, Ihrer Meinung nach, hier in Kroatien zu arbeiten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Natürlich. Die meisten Kroaten wollen hier leben und arbeiten. Aber es ist nicht immer leicht, eine Arbeit zu finden. Wenn jemand ehrgeizig ist, und mehr lernen oder erleben will, ist die beste Lösung, im Ausland zu arbeiten. Man muss da nicht für immer bleiben, denn jede Erfahrung hilft.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lebten auch im Ausland. Wo? Haben sie dort gearbeitet oder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich habe in Kanada gelebt. Ich habe das Land und die Leute sehr gut kennengelernt. Leider konnte ich als Besucher nicht legal arbeiten. Ich habe auch probiert, ein Arbeitsvisum zu bekommen, aber der Prozess ist unheimlich kompliziert, und ich habe diesen Versuch aufgegeben.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können sie die Umstände in Kroatien mit den Umständen in Kanada vergleichen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das Leben und die Leute sind anders als hier. Dort ist jeder sehr selbstständig. Viele arbeiten schon als Teenager, und fast jeder arbeitet als Student. Die Regeln sind nicht so strikt wie hier. Das Studium kostet sehr viel, deswegen arbeiten viele Studenten. Sie haben auch 3-5 Fächer pro Semester, und weniger zu lernen, als wir in Kroatien. Das gleiche passiert in den Schulen. Man lernt nicht so viele Tatsachen wie hier. Alle Schulen sind gleich, also man spezialisiert sich erst an der Uni. Meistens bedeutet ein Universitätsdiplom nicht viel, also studieren die meisten weiter, um einen guten Job zu bekommen. Studenten arbeiten meistens als Kellner, Köche, Verkäufer, und viele andere Jobs, für die sie keine Ausbildung brauchen, was in Kroatien nicht der Fall ist. In Kroatien ist es deswegen viel schwieriger eine Arbeit zu finden, weil man nur den Job machen kann, für den man ein Diplom hat. Jobinterviews sind auch sehr anders. In Kroatien ist es genug, den Lebenslauf zu schicken, um als Lehrerin einen Job zu bekommen. In Kanada dauern Interviews eine Stunde oder sogar länger, was ich selbst erlebt habe. Man wird eine Menge persönlicher Fragen gefragt, was ich nicht so professionell finde. Ich finde Kroatien besser, denn es ist wirklich nicht wichtig, wo ich lebe und welche Filme ich mag.&lt;br /&gt;Menschen in Kanada sind viel kälter als Kroaten. Familienmitglieder sind nicht so eng und Leute generell mischen sich nicht in das Leben anderer. Manchmal hat man das Gefühl, das man nicht interessant ist, aber mit der Zeit lernt man, dass sie nur so tun. In Kroatien nervt das Gegenteil manchmal, wo man zu viel tratscht und alles über alle wissen will. Etwas, was mir überhaupt nicht gefallen hat, ist dass die Leute sehr materiell sind. Das Geld ist sehr wichtig und arme Leute werden als schlecht gesehen, besonders von sehr reichen und erfolgreichen Leuten. Kaufen und haben, das ist das Wichtigste. Familie und Freundschaft nicht so.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können sie das Schulsystem in Kroatien mit dem in Kanada oder Deutschland vergleichen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich habe schon etwas darüber gesagt. Die Grundschule in Kanada dauert 6 Jahre, und dann gibt es 6 Jahre Mittelschule. Die zwei sind verschiedene Institutionen, wie hier. Alle Mittelschulen sind generell und haben das gleiche Programm, und man besucht meistens die Schule, die am nächsten ist. Manche Schulen gelten als besser, und es gibt auch sehr viele katholische Grund- und Mittelschulen, was in Kroatien nicht der Fall ist. In Englischstunden lernt man sehr wenig Grammatik, und die meisten Kanadier haben keine Ahnung, was ein Substantiv oder Objekt ist. In Kroatien ist das ganz anders. In Kanada lernen die Schüler meistens, wie man Essays schreibt, und sie lesen viel. In allen Schulen kann man die meisten Fächer wählen, nur einige sind ein Muss (wie Englisch und Mathematik). Fremdsprachen sind überhaupt nicht wichtig. Man lernt ein bisschen Französisch in der Mittelschule, aber die meisten vergessen es sehr schnell. Es gibt aber Schulen, wo der Unterricht ganz in Französisch oder Spanisch ist. Kanada ist doch ein Land der Immigranten. &lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würden sie in Deutschland arbeiten? Wenn ja, warum?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, sehr gerne! Ich würde gerne in vielen verschiedenen Ländern arbeiten. Deutschland gefällt mir besonders, weil ich Deutschlehrerin bin, und für mich wäre es perfekt, die Sprache noch besser zu lernen. Deutschland ist mir ganz nah, denn ich habe Deutsch studiert und ich weiß viel über das Land. Ich wäre sehr glücklich, wenigstens 6 Monate in Deutschland zu arbeiten. Mehr wäre sogar besser. Es ist immer eine tolle Erfahrung, in einer anderen Kultur zu leben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Gal, ich bedanke mich sehr, dass Sie Zeit fanden, über Ihrer Job und bisherige Erfahrung als Lehrerin zu sprechen.&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6039635911981727611?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6039635911981727611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6039635911981727611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/das-internationale-leben-einer-lehrerin.html' title='Das internationale  Leben einer Lehrerin'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-2955874538540964425</id><published>2010-03-17T06:42:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:43:38.395-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Die lautlose, unsichtbare Gefahr</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von Andrea Cakic&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist kurz nach sieben Uhr und die Sonne scheint durch die Jalousien, es ist Anfang Juli. Ein wunderschöner Sommertag nimmt langsam seinen Lauf. Der Wecker klingelt und die Musik ertönt leise aus dem Radio. Robert steht auf und macht sich für die Arbeit fertig. Die Wettervorhersage für heute lautet: 38 Grad Celsius. Man soll  viel Wasser trinken und am besten bis 17h Nachmittags nicht aus dem Haus gehen, da die Gefahr vor einem Hitzeschlag sehr groß ist. Die meisten von Roberts Freunden sind schon verreist und er soll auch bald an die Adria fahren, aber zunächst erhofft er sich einen ruhigen Arbeitstag ohne Zwischenfälle.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Um acht Uhr klingelt jemand an der Tür. Das kann nur Igor der Krankenpfleger sein, der Robert zur Arbeit abholt. Robert ist ein junger Arzt, der erst vor ein und halb Monaten sein Medizinstudium zu Ende gebracht hat und seit kurzem bei der Firma „Tornado“ beschäftigt ist. „Tornado“ ist ein Privatunternehmen für Minenräumung in Kroatien. Der Arzt Robert begleitet gemeinsam mit einer Krankenschwester und einem Krankenpfleger das Minenräumungsteam der Firma „Tornado“ bei ihrer Räumungsaktion in einem kleinen Dorf im Osten Slawoniens.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Seit dem sogenannten „kroatischen Heimatkrieg“ sind schon fünfzehn Jahre vergangen, jedoch findet man immer noch dessen Spuren im alltäglichen Leben der Kroaten. Es leben derzeit Hunderttausende in Kroatien, bei denen sich in der unmittelbaren Nähe ihrer Häuser die Minenfelder befinden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Es ist bald Mittag und das Räumungsteam, das sich in kleinere Gruppen aufgeteilt hat, ist jetzt schon seit Stunden auf dem Acker, im Wald und auf den umliegenden Wegen und macht seine Arbeit. Robert, die Krankenschwester Marija und der Krankenpfleger Igor unterhalten sich über ihre Urlaubspläne, spielen Karten, hören Musik oder schweigen einfach und entspannen, um sich die Zeit zu vertreiben, denn schließlich arbeiten sie heute bei dieser Hitze bis um 18 Uhr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Aber kann man wirklich bei dieser unsichtbaren Gefahr, die um sie herum ist, entspannen? Robert hat früher selten über die Minen nachgedacht und hat die Stelle des Begleitarztes  angenommen ohne viel zu überlegen. Die Bezahlung ist gut, man sitzt nur den ganzen Tag herum und betet zu Gott, dass keiner aus dem Team auf eine Mine tritt. Bei diesem letzen Gedanken läuft es ihm kalt den Rücken herunter und er versucht an etwas Schönes zu denken. Jedoch die drohende Gefahr wird ihm immer bewusster, schließlich befinden sie sich nun lediglich 20 Minuten vom Zentrum seiner Stadt Osijek. Es ist eine Stadt im Osten Kroatiens in der heute etwa 150 000 Menschen leben und über 50 000 Studenten studieren. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Kaum Einer kann sich vorstellen, wie nahe ihrem Lebensraum die lautlose Gefahr der Minen lauert. Robert wurde in Osijek geboren, lebt sein ganzes junges Leben dort; er verbrachte die gesamte Zeit während des Krieges im Keller seines Hochhauses und war sehr froh als diese schrecklichen Zeiten vorbei waren. Gerade wird ihm bewusst, dass diese grauenvollen Tage doch nicht ganz vorbei sind und dass sie heutzutage noch schrecklicher sind, da man sich nicht mehr im Krieg befindet, aber die Menschen dennoch den Minen und ihrer Bedrohung jeden Tag ausgesetzt sind. Seit 1991 sind etwa 1900 Personen in Kroatien durch die Minen verletzt worden und zwar 450 von ihnen tödlich, darunter 130 Kinder. Leider gehören solche Ereignisse nicht nur der Vergangenheit an sondern passieren auch öfters in der jüngsten Zeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Nach dem Krieg war schätzungsweise eine Fläche von 7000 km² in Kroatien mit Minen bedeckt. Seitdem wurden hunderte Millionen Euro in die Minenräumung investiert, trotzdem sind heute immer noch ungefähr 1000 km²  vermint. Das bedeutet, dass es etwa 110 000 Minen gibt, die noch geräumt werden müssen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Robert wusste viele von diesen Fakten nicht, als er seine Arbeitsstelle angenommen hat. Im Alltag redet kaum jemand über die Gefahr, die so nahe an unseren Haustüren ist, dass man sie sich gar nicht vorstellen kann. Jedoch hört man immer wieder in den Medien, dass jemand durch die Mine verletzt worden ist. Viele dieser Opfer oder ihre Angehörigen gehen in die Öffentlichkeit und beschreiben, wie schnell das passieren kann, dass man auf eine Mine tritt. Jemand geht mit seinem Hund durch den Wald laufen und landet plötzlich ohne Fuß im Krankenhaus. Ein Bauer geht seinen Acker bestellen und kehrt nie wieder nach Hause, weil er mit seinem Traktor auf eine Mine gefahren ist. Die neugierigen Kinder entfernen sich nur ein bisschen weiter von ihren Haus als erlaubt um zu spielen und zu erforschen und kurz darauf muss man den Eltern beibringen, dass ihr Kind auf eine Mine getreten ist und nie wieder spielen wird. Wenn man auf eine Mine tritt, handelt es sich um Sekunden, die das Leben für immer verändern oder es sogar beenden. In dem Moment begreift man eigentlich nicht was Einem widerfahren ist und erst wenn so etwas passiert, wird den Menschen bewusst, dass die unsichtbare Gefahr um uns lauert und dass keiner vor ihr sicher ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Es ist 18 Uhr, der Arbeitstag ist erfreulicherweise gut verlaufen. Keine bedeutendere Intervention, außer Verabreichung einiger Schmerzmittel und Versorgung eines Teammitgliedes, der einen Sonnenstich bekommen hat. Robert ist zufrieden und erleichtert, er kann für heute beruhigt nach Hause gehen. Dennoch ist er sich bewusst, dass es noch Jahrzehnte lang dauern wird bis seine Heimat von den Minen befreit wird. Bis dahin werden seine Landsleute der lautlosen und unsichtbaren Gefahr der Minen gnadenlos ausgesetzt sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-2955874538540964425?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2955874538540964425'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2955874538540964425'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/die-lautlose-unsichtbare-gefahr.html' title='Die lautlose, unsichtbare Gefahr'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-703586464190580373</id><published>2010-03-17T06:34:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:39:01.089-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><title type='text'>Insgesamt 14 mal umgezogen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link style="font-family: courier new;" rel="File-List" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link style="font-family: courier new;" rel="Edit-Time-Data" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_editdata.mso"&gt;&lt;!--[if !mso]&gt; &lt;style&gt; v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt; 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Der Heimatkrieg zwang sie und ihre Familie Bosnien zu verlassen und nach Deutschland zu fliehen. &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;Frau Radman, sie sind in Bosnien geboren. Warum mussten sie nach Deutschland gehen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nun, als der Heimatkrieg ausbrach, musste ich mit meiner Familie nach Deutschland fliehen. Wir sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen im Jahre 1991, weil das Leben in Bosnien nicht mehr sicher war. Während des Krieges war es sehr schwer für uns einen klaren Kopf zu haben, doch wir entschlossen uns nach Rosenheim zu gehen, da wir dort schon einige Verwandte hatten. Sie haben uns Unterkunft und Unterstützung gegeben. Nach Deutschland sind wir mit dem Flugzeug gereist; zuerst ich mit meinen zwei Kindern und ein paar Wochen danach kam auch mein Ehemann zu uns.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir war Ihr Leben in den ersten paar Wochen in Deutschland?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es war schrecklich. Wir mussten unser Heimatland verlassen und wir haben alles verloren, was wir dort besaßen. Nun befanden wir uns in einer völlig neuen Umgebung, wo wir unser Leben neu anfangen mussten. Wir waren noch immer unter Schock wegen der ganzen Sache, doch unsere Verwandten haben uns unterstützt, wo immer sie auch konnten. Wie schon gesagt, sie haben uns Unterkunft gegeben bis wir eine Bleibe fanden. Natürlich konnten wir ja nicht ewig bleiben, denn unsere Verwandten hatten auch ihre eigenen Probleme. So gingen wir in ein Wohnheim, wo man viele Nationalitäten finden konnte; Türken, Russen, Chinesen, und viele andere.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was können Sie mir über Ihr Leben im Wohnheim sagen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Tja… es war wirklich voll. Wohin man auch schaute, es wimmelte von Menschen. Es kam mir vor, als ob die ganze Welt hier wäre, denn es gab einfach so viele Menschen, die aus verschiedenen Ländern kamen. Sie haben sicherlich ein ähnliches Schicksal wie wir erlebt. In dem Wohnheim hatten wir nur ein kleines Zimmer. Wir mussten das Bad und die Küche mit den anderen Mitbewohnern teilen. Aber das war uns völlig egal, denn das Wichtigste war, dass ich und meine Familie zusammen waren.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatten sie in Deutschland jemals einen festen Wohnsitz?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, aber das dauerte eine Weile. Zuerst wohnten wir bei mehreren Verwandten; in Bielefeld, Bochum, Stuttgart und Rosenheim. Wie sie sehen, haben wir schon vier Städte gewechselt. Dann kam die Zeit, in der wir in Wohnheimen wohnten. Dort mussten wir uns wieder mal auf ein ganz anderes Leben einstellen. Da ja viele andere Ausländer nach Deutschland kamen und somit die Wohnheime voll waren, wurden wir in andere Wohnheime versetzt. Insgesamt haben wir in etwa fünf Wohnheimen gewohnt. Außerdem haben wir auch ein paar Wohnungen gewechselt. Die letzte Wohnung war auch unser fester Wohnsitz. Diese Wohnung war in Gelsenkirchen, in der Polsumer Straße.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben sie und ihr Ehemann in Deutschland etwas gearbeitet?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja. Meinen Unterhalt habe ich als Putzfrau verdient. Das bereitete mir überhaupt keine Schwierigkeiten, denn ich arbeitete auch in Bosnien als Putzfrau. Außerdem mag ich es, wenn alles schön blitzblank und sauber ist. Mein Ehemann ist Automechaniker und er hat eine Stelle bei einem Auto-Service gefunden. Außerdem habe ich auch auf Kinder aufgepasst.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erzählen Sie mir doch bitte, wie das Aufpassen von fremden Kindern so war?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich muss gestehen, dass es mir große Freude bereitete, auf Kinder aufzupassen. Ich liebe einfach Kinder und es gibt für mich nichts Schöneres als mit Kindern zu spielen. Die Kinder, auf die ich aufpasste, liebten mich einfach. Ich erinnere mich, wie sie mich Tante Gordana nannten, obwohl wir ja nicht verwandt waren. Das fand ich so süß. Ich hab’ ja auch zwei eigene Kinder und somit war es mir auch viel leichter, Kinder zu verstehen. Aber trotzdem war es eine große Verantwortung, auf fremde Kinder aufzupassen. Gott sei Dank verlief alles gut.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommt es, dass sie nach Kroatien kamen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nun, unsere Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland ist abgelaufen. Wir lebten dort fünf Jahre lang, doch wenn wir nur noch ein Jahr länger geblieben wären, hätten wir eine deutsche Staatsangehörigkeit bekommen. Aber es ist, wie es ist. Hauptsache ist, dass wir zusammen bleiben, wohin wir auch gehen. Nach dem Krieg kamen einige Verwandte nach Kroatien und somit entschlossen wir uns, auch dort hinzugehen. Im Jahre 1997 sind wir in Kroatien angekommen, um wieder ein mal ein neues Leben zu beginnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie haben sie sich in diesem neuen Land zurechtgefunden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es war wie in Deutschland, denn wir mussten alles von vorne an anfangen. Wir wohnten wieder mal bei einigen Verwandten und wechselten ein paar Wohnungen. Doch das größte Problem war, sich an das neue Leben in Kroatien zu gewöhnen, denn es ist einfach anders als in Deutschland. Das Leben ist hier irgendwie schwieriger.&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe, dass sie schon oft umgezogen sind und mehrmals ein neues Leben anfingen. Was gibt Ihnen die Kraft, solche Hindernisse zu überwinden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt. Wenn ich jetzt alles schön zusammenzähle, dann sind wir insgesamt 14 mal umgezogen. Immer wieder mussten wir unsere Sachen packen und eine Bleibe suchen. Manchmal fühlte ich mich wie ein ewiger Siedler, der ständig von einem Ort zum anderen zieht. Gott sei Dank haben wir endlich auch unser eigenes Haus gefunden. Doch die Liebe zu meinen Kindern und der feste Glaube an Gott hat mir immer neue Kraft gegeben. Außerdem hat mich das Leben in Deutschland und Kroatien stärker gemacht. Was auch immer im Leben kommt, ich werde es mit meiner Familie zusammen durchstehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-703586464190580373?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/703586464190580373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/703586464190580373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/insgesamt-14-mal-umgezogen.html' title='Insgesamt 14 mal umgezogen'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-720174721228298134</id><published>2010-03-17T06:25:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T07:08:36.877-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Die Deutsch-Kroatische Lebensberatung in Österreich</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Marina Antunović&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nun zweifache Mutter Slavica Ilić aus Knittelfeld in Österreich ist seit über zwei Jahren als Dolmetscherin für die kroatische Sprache im «Verein für psychische und soziale Lebensberatung» tätig.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Ilić, Sie leben schon sechs Jahre in Österreich und seit zwei Jahren sind Sie als Dolmetscherin eingestellt. Weshalb haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Es gibt so viele meiner Landsleute dort, die nach Österreich kamen, heute aber noch (nach über 16 Jahren) wegen mangelhafter Deutschkenntnisse ihre privaten Probleme einer berechtigten Person dieses Faches nicht ausdrücken können, sich aber helfen lassen möchten. Ich bin froh, wenn ich in solchen Fällen eingesetzt werde, um zu einer schnelleren Lösung ihrer Probleme zu verhelfen. &lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? Haben Sie eine Dolmetscherausbildung absolviert?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich bin ich keine diplomierte Dolmetscherin, aber ich hatte Glück, dass man die Muttersprache auf hohem Niveau beherrscht sowie fließend, ja fast perfekt, Deutsch sprechen sollte. Da ich diese Ansprüche in jeder Hinsicht erfüllt habe, setzte sich ein einheimischer Bekannter im Verein für mich ein und ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lief dieses Vorstellungsgespräch ab? Mussten Sie die vom Verein gestellten Forderungen unter Beweis stellen?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ja, natürlich. Man drückte mir einen Text in kroatischer Sprache in die Hand, den ich anschließend in geschriebener Form in das Deutsche übersetzen sollte. Logischerweise hatten die Herrschaften dort «den Lösungstest» schon vorliegen, es war aber diese Art vom Test, um ihnen die Sicherheit zu geben, meine Tätigkeit in diesem Verein auch gut meistern zu können.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beschreiben Sie uns, wie Sie die deutsche Sprache erworben haben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Während des Bürgerkriegs in Bosnien und Herzegowina fanden damals meine Eltern, meine Schwester und ich Zuflucht in Deutschland. In diesen sieben Jahren besuchte ich regelmäßig eine deutsche Schule. Ich habe mich sehr gut und sehr schnell durch meinen Ehrgeiz integrieren können. Dieses verhalf mir dazu, die deutsche Sprache in Schrift und Sprache zu bewältigen.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit welcher Art von Sorgen kommen ihre Landsleute zu ihrem Arbeitsort?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Nun, es sind verschiedene Bereiche von Thematik. Die meisten jedoch handeln von Beziehungsproblemen zwischen den Partnern oder von traumatischen Ereignissen aus dem Bürgerkrieg in Bosnien und Herzegowina. Es gibt auch Klienten mit Integrationsproblemen, aber zu den oben angeführten Beispielen darf ich mich nicht tiefer äußern, denn ich unterliege ebenso wie meine Kollegen (Psychologen, Psychiater, Therapeuten) einer absoluten Schweigepflicht. &lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie verläuft ein solches Seelsorgetreffen ab und wo findet es statt?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ein solches «Treffen» findet ausschließlich in den Räumen des erwähnten Vereins statt. Es ist mehr oder weniger eine Art «Kaffeekränzchen» unter Freunden, die gemeinsam zur Lösung des (Haupt)Problems verhelfen. Ich sage bewusst «Kaffeekränzchen», denn es wird dem Klienten unter anderem auch etwas zu trinken angeboten, natürlich nur alkoholfreies (lacht). Der Klient kann es sich auch gemütlich machen, sprich sich hinlegen oder auch sitzen bleiben. So ein «Service» ist in anderen Vereinen aber nicht so selbstverständlich. &lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie meinen Sie das?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Es ist uns wichtig, dass der Klient sich bei uns in erster Linie wohl fühlt, um Vertrauen zu uns aufbauen zu können. Man erzählt doch schließlich nicht jeder Menschenseele oder einem Fremden gerne von seinen Intimitäten. Wir verdeutlichen mit dieser Atmosphäre, dass man mit Kummer und Sorge zu uns kommen kann und es uns am Herzen daran liegt, so gut wie möglich diese auch aus der Welt zu schaffen.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dürfen Emotionen bei solchen Treffen mit im Spiel sein? Immerhin sind es bewegende Momente…&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Auch ich bin Mensch und keine Übersetzungsmaschine. Es lässt mich nicht kalt, wenn jemand zum Beispiel von einer Vergewaltigung erzählt und in Tränen ausbricht. Auch mir ist in meiner Tätigkeit als Dolmetscherin eine oder mehrere Tränen vom Gesicht geflossen – das ist schon erlaubt. In so einem Moment wird eine kleine Pause gemacht, bis der Klient sich wieder «gesammelt» hat und fortfahren kann. Ich muss natürlich konzentriert meine Arbeit «weitermachen» und zu Ende führen.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie verarbeiten Sie ihr Mitgefühl?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Der Verein bietet uns Dolmetschern ein so genanntes Reflexionsgespräch nach dem Treffen. In diesem Gespräch werden wir Dolmetscher anschließend selber therapiert - es findet jedoch statt, nachdem die Stunde mit dem Klienten beendet ist. Ich bringe dann den bewegendsten Moment aus meiner Sicht hervor, der mich nach dem Treffen bedrückt. Es ist aber so eine Sache mit uns Dolmetschern: wir müssen uns selbst im klaren sein, dass es «nur» unsere Arbeit ist und danach die Emotionen im Zusammenhang mit dem Klienten abgestellt werden müssen, um im Privatleben normal weiterfunktionieren zu können.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben Sie geregelte Arbeitszeiten oder werden Sie nach Bedarf zur Hilfe geholt?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich arbeite auf Teilzeitbasis, das heißt ich werde je nach Bedarf eingesetzt.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie oft stehen Sie, schätzungsweise, dem Verein monatlich zur Verfügung?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Es kommt vor, dass ich vier bis fünf Mal im Monat dolmetschen muss, aber das hängt natürlich von der Klientennachfrage ab. Manchmal vergehen aber auch ein bis zwei Monate, ohne dass meine Übersetzungshilfe benötigt wird.&lt;/span&gt;&lt;span style=" font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sind ja neben diesem Beruf Hausfrau und Mutter zweier Kinder. Wie bringen Sie das alles unter einem Hut?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ein solches Treffen wird nicht kurzfristig festgelegt. Es wird ein nächstmöglichstes Datum vereinbart, der uns allen am günstigsten erscheint. Somit habe ich freie Hand bei der Organisation meiner Arbeitszeiten im Voraus und unter anderem kann ich rechtzeitig für meine Kinder einen Babysitter engagieren.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-720174721228298134?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/720174721228298134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/720174721228298134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/die-deutsch-kroatische-lebensberatung.html' title='Die Deutsch-Kroatische Lebensberatung in Österreich'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-764322152047579205</id><published>2010-03-17T06:17:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:23:58.799-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Neuer Beginn in einem fremden Land</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5CKorisnik%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-hyphenate:none; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:AR-SA;} @page Section1 	{size:595.25pt 841.85pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 70.85pt 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Obična tablica"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Von Tanja Ivković&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Viele sind wegen besserer Lebensumstände in den 60ern und auch wegen des Krieges in den 90er Jahren des zwanzigsten Jahrunderts aus Jugoslawien nach Deutschland emigriert. Eine von diesen Emigranten ist auch Justinia, die aus sozialen Gründen emigrierte. Justinia und ihre Familie verließen ihre Heimat auch wegen der ungünstigen politischen Situation, um eine bessere Zukunft in einer demokratischen Gesellschaft zu finden. Ich habe Justinia interviewt, weil sie 42 Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet hat. Sie lebt bis heute mit ihrer Familie in Deutschland. Justinia kann vielen Menschen ein gutes Beispiel geben, wie sie ihr Leben verbessern können. Sie hat mich angeregt, Deutsch zu studieren und sie war immer mein Vorbild, wegen ihrer Ausdauer und Offenheit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Justinia, wann und warum sind Sie nach Deutschland gezogen?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich habe das ehemalige Jugoslawien im Jahr 1968 verlassen, als ich 26 Jahre alt war. Das war die Zeit als viele Leute aus Jugoslawien emigrierten und meistens sind sie nach Deutschland gegangen. Ich bin, wie viele andere aus sozialen Gründen emigriert. Ich habe gehört, dass man in Deutschland viel mehr Geld, als in Kroatien verdienen kann und dass man seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen kann. Kroatien war damals ein sozialistisches Land, Arbeiterlöhne waren nicht so gut wie in Deutschland und in den anderen kapitalistischen Staaten. Ich bin mit meinem Ehemann und meiner Tochter nach Frankfurt gezogen. Einige unserer Verwandten waren schon in Frankfurt und anfangs haben wir bei ihnen gelebt, bevor wir zu arbeiten angefangen haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Worauf haben Sie gehofft beim Umzug nach Deutschland?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Wir erhofften uns, dass wir nicht nur in einer besseren Gesellschaft leben würden und mehr verdienen würden, sondern auch dass wir unsere Kinder in einer sicheren Gesellschaft aufbringen können. Wir hofften auch, dass wir gut von der Gesellschaft akzeptiert werden und dass wir viele gute Leute kennenlernen werden. Mein Ehemann und ich haben unsere Tochter Romana in den Kindergarten geschickt, weil meine Eltern nicht mit uns in Deutschland waren. Es war ein bisschen schwierig, ein Kind ohne Hilfe der Großeltern zu erziehen weil wir beide arbeiten mussten. Als wir begonnen haben zu arbeiten, haben wir uns eine kleine Wohnung kaufen können. Ich wusste auch, dass wir sehr viel arbeiten werden müssen, aber ich wusste, dass man uns dafür auch bezahlen würde. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wo haben Sie gearbeitet?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich habe als Krankenschwester in einem umliegenden Krankenhaus gearbeitet. Der Lohn war am Anfang nicht so gut, aber es war viel höher als in Kroatien. Ich musste auch Überstunden machen und es war sehr schwierig, jedoch wurde man sehr gut für diese Überstunden bezahlt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie wurden Sie am Arbeitsplatz behandelt?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;Die Arbeitsbedingungen waren sehr gut. Ich brauchte ein bisschen Zeit am Anfang, um mich an die sogenannte deutsche Schnelligkeit, an dieses Tempo des Lebens zu gewöhnen. Ich habe sehr viel gearbeitet auch an Wochenenden. Ich war bereit viel zu arbeiten, aber ich war auch sehr gut dafür bezahlt. Zu dieser Zeit konnte man sehr viel verdienen und sehr gut davon leben, wenn man fleißig war. Die Leute mit einer besseren Bildung hatten auch bessere Löhne, aber für mich war mein Lohn&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;sehr befriedigend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie würden Sie ihren Job in Kroatien mit dem Job in Deutschland vergleichen?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Der Unterschied zwischen meinem Job in Kroatien und dem in Deutschland ist sehr groß. Man wird in Deutschland viel besser bezahlt als in Kroatien für den gleichen Job und die Arbeitsbedingungen sind auch viel besser. Als ich nach Deutschland kam, habe ich erst bemerkt dass es in Deutschland neuere Maschinen, neuere Betten und größere Räume gibt.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;In Kroatien, muss ich gestehen, gibt es auch Nepotismus, also man bevorzugt immer seine Verwandten bei der Arbeit und das gibt es in Deutschland überhaupt nicht. In den kroatischen Krankenhäusern musste es auch, ich weiß nicht ob es immer noch so ist, eine bestimmte Anzahl von nationalen Minderheiten geben und in Deutschland ist es nur wichtig, dass man ein guter Arbeiter ist. In Deutschland muss man viel arbeiten und die Konkurrenz ist sehr groß, wodurch ich gezwungen war, ehrlich zu arbeiten. In Kroatien und im ehemaligen Jugoslawien waren die Arbeiter sehr beschützt und man konnte keine Kündinung bekommen, wenn man ein Mitglied der Partei war. In Deutschland war es nicht wichtig ob man Deutscher oder Kroate war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeiter in Deutschland und in Kroatien?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Das Verhältnis zwischen den Angestellten und einem Arbeitgeber in Deutschland ist sehr korrekt. In Kroatien waren die Arbeiter sehr beschützt und man konnte sich auch leisten, ein schlechter Arbeiter zu sein, aber man konnte das nicht in Deutschland machen. Jeder musste seinen Job korrekt und gut machen und dann würde man sehr viel verdienen, und wenn einer nicht arbeiten wollte, dann wurde er gefeuert. Am Anfang scheinen die Arbeitgeber alle sehr berechnet und kalt zu sein, aber wenn man sie ein bisschen kennenlernt, dann sieht man, dass sie sehr professionell sind. Ich habe niemals eine schlechte Erfahrung gemacht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie waren sie mit dem Lohn und mit der Arbeit zufrieden?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich war sehr zufrieden, ich hatte genug Geld meine 2 Kinder, Romana und Renata, in guten Schulen und an eine gute Universität zu schicken. Die Löhne in Deutschland sind hoch, aber die Preise sind auch hoch. Ungeachtet dessen, hatten wir genug Geld, im Winter Ski laufen zu gehen und im Sommer die kroatische Küste zu besuchen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hatten sie Probleme mit der Sprache an ihrem Arbeitsplatz?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ja, ich hatte sehr viele Probleme mit der Sprache und Aussprache, weil ich in Kroatien kein Deutsch gelernt hatte. Aber mein Ehemann sprach sehr gut Deutsch und er und meine zwei Töchter halfen mir sehr viel. Innerhalb eines Jahres habe ich Deutsch gelernt. Ich konnte mich mit den anderen Leuten gut verständigen. Wenn man als Krankenschwester arbeitet, ist es sehr wichtig, dass man seine Patienten versteht und dass man mit seinen Patienten kommunizieren kann. Manchmal hängt das Leben des Patienten davon ab. Die Patienten waren mein größtes Motiv, Deutsch zu lernen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was hat euch die Arbeit in Deutschland ermöglicht und was hat sie erschwert?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Es war für mich sehr schwierig, weil ich meine Eltern nicht sehen konnte. Ich habe sie nur einmal pro Jahr gesehen. Die Arbeit in Deutschland hat mir ermöglicht, ein angenehmes Leben zu führen und meine Kinder auszubilden. Die Kinder waren in einer Demokratie erzogen und sie haben glücklicherweise den Krieg nicht gesehen. Sie sind in einer liberalen Gesellschaft aufgewachsen und ihnen fehlte es niemals an etwas. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wann sind Sie in Pension gegangen und warum?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich wurde pensioniert wegen eines Unfalls am Arbeitsplatz. Ich habe eine hohe Pension und ich habe genug Geld für die Medikamente und Therapien. Jeden Sommer gehe ich nach Kroatien und ich versuche viel zu schwimmen, wegen meiner Gesundheit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-764322152047579205?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/764322152047579205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/764322152047579205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/neuer-beginn-in-einem-fremden-land.html' title='Neuer Beginn in einem fremden Land'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6647598258890337896</id><published>2010-03-17T06:08:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:16:36.470-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Man fühlt den Unterschied!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von Nikola Vučetić &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ivan wurde 1979 in Kroatien geboren. Er besuchte eine Primär – und eine dreijährige Sekundärschule für Automechaniker. Danach belegte er einen Kurs für eine Schweißerausbildung. In seiner ganzen Schulausbildung hatte er keinen Deutschunterricht. Er hatte keinen Kontakt mit der deutschen Sprache. Ivan ging nach Deutschland zum ersten Mal im Jahr 2003 um dort einen besseren Lohn zu verdienen, heute arbeitet er immer noch dort. Sein Aufenthalt in Deutschland dauert 9 Monate im Jahr, er verbringt nur 3 Monate in Kroatien. Meine Fragen wurden auf Deutsch gestellt und seine Antworten auf Kroatisch wiedergegeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Ivan, was hat dich motiviert nach Deutschland zu gehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Schwierige Frage. Eines Tages sah ich mich in meiner Kleinstadt um. Vieles kam mir monoton vor. Egal wo man hinging, sah man die selben Gesichter am selben Schanktresen. Wir in Kroatien haben eine merkwürdige Mentalität, jeder der hier wohnt sagt, dass die Leute kein Geld haben und alle arm sind, aber jeder trinkt in der Kneipe. Die Leute hier reden viel und tun wenig. Ich bin noch immer jung (lachen), aber vor fünf Jahren fühlte ich mich, als ob mir alle Türen geöffnet waren und beschloss nicht hier zu verrotten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Und fandest du dich in Deutschland mit der Arbeit und dem Leben  zu recht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ich muss gestehen, dass es am Anfang schwierig war. Deutschland und Kroatien sind so verschieden. Die Sprache habe ich nicht verstanden, der Rhythmus des Lebens ist dort sehr schnell, die Leute arbeiten viel und ein Job auf der Baustelle ist hart… Aber die Zeit verging und ich gewöhnte mich an die schweren Umstände. Alles ist eine Sache der Gewohnheit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Welche Unterschiede zwischen Deutschen und Kroaten hast du bemerkt?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Beide Völker haben ihre guten und ihre schlechten Seiten. Die Deutschen arbeiten nur, die Kroaten reden viel und machen wenig. Die Deutschen sind präzise und zuverlässig, die Kroaten machen so manches nur um es zu tun. Aber die Deutschen haben kein Temperament, ihre Musik kann ich mir schlecht anhören, sie haben keine schärferen Nationalgerichte, was mir fehlte. Na ja, keiner ist perfekt, aber die Kroaten sind in einigen Sachen und Sichtweisen eher konservativ. Man fühlt den Unterschied!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wie steht es mit deinem Deutsch?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ich kann dich gut verstehen, ich verstehe eigentlich ganz gut die Sprache. Wenn irgendetwas von mir verlangt wird, erledige ich es ohne Probleme. Ich habe Probleme Wörter mit diesen Buchstaben mit zwei Punkten drauf auszusprechen, aber eigentlich habe ich keine größeren Probleme bei der Aussprache. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Liest du irgendwelche Zeitungen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Das ist mir zu schwierig. Wenn ich Sätze sehe, kann ich nur einige Wörter verstehen und dann deute ich den Satz. Das Lesen fällt mir schwer, weil ich nicht auf eine Sprache gewöhnt bin, die nicht geschrieben wird, wie man sie ausspricht, im Gegensatz zum Kroatischen. Wir schreiben Wörter wie wir sie hören und aussprechen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Mit wem arbeitest du in Deutschland am meisten zusammen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Allen möglichen Leuten. Nicht nur mit Deutschen und Kroaten, sondern auch mit Polen, Russen und Türken. Aber wir als Gastarbeiter halten uns immer eng zusammen, denn erste Hilfe bei irgendetwas kommt von der gleichen Schicht in der du auch bist. Aber wir machen auch Streiche zusammen, so haben wir einmal einem Kollegen, der Türke war, seine Toilettenflasche versteckt. (lautes Lachen)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Gibt es noch witzigere Streichgeschichten?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Es gibt viele, denn würden wir uns nicht auf der Arbeit ein kleinwenig amüsieren, würden wir alle verrückt werden, aber nicht nur auf der Arbeit, sondern auch danach. Ich arbeite mit vielen verrückten Typen zusammen. Einmal hatten zwei meiner sechs Zimmergenossen auf dem selben Tag Geburtstag. Sie wussten das nicht vorher, so dass beide mit der Gruppe ein wenig feiern wollten, aber sie haben keinem etwas gesagt und kauften zu viel Alkohol. Alle sechs kamen drei Tage, jeden morgen betrunken zur Arbeit. Ich habe gehört, dass diese zwei noch immer zusammenarbeiten und beste Freunde geworden sind. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wie fühlst du dich, wenn du wieder in Kroatien bist&lt;/span&gt;?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Bestens! Wenn ich an Feiertagen nach Kroatien komme und alle Löhne auf dem Konto sind, ist das ein gutes Gefühl. Meine Familie wiederzusehen ist auch schön, ich bringe ihnen immer Sachen aus Deutschland, die es in Kroatien gar nicht zu kaufen gibt. Dann sind sie immer wie kleine Kinder und haben immer tausende Fragen. Und doch, nach einer Woche zieht es mich wieder irgendwo hin. Ich habe das Bedürfnis zu reisen, auf der Straße zu sein, keine Ahnung von wo es kommt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wie sind Kroaten zu Hause und wie in Deutschland?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Viele meiner Kollegen sind in Deutschland nur um zu arbeiten und weil sie daran nicht gewöhnt sind, sind sie ziemlich durchgeknallt. Sie trinken viel und gehen in „öffentliche Häuser“… Ich persönlich trinke nicht, einen Damenbesuch mache ich hin und wieder, aber ich verstehe diese Leute. Sie würden durch einen solchen Lebensstil verrückt werden, sie sind nicht zu Hause bei ihren Familien, sie arbeiten 10 bis 12 Stunden am Tag, sind bis zu 9 Monaten im Ausland, da muss man hin und wieder einen trinken. Wegen dieser schweren Bedingungen halten diese Leute auch so eng zusammen. Aber eine Sache habe ich bemerkt. Wenn sie in Deutschland sind, reden sie nur über Kroatien und wenn sie in Kroatien sind, reden sie nur über Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wie lange willst du noch  in Deutschland arbeiten?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Noch ein Paar Jahre. Ich kann mir das ganze Leben dort nicht vorstellen. Ein Paar Jahre werde ich noch aushalten und mir etwas sparen, ein eigenes Haus in Kroatien bauen, ein gutes Auto kaufen und mir eine Arbeitsstelle in Kroatien suchen. Alles andere, hoffe ich, wird von selbst kommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6647598258890337896?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6647598258890337896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6647598258890337896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/man-fuhlt-den-unterschied.html' title='Man fühlt den Unterschied!'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6508318251767240239</id><published>2010-03-17T05:51:00.000-07:00</published><updated>2010-03-17T06:40:10.425-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Erfahrungen eines bosnischen Flüchtlings während und nach den Kriegsjahren in Ex - Jugoslawien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Nach ganzen 8 Jahren mussten Herr Vranjić und seine Familie wieder nach Bosnien zurückkehren. &lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: courier new; text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;                    &lt;/div&gt;&lt;p class="Tijeloteksta21" style="font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was glaubten Sie, als sich die ersten Anzeichen eines möglichen Krieges bemerkbar machten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: normal;" lang="DE"&gt;Als die ersten Anzeichen eines Konfliktes zwischen den Serben und Kroaten zum Vorschein kamen, wuβte ich sofort, dass auch Bosnien darunter leiden wird, falls es zu einem Krieg kommen würde.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-weight: normal;" lang="DE"&gt;Unsicherheit lag in der Luft, doch niemand konnte zu diesem Zeitpunkt vorhersehen, dass es zu einem Krieg kommen wird. Ich war dennoch bereit, alles was ich in diesem Augenblick besaβ, zurückzulassen und ins Ausland zu flüchten. Obwohl mir viele Freunde und Verwandte rieten noch abzuwarten, packten ich und meine Familie die Koffer und warteten auf den richtigen Augenblick, um ins Ausland zu flüchten.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie würden Sie ihre Gefühle damals beschreiben, als Sie in die Schweiz flüchteten?&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Diese Gefühle lassen sich nicht einfach beschreiben. Man flüchtete vor Gewalt, drohendem Kriegsdienst, Perspektivlosigkeit und wegen der völligen Zerstörung der Lebensgrundlagen. Ich musste alles zurücklassen, mein Haus, meine Arbeit, meine Karriere und viele andere wertvolle Dinge. Während der Flucht habe ich sehr viele traumatische Erfahrungen gemacht; ich sah viele Tote, Verwundete, Blut und andere schreckliche Dinge. Meine Familie war zu diesem Augenblick an einem sicheren Ort in Kroatien. Man kann als Mensch in so einer Situation gar nicht begreifen, was und warum alles dies in seinem Umfeld geschieht. Mir fiel ein Stein vom Herzen als ich mit meiner Frau und meinen Kindern in dem Bus saβ, der Flüchtlinge in die Schweiz transportierte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Wie wurden Sie und ihre Familie in der Schweiz als Flüchtlinge aufgenommen?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Zu dieser Frage kann ich nur das Beste über die Schweizer sagen und würde nie sagen, dass die Flüchtlingsrechte miβachtet wurden. Zuerst wurden wir in eine Herberge gebracht, wo auch andere Familien aus Bosnien waren. Ein paar Monate danach wurde jeder Familie eine Unterkunft und eine Arbeitsstelle gesucht, was ich nie geglaubt hätte. Ich arbeitete in einer Fleischfabrik namens „Pizoler“ und war sehr zufrieden mit der Atmosphäre, die am Arbeitsplatz herrschte. Meine Kinder gingen zur Schule wie alle anderen Kinder und meine Ehefrau war eine zufriedene Hausfrau.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Was waren Ihre gröβten Probleme während des Aufenthalts in der Schweiz?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Das gröβte Problem, auf das ich während dieser 8 Jahre stieβ, war die Sprache. Da die deutsche Sprache ohnehin schon eine schwierige Sprache ist, erschwerte mit das „Schwizerdütsch“ (schweizer Dialekt) noch mehr das Erlernen der deutschen Sprache. Ich brauchte fast ein halbes Jahr, um die Begriffe, die ich im Alltag benötige, zu erlernen. Bei der Arbeit fiel es mir leichter, da dort auch andere Ex-Jugoslawen tätig waren. Die Kinder haben die deutsche Sprache, wie auch den schweizer Dialekt sehr schnell erworben und ich konnte mich oft an sie wenden, wenn ich etwas nicht verstanden habe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Wie schwer fiel Ihnen die Rückkehr nach Bosnien?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Die eigentliche Rückkehr fiel mir am Anfang nicht so schwer, denn Bosnien ist und bleibt meine Heimat. Was mir jedoch Sorgen machte, war die Zukunft meiner damals kleinen Kinder. Sie hatten sich gerade in der Schweiz eingelebt und ihre Kindheit in diesem Land verbracht. In der Schweiz hatte fast jeder Einwohner eine Perspektive und eine sichere Zukunft. Nachdem wir im Jahre 2000 zurückgekehrt sind, war ich sehr besorgt, weil ich mir nicht mal in meinen Träumen vorstellen konnte, was mich erwartet. Fast die ganze Stadt Odžak, wie auch die umliegenden Dörfer waren Ruinen, auch mein Haus, das ich nicht wiedererkennen konnte. Trotz den vielen problematischen Situationen, die damals herrschten, wurde langsam alles wieder hergestellt und ich bin heute zufrieden, wie sich meine Heimat von dem Krieg erholt hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Was waren die kulturellen Unterschiede zwischen Ihrer Heimat und der Schweiz?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Ich persönlich habe die schweizer Kultur als eine sehr positive empfunden. Die Schweizer sind im Unterschied zu den Ex-Jugoslawen viel pünktlicher, fleiβiger, präziser und legen viel Wert auf das Detail. Dafür ist die schweizer Kultur auch bekannt geworden, z.B. die schweizer Uhren, die weltbekannt sind. In meiner Heimat sind die Leute viel entspannter, nehmen ihre Arbeit auch ernst, aber mit mehr Gelassenheit. Obwohl es auch innerhalb der Schweiz kulturelle Unterschiede gibt, wie auch in Bosnien und Herzegowina, ist das schweizer Volk meiner Meinung nach eine kompakte und starke Einheit. Dies kann ich heutzutage von meinem Heimatland nicht behaupten. Auch wenn der Krieg jetzt weit hinter uns liegt, ist der Alltag immer noch von Unsicherheit und Vorsicht geprägt.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b&gt;Wo sehen Sie Bosnien und Herzegowina in ca. 10 Jahren?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Ich hoffe, dass mein Heimatland in diesen 10 Jahren die innenpolitischen Komplikationen, die zur Zeit herrschen, überbrückt und somit auch den Beitritt in die Europäische Union schafft. Es fällt fast jedem schwer, ein Optimist zu sein, was Bosnien und Herzegowina betrifft, denn die Arbeitslosenzahl ist sehr hoch, der Lebensstandard niedrig, die Wirtschaft unstabil und die Finanzkrise erschwert den Einwohnern das Leben. Trotz allen Problemen bin ich zuversichtlich, dass es in den nächsten 10 Jahren einen Aufschwung geben wird und dass meine Heimat bald Mitglied der EU sein wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6508318251767240239?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6508318251767240239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6508318251767240239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/erfahrungen-eines-bosnischen.html' title='Erfahrungen eines bosnischen Flüchtlings während und nach den Kriegsjahren in Ex - Jugoslawien'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-3418345191155887483</id><published>2010-03-16T08:27:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T08:33:08.698-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Ein Leben zwischen Deutschland und Kroatien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Ich spreche mit ihnen über die Schwierigkeiten, die ein solches Leben im Ausland mit sich bringt und die Auswirkungen auf ihre Familie.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr und Frau Podbarac&lt;/b&gt;, &lt;b style=""&gt;zuerst möchte ich gerne mehr über ihre Auswanderung erfahren. Wann und wie kam es dazu, dass sie ihr Heimatland Kroatien verließen?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Bei mir war das 1970, da war ich 21 Jahre alt und das Osijeker Arbeitsamt bot mir eine Stelle bei Mercedes-Benz in Stuttgart an. Da es hier für mich wenig zu tun gab, beschloss ich, es zu versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und aus welchen Gründen haben sie Osijek verlassen, Frau Podbarac?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Ich war noch sehr jung als ich mich in Dušan verliebt habe. Das war 1973, ich war 17 und wir haben geheiratet. Mir blieb also nichts anderes übrig als ihm zu folgen. Ich habe zuerst in einem Restaurat bei unseren Bekannten als Köchin gearbeitet. Da ich in Kroatien meine Ausbildung zur Köchin bereits beendet habe, war es kein großes Problem für mich Arbeit zu finden. Und da unsere Bekannten auch Kroaten sind, hat mir die Sprache auch kein Problem bereitet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Wie sahen Ihre Pläne damals aus? Wollten sie für immer bleiben?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Nein, auf keinen Fall. Wie wollten lediglich Geld verdienen, um uns in Osijek ein Haus bauen und einen Familie gründen zu können. Das Haus haben wir zwar gebaut, jedoch etwas später. 1974 kam dann unser Sohn Saša zur Welt und meine Frau zog zurück nach Kroatien.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und wie war das für Sie, eine Ehe auf Distanz zu führen?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Sowohl für mich, als auch für meinen Mann und unser Kind war das sehr schwierig. Dank der Arbeit meines Mannes im Ausland waren wir finanziell zwar abgesichert, doch alleine in einem so großen Haus zu leben und das auch noch mit einem kleinen Kind, das war nicht so einfach.  &lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: courier new; text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: courier new; text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Dušan: Für mich war das auch nicht so leicht; ich habe viel gearbeitet und zu Hause war ich auch immer alleine. Es war viel schwerer, als wir uns das vorgestellt haben. &lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;Und wie war das für Sie mit der Sprache, Herr Podbarac? Hat Ihnen das Schwierigkeiten bereitet?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Ja, sehr. Ich habe zuerst natürlich nichts verstanden. Doch ich war ehrlich gesagt auch nicht sehr motiviert die deutsche Sprache zu erlernen. Wie gesagt, ich wollte ja nicht lange bleiben. Ausserdem habe ich mit vielen Kroaten, Bosniern und Serben gearbeitet, mit denen ich mich in meiner Muttersprache verständigen konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Haben Sie sich gut eingelebt oder fühlten sie sich nicht integriert?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Ich habe mich wegen der vielen Arbeit zuerst nicht richtig einleben können, aber das war eher ein zeitliches Problem. Doch die Deutschen haben mich und meine Kollegen sofort gut aufgenommen und wir wurden in die Gesellschaft integriert. Ich habe mich schon sehr früh in Deutschland wohl gefühlt. Das war ja für mich damals eine große Chance dort zu arbeiten und so kam es auch dazu, dass wir uns unsere Rente in Deutschland erarbeitet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und was haben Sie in der Zwischenzeit getan, Frau Podbarac?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Eigentlich nicht viel. Ich habe unser Kind erzogen und versucht für ihn Mutter und Vater zu sein. Was natürlich sehr schwierig war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und wann sind Sie nach Deutschland zu Ihrem Mann gekommen?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Das war 1991. Wir hatten damals schon unser drittes Kind bekommen. Saša und unser zweiter Sohn, Stevica, gingen in Osijek zur Schule. Saša hat sogar hier angefangen zu studieren und Stevica schloss hier die 8. Klasse ab. Ivana besuchte hier&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;nur den Kindergarten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und wie wirkte sich die Auswanderung auf Ihre Kinder aus?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Saša wollte nie in Deutschland leben, er hielt es dort nicht länger als 3 Monate aus. Dann ging er zurück, mitten in der Kriegszeit. Das war schrecklich für uns aber wir mussten ihn gehen lassen, denn wir wollten nicht, dass er unglücklich wird. Stevica passte sich in Stuttgart sehr schnell an, er vermisste zwar seine Freunde aus Osijek, doch er fand sehr schnell neue. Ivana ging ja erst in den Kindergarten und für sie gab es die wenigsten Probleme. Die Probleme kamen bei beiden erst viel später...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Was waren das für Probleme?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Sie haben einfach ihr Heimatland vermisst und waren nicht mehr so glücklich in Deutschland. Sie waren zwar froh, endlich mit ihrem Vater zusammen leben zu können, doch den Rest der Familie und die Freunde zogen sie immer zurück.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Hatten Sie damals ein schlechtes Gewissen deshalb?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Dušan: Ja, sehr. Ich war ja derjenige, der die ganze Familie nach Deutschland geholt hat. Natürlich war der Krieg, der ja zu der Zeit in Kroatien ausgebrochen ist, auch ein Faktor, aber ein Vater will ja seine Familie auch bei sich haben. Da es aber weder für mich, noch für meine Frau Chancen auf Arbeit in Kroatien gab, entschlossen wir, unser Leben in Deutschland weiter zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und haben sie Kroatien oft besucht?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Anđelka: Oh ja, sehr oft. Sowohl mein Mann, als auch ich hatten die Möglichkeit gerade dann Urlaub zu bekommen, wenn die Kinder Schulferien hatten. Ich habe in einem Jugenddorf als Köchin gearbeitet und mein Mann hat sich viele Freischichten erarbeiten können und somit gingen wir jede Schulferien nach Hause. Manchmal haben wir unsere Heimat so vermisst, dass wir einfach nur über das Wochenende nach Osijek gefahren sind. Das war zwar sehr anstrengend, doch wir waren alle glücklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;Und wie geht es Ihnen jetzt? Sind Sie glücklich mit der jetzigen Situation?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;Dušan: Ja, das sind wir. Wir haben uns jetzt eine kleine Wohnung in Osijek gekauft und leben seit wenigen Monaten wieder hier. Unsere Tochter studiert hier und hat bereits geheiratet, unser Ältester lebt in unserem ehemaligen Haus mit seiner kleinen Familie. Doch wie das immer so bei Auswandererfamilien ist, etwas fehlt immer...und das ist unser Sohn Stevica. Er hat sich für ein Leben in Deutschland entschieden und ist dort mit seiner Frau und seinem Sohn geblieben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: courier new; text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: courier new; text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Anđelka: Ja, mein Mann hat Recht. Es ist schwierig für uns endlich richtig glücklich zu sein, denn ein Kind fehlt ja noch, aber wer weiß, was die Zukunft noch so bringt. Vielleicht kehrt er ja auch zurück...Das ist unser größter Wunsch.       &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-3418345191155887483?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3418345191155887483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/3418345191155887483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/ein-leben-zwischen-deutschland-und.html' title='Ein Leben zwischen Deutschland und Kroatien'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-144718359825031076</id><published>2010-03-16T08:22:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T08:27:31.804-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Mit dem Fußball durch Deutschland</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Marina Šarić &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Antun Labak ist ein kroatischer Fußballspieler, der in Josipovac, einem Dorf in der Nähe von Đakovo, lebt. Der 1,83 m große Stürmer hat sich bereit erklärt ein kleines Interview über sich zu geben, wie seine Karriere angefangen hat und wie er jetzt lebt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Herr Labak, was für Gedanken haben Sie, wenn Sie an ihren Heimatort Josipovac denken?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich bin am 14.07.1970 in Josipovac geboren und dort lebe ich auch heute. In Josipovac habe ich angefangen Fußball zu spielen. Das ist der Ort wo ich aufgewachsen bin und wo ich mich wohl fühle. Natürlich verbinde ich mit Josipovac schöne Gedanken, deshalb lebe ich auch heute dort.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wer hat Sie am Anfang Ihrer Karriere am meisten unterstützt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Das waren ohne Zweifel meine Eltern und mein Trainer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Was hat Sie am meisten motiviert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich wollte unbedingt Fußballspieler werden, das war einfach mein Traum. Als ich meine Idole Croyff, Van Basten, Maradona und Pelé im Fersehen sah, wollte ich wie sie werden. Natürlich kann ich mich nicht mit ihnen vergleichen, aber sie haben mich motiviert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie hat Ihre Fußballkarriere angefangen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Schon von klein an, war ich vom Fußball begeistert. Meine ersten Tore habe ich wie schon gesagt in Josipovac geschossen und zwar im im Fußballclub "Omladinac". Dort habe ich die ersten paar Jahre verbracht bis ich zum Club "Croatia" in  Đakovo gegangen bin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Dort begann ich mich zu entwickeln. Als Kadett war ich der beste Stürmer in der Mannschaft. Als ich zu den Junioren wechselte, musste ich 100 % geben, um zu beweisen, dass ich wirklich Fußball spielen kann. Ich wollte etwas erreichen und ein guter Fußballballspieler werden. Die meisten in der Mannschaft waren älter und erfahrener als ich, deshalb musste ich mir besonders viel Mühe geben. Mein erstes Tor, dass ich geschossen habe, war wie ein Traum für mich. Ich habe mir viel Mühe gegeben und kam unter die ersten 11 in der Mannschaft. Auf einmal bekam ich 1995 eine Einladung vom Fußballclub "Osijek", der in der ersten Liga war. Natürlich habe ich sofort zugesagt. Dort habe ich ein Jahr verbracht und von da an begann mein Jugendtraum in Erfüllung zu gehen. Ich bekam mein erstes Angebot aus dem Ausland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wo haben Sie im Ausland gespielt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Zuerst habe ich einen Vertrag mit den "Stuttgarter  Kickers" unterschrieben. Dort war ich von 1996-1997. Danach habe ich zu "Energie Cottbus" gewechselt (1997-2002), dann war ich kurz bei LR Ahlen und schließlich von 2002 bis 2005 bei "Eintracht Trier". Somit endet auch mein Aufenhalt im Ausland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie hat es Ihnen in Deutschland gefallen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;In Deutschland hat es mir sehr gut gefallen. Die Menschen sind sehr freundlich und zuvorkommend. Meine Teamkollegen waren super und mit einigen bin heute noch in Kontakt. Dort habe ich auch Deutsch gelernt, denn bevor ich nach Deutschland kam, wusste ich nur ein paar Wörter. Heute kann ich mich ohne Probleme auf Deutsch verständigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Was haben Sie danach gemacht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich bin wieder zurück nach Kroatien gekommen und habe wieder bei "Croatia Đakovo" gespielt. Das dauerte von 2005 bis 2007. Danach folgte meine letzte Destination und zwar im Club "Našice", wo meine Karriere als Fußballspieler enden wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Wie fast jeder Profi-Fußballer, habe ich vor beim Fußball zu bleiben, nur eben auf eine andere Art und Weise. Ich bilde mich beim HNS als Fußballtrainer aus. Zur Zeit mache ich meine B- Lizenz. Ich trainiere die Mannschaft in Josipovac, die in der 2. Liga spielt. Ich hoffe auf eine Einladung als Trainer in der ersten Liga. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich habe mich natürlich auch intensiv meiner Familie gewidmet, was in der Zukunft natürlich auch so bleiben wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Was raten Sie den jungen Fußballspielern?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich rate ihnen fleißig zu trainieren, an sich zu glauben und nicht aufzugeben. Man soll seine Träume verfolgen und sein Ziel immer vor Augen haben. Wenn man das Maximum von sich gibt, kann man später wenigstens sagen, dass man es auch wirklich versucht hat. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Ich danke Ihnen vielmals, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben und wünsche Ihnen alles Gute! &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-144718359825031076?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/144718359825031076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/144718359825031076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/mit-dem-fuball-durch-deutschland.html' title='Mit dem Fußball durch Deutschland'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-8687738392751256176</id><published>2010-03-16T08:11:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T08:21:44.306-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Ein Kroate aus Deutschland</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Von Jelena  Slijepčević&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;; font-weight: bold;"&gt;Boris Crnković, ein erfahrener Bäcker in Osijek mit Deutschkenntnissen, die ihm heute, gesteht er, zwar nicht mehr viel zu Nutzen sind, aber immer daran erinnern, dass er die Verbindung zu Deutschland doch nicht verloren hat. Über das Leben in Deutschland als Ausländer, den positiven und negativen Auswirkungen des Deutschen auf seine Muttersprache und seiner Rückkehr nach Kroatien erzählt er bei einem Kaffee.&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Boris, wann bist du nach Deutschland gezogen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Das war schon 'ne schlimme Zeit, 1991 – der Heimatkrieg in Kroatien. Daran erinnere ich&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;mich nur ungern.&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Gut, dann kommen wir doch gleich zu deinem Leben in Deutschland. Wie alt warst du damals und wie hast du dich überhaupt zurechtgefunden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich war damals um die zehn Jahre alt. Das war 'ne große Veränderung für mich, vor allem&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;für die Sprache. Ich erinnere mich noch ganz gut, ich konnte natürlich kein einziges Wort Deutsch. Deswegen bin ich in die Förderklasse gegangen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Erkläre doch bitte genauer – was ist das, eine Förderklasse?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ja, also, das ist eine Klasse ausschließlich für die Ausländer. Die Klasse war sehr bunt -&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;also, dort waren Kinder verschiedener  Nationalitäten, von Türken und Russen, bis zu Kroaten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wie sah denn euer Unterricht aus?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Normal, wie wenn man eine fremde Sprache lernt. Man fing mit den einfachsten deutschen Wörtern an, die wir durch Bilder lernten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Hattest du Probleme die deutsche Sprache zu lernen?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Auf keinen Fall! Ich fand das sehr interessant. Aber viele hatten da schon ihre Probleme. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Welche?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Zum Beispiel, mit den Zahlen. In ihrer und auch in meiner Sprache sagt man nähmlich zuerst die rechte und dann die linke Zahl. Aber im Deutschen ist das ja umgekehrt, da war'n sie schon durcheinander. Ich hab' immer sehr darauf geachtet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Dann hast du ja Talent für Sprachen, oder?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Keine Ahnung, ich hab' nur Deutsch gelernt. Aber danke für's Kompliment! Ich denke einfach nur, dass die Tatsache, dass ich noch ziemlich jung war und meine positive Einstellung zur deutschen Sprache dazu beigetragen haben. Warscheinlich gehört aber dann dazu auch ein wenig Talent.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Hattet ihr in der Förderklasse auch andere Fächer, außer Deutsch?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ja, Mathe, Musik und… ach, ich kann mich jetzt nicht mehr erinnern was noch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wie lange warst du in der Förderklasse?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Zwei Jahre lang. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Und dann?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Dann bin ich ganz normal weiter in die Grundschule gegangen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Was war denn eigentlich mit der deutschen Grammatik, die ja bei den&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt; &lt;b style=""&gt;Kroaten bekannt dafür ist, dass sie ziemlich kompliziert ist?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Das hab' ich auch komischerweise ziemlich gut gemeistert, da muss ich mich doch jetzt glatt selbst darüber wundern! Nähmlich, die Russen, zum Beispiel, hatten da schon ihre komischen Sätze. Das fand ich lustig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Zum Beispiel?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Zum Beispiel, 'Boris, ich nix gut Deutsch könne', so ähnlich. Es war schon ziemlich schwierig für viele, besonders auch bei der Aussprache.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Warst du mehr mit den Ausländern oder mit den Deutschen befreundet?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ich war mit allen gut befreundet, aber meistens waren es dann doch die Ausländer. Wir machten halt zu dieser Zeit dieselben Erfahrungen…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die Deutschen haben euch Ausländer also keineswegs verspottet?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Natürlich gab es immer welche die auf uns Ausländer anders schauten, aber das war nur am Anfang – Kinder sind halt so. Schnell vergessen die das wieder, besonders wenn man sich ihnen und ihrer Sprache anpasst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Konntest du damals Deutsch genauso gut wie Kroatisch?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ja.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Und deine Eltern?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Auf keinen Fall! Sie konnten sich zwar auf Deutsch verständigen, aber nicht annähernd&lt;span style="color: red;"&gt; &lt;/span&gt;so gut wie ich, ha, ha.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Was hast du nach der Grundschule gemacht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Dann habe ich eine Lehre als Bäcker angefangen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wie kam es zu dieser Entscheidung?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Mein Onkel besaß in unserer Nähe eine Bäckerei, daher die Idee…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Hast du bei ihm dann auch gearbeitet?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Dazu kam es leider nicht mehr, wir mussten dann schon bald wieder zurück nach&lt;b style=""&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;Kroatien.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wenn ich mich nicht irre, warst du ja damals schon ein Teenager. Wie hast du denn die Tatsache, dass ihr wieder zurück nach Kroatien musstet verkraftet?&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Nicht gut. Stell' dir mal vor, ein Teenager muss seine besten Freunde verlassen?!&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Das ist verständlich. Dann war es also schwer, sich den einheimischen Leuten wieder anzupassen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Ja, leider. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Du warst doch jung, in welchem Sinne war das ein Problem?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Na ja, ich muss zugeben, dass ich mich der Lebensweise in Deutschland angepasst hatte und mich einfach daran gewöhnt hatte. Ich hatte zum Beispiel Markenklammotten und hörte amerikanische Musik. Es gab nur sehr wenige, die mir in diesem Sinne ähnlich waren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Hast du deine Lehre als Bäcker fortgesetzt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Natürlich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Konntest du Kroatisch weiterhin so gut wie vorher?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Das ist eine gute Frage. Ich muss zugeben, dass Deutschland auch sprachlich&lt;b style=""&gt; &lt;/b&gt;bezogen den Vorsprung hatte. Da ich ja zum größten Teil in Deutschland in die Schule ging, konnte ich natürlich die kroatische Grammatik ziemlich schlecht, das muss ich zugeben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wie kamst du damit in der Schule zurecht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Meine Mutter hat mir zu Hause immer geholfen. Was hätte ich nur ohne sie gemacht??? Ich hätt' warscheinlich 'ne sechs, bzw. 'ne eins gehabt, o jee!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Dann hattest du auch einen deutschen Akzent?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Nee, so heftig war das nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Boris, jetzt bist du 28 Jahre alt und arbeitest in Osijek als Bäcker. Kannst du&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;denn Deutsch immer noch so gut?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Eigentlich schon. Ich habe mich aber wieder völlig der kroatischen Kultur angepasst und somit mich von der deutschen entfernt. Aber ich schaue mir noch oft deutsche Programme an und versteh' natürlich noch die Sprache ganz gut. Darüber bin ich sehr froh.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inwiefern?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;"&gt;Wenn Kroatien in die EU kommt, dann ist es doch praktisch Deutsch zu können.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-8687738392751256176?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/8687738392751256176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/8687738392751256176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/ein-kroate-aus-deutschland.html' title='Ein Kroate aus Deutschland'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-2291166198439715055</id><published>2010-03-16T08:02:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T08:51:09.111-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Ausländer in Deutschland</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Sandra Maček&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Frau Šket&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt; mit der ich über das Leben in Deutschland und den Erwerb der deutschen Sprache spreche, ist 54 Jahre alt. Sie lebte 20 Jahre in Deutschland und jetzt ist sie schon seit mehr als 20 Jahren wieder in Kroatien. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist im Ruhestand.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Frau Šket, können Sie mir etwas über Ihre Kindheit und Jugendzeit sagen? Wie sind Sie aufgewachsen? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ach, ich hatte eine sehr schwere und traurige Kindheit. Als ich 6 war, hat sich mein Vater erhängt und von da an, gab es in unserer Familie nur Probleme. Meine Mutter blieb alleine mit 6 Kindern. Sie arbeitete Tag und Nacht. Wir hatten kaum etwas zu essen, ich und mein Bruder teilten uns eine Schultasche, unsere Kleidung war alt und halb zerrissen und von irgendwelchen Spielsachen konnten wir nur träumen… Weil Armut herrschte, haben alle sehr jung geheiratet. Ich, zum Beispiel, habe mit nur 16 Jahren geheiratet.  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum haben sich Sie und Ihr Mann entschieden nach Deutschland zu gehen? &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Wie schon gesagt, es herrschte groβe Armut und ich würde sogar sagen, dass wir gezwungen waren so jung zu heiraten. Ich hatte Glück und heiratete den Mann, denn ich geliebt habe und noch immer liebe. Eigentlich wussten wir am Anfang nicht wovon wir leben werden, denn wir waren beide arbeitslos, doch dann bot sich die Gelegenheit nach Deutschland zu gehen. In Kroatien hatten wir einfach keine Chance eine Arbeit zu finden. Wir hatten ja keine Ausbildung. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie fanden Sie sich dort zurecht? Ich meine was die Sprache betrifft. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ach, das war eine sehr harte Zeit für uns. Mein Mann und ich bekamen Arbeit in der gleichen Firma, aber wir haben uns kaum gesehen und so war ich die meiste Zeit auf mich alleine angewiesen. Wir konnten kein bisschen Deutsch. Das war die Hölle. Am Anfang habe ich so gesprochen: du kommen, du gehen, du kaufen… Wenn ich nicht wusste, wie man ein Wort auf Deutsch sagt, versuchte ich es zu zeigen, zum Beispiel zeigte ich auf den Tisch und fragte: wie Name? Oder ich benutzte viel Gestik und Mimik. Dann haben mir meine Mitarbeiter meistens geholfen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auβer den Mitarbeitern, die Ihnen geholfen haben, hatten Sie vielleicht noch irgendwelche Methoden für das Lernen von Deutsch? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Also nach einiger Zeit konnten wir uns endlich einen Fernseher leisten. Ich verbrachte, ohne Übertreibung, jede freie Minute vor dem Fernseher.  Aber das war kein entspanntes Fernsehen. Ich saβ da immer mit einem Heft und schrieb mir alles, was ich konnte, auf, oder ich wiederholte es wie ein Papagei. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgeschrieben? Wirklich? Sehr interessant. Also wie haben Sie sich das aufgeschrieben? Sie kannten ja kaum die Sprache. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es so aufgeschrieben, wie ich es gehört habe. Zum Beispiel schrieb ich tiš und nicht Tisch. Dann habe ich dieses Heft zu meinen Arbeitskolleginnen gebracht und sie alles ausgefragt. Am meisten hatte ich Probleme mit ü und ö. Ü habe ich immer wie ein i ausgesprochen und ö  wie ein e, aber, wie schon gesagt, ich hatte Freundinnen, die mir geholfen haben. Sie haben sehr viel gelacht, als ich gesprochen habe und als sie mein Heft gesehen haben. Aber das war kein böses Lachen und meistens habe auch ich mit ihnen gelacht. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sagen sie haben gelacht, aber sich nicht über Sie lustig gemacht. Gab es vielleicht aus solche, die sich lustig gemacht haben? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;O ja! Schön wäre es, wenn sie sich nur lustig gemacht hätten! Das waren schwere Beleidigungen. Ich war sehr jung, unerfahren und naiv. Ich habe gedacht, dass mich die Menschen akzeptieren werden, weil ich ein guter Mensch bin. Aber nein,  ich war aus Jugoslawien und sie konnten Jugoslawen nicht leiden. Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, es handelte sich hier nur um ein Paar Menschen, aber genug um mir das Leben schwer zu machen.  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Täglich wurde ich mit Beleidigungen wie pfuj, Dreck, Ausländer konfrontiert, oder auch du deppert, du nicht sprechen können, du haben Vogel, du zu Hause nichts zu essen haben, du gehen nach Jugoslawien…… und so weiter. Da habe ich immer sehr viel geweint.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben diese ständigen Beleidigungen ihre Motivation zum Sprachenlernen beeinträchtigt? &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Nein, ganz im Gegenteil. Das hat mich noch mehr motiviert, wie in dem Entschluss Deutsch zu lernen, so auch in den anderen Bereichen des Lebens. Ich wollte ihnen allen Zeigen, dass ich nicht deppert bin. So bin ich nun mal, wenn es Schwierigkeiten gibt, werde ich hartnäckig und kämpfe wie ein Tiger. Ich wollte nicht  zurück nach Kroatien und meine Kinder in Armut erziehen. Meine Mutter hatte keine andere Wahl, ich aber schon.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lange sind sie dort geblieben? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Genau 15 Jahre und 8 Monate. Am 2. Oktober 1987 bin ich mit meinen zwei Kindern nach Hause gekommen. Mein Mann ist noch 2 Jahre dort geblieben. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte nur noch eine Frage. Sie sind jetzt schon sehr lange wieder in Kroatien und sprechen noch immer sehr gut Deutsch. Wie kommt es, dass sie die Sprache nicht vergessen haben? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich habe selten die Gelegenheit Deutsch zu sprechen, aber ich liebe diese Sprache und als ich nach Kroatien zurückgekehrt bin, habe ich mir geschworen, Deutsch nicht zu vernachlässigen. Ich schaue noch heute nur deutsche und österreichische Fernsehprogramme und lese ab und zu ein Buch, also bin ich immer im Kontakt mit der deutschen Sprache. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Šket, ich bedanke mich herzlich  für das Interview!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Nichts zu danken. Sie haben auch mir einen Gefallen getan. Viel Glück bei ihrer Arbeit! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-2291166198439715055?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2291166198439715055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2291166198439715055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/auslander-in-deutschland.html' title='Ausländer in Deutschland'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-2319916291871123114</id><published>2010-03-16T07:53:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T08:02:35.984-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Die Frau im Seidenhemd</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Außerdem ist sie eine freie Schriftstellerin, die mehrere Theaterstücke, Erzählungen, eine Komödie und drei Romane geschrieben hat.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Frau Scheuermann- Hodak wann haben Sie angefangen zu schreiben?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Seitdem ich mich kenne, habe ich es geliebt zu schreiben. Sehr früh kam ich in Berührung mit der klassischen Literatur, d.h. mit 13 oder 14 Jahren habe ich Thomas Mann, Dostojewski oder Tolstoi&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;gelesen. Seitdem habe ich es mir gewünscht in meinem Leben genügend Zeit zum Schreiben zu haben. Aber wir es eben im Leben vorkommt, habe ich geheiratet, Kinder bekommen und eine Zeitlang als Informatikerin gearbeitet. Erst als die Kinder groß geworden sind und ihre Schule beendet haben, habe ich genügend Zeit gefunden, um endlich mit Schreiben anzufangen. Die Aggression gegen Kroatien war der Auslöser dafür, dass ich meinen Job als Informatikerin gekündigt habe, um als freie Schriftstellerin und Gerichtsdolmetscherin zu arbeiten und um genug Zeit zum Schreiben zu haben. Ich wollte diese Zeit und Ereignisse festhalten; über sie zeugen damit sie nicht vergessen werden&lt;span style="color: blue;"&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="NoSpacing"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Woher nehmen Sie die Themen für ihre Werke?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Die Themen kommen von selbst. Als beste Antwort auf Ihre Frage zitiere ich das Motto aus meinem Buch „Freesien und noch so einiges mehr“: &lt;i style=""&gt;„Wozu ausdenken? Die Wahrheit ist unwahrscheinlich genug.“&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Alles was im Alltag passiert, mir oder meinen Mitmenschen, Bekannten, Freunden, im Land kann zum Thema meiner Werke werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Möchten sie ein bestimmtes Publikum mit ihren Werken ansprechen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich nicht. Als ich angefangen habe zu schreiben, hatte ich das Bedürfnis, die Geschehnisse festzuhalten. Und heute ist das Schreiben fast&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; &lt;/span&gt;wie eine Sucht für mich. Ich schreibe, weil ich schreiben muss. Ich sage jeden Morgen: Gott, lass bitte heute keine Klienten kommen, damit ich genug Zeit zum Schreiben habe. Aber dann besinne ich mich schnell und denke: Lass doch einige kommen, denn ich muss auch von etwas leben.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Kann man also heutzutage in Kroatien nur vom Schreiben leben?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht doch, wenn man Glück hat und Bestsellerautor wird, aber auch dann schwer, denn wir sind ein kleines Volk von etwa 4 Millionen Menschen. Außerdem wurden viele durch den Krieg verarmt und dementsprechend steht der Kauf der Literaturwerke bei den meisten ganz unten auf der Einkaufsliste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Auf welches von Ihren Werken sind Sie am meisten stolz und warum?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Was heißt stolz? Oft melden sich ganz unbekannte Leser bei mir und das ist für mich die beste Kritik. Wenn ein Buch oder ein Theaterstück geschrieben ist, geht es seine eigenen Wege. z.B., das Monodrama „Marijas Bilder“ hat einen ganz seltsamen Weg eingeschlagen, es ist weltweit aufgeführt, in viele, sogar ganz exotische Sprachen, wie Arabisch und Farsi übersetzt, zum Lehrstoff an der George Washington University und Princeton University gewählt, um erst nach 12 Jahren auf unsere Bühnen zu kommen. Vielleicht sind die Romane „Die Schlange um den Hals I und II“ doch meine beste Werke. Ich vermute es, aber ich weiß es nicht genau. Meine Gefühle gegenüber dem Roman „Die Frau im Seidenhemd“ sind ziemlich gespalten. Deutsch ist nicht meine Muttersprache, es ist eine selbstbeigebrachte Fremdsprache,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;aber dieses Buch habe ich in Deutsch geschrieben, jedoch mehrere Jahre nicht veröffentlicht, weil es mir zu privat zu sein schien. Nun wo es in beiden Sprachen veröffentlicht ist, niemand findet es auf mich bezogen sondern viele fühlen sich durch den Roman angesprochen und drinnen beschriebene Situationen auf ihre Person und Privatgeschichte bezogen.  &lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schreiben sowohl in der kroatischen als auch in der deutschen Sprache. Wie entscheiden Sie sich, in welcher Sprache sie ihr nächstes Werk schreiben werden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht sagen, dass ich mir vor dem Schreiben eine Sprache aussuche, in der ich mein Werk verfassen werde. Kroatisch ist meine Muttersprache und in dieser Tatsache liegt meine Zuversicht, dass ich mich in dieser Sprache besser auszudrücken vermag. So konnte ich meine Romane „Die Schlange um den Hals“ nicht ins Deutsche übersetzen, ich habe es auch nicht versucht, weil man die Literatur nur in die Muttersprache gut übersetzen kann. Ich bin nicht bilingual aufgewachsen und fast alles worüber ich schreibe, habe im Kroatisch erlebt. Die Dramen, schreibe ich in beiden Sprachen gleichzeitig. Die Theaterstücke erlauben uns nicht einen Gedankenfluss, wie es in Prosastücken oft vorkommt, zu verfolgen, sodass die Fremdsprache eine gewisse schöpferische Freiheit bedeutet.&lt;span style="color: blue;"&gt; &lt;/span&gt;Den Roman „Die Frau im Seidenhemd“ habe ich zufällig in Deutsch geschrieben, weil der Stoff, der als Vorlage für dieses Buch gedient hat, mit dem Theaterfestival in Braunschweig zu tun hatte, wo ich alles in Deutsch oder Englisch erlebt habe.&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Roman heißt „ Die Frau im Seidenhemd“. Das ist ein interessanter Name. Wie kommen sie auf die Namen ihrer Werke?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Ich denke nie über den Namen meines Buches nach, denn er stellt sich irgendwann von allein heraus, während ich noch am Text arbeite. &lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Was bedeutet die Szene im Roman mit dem Seidenhemd für Sie, denn schließlich wurde der ganze Roman nach dieser Szene benannt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Diese Bluse war ein Meilenstein für mich, denn ich habe sie an einem Wendepunkt&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;in meinem Leben gekauft. Es war ein Geschenk an mich selbst, weil ich diesen Wendepunkt trotz aller Schwierigkeiten gemeistert habe. Nur, da ich 300 Seiten brauchte um es zu schildern, wäre es unkorrekt meinen zukünftigen Lesern/innen mit einer Kurzbeschreibung die Butter vom Brot zu nehmen. Die „wichtige“ Bluse wurde weder an- noch ausgezogen, sondern entwendet! Es ist aber kein Frauen- oder Liebesroman!&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lange haben sie an diesem Roman geschrieben?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Nicht lange. Zwei und halb Monaten etwa. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nicht viel Zeit, schließlich ist der Roman über 300 Seiten lang.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt, aber das liegt daran, dass ich meine Werke sozusagen zuerst „im Kopf schreibe“. Ich mache mir keine Notizen oder Skizzen, wie ich etwas schreiben möchte, sondern ist das ganze Material im meinem Kopf. Wenn ich es schließlich auf ein Blatt Papier übertragen möchte bzw. auf meinen Computer, dann kann ich nicht schnell genug tippen. Es ist wie das Abschreiben eines Textes, nur dass sich dieser im meinem Kopf befindet. Die Qual „ leeres Blatt Papier“ kenne ich beim Schreiben nicht. Ich kann mir selbst nicht erklären, wo all die Sätze,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Wörter und Ideen her kommen, wenn ich schreibe. Ich komme mir vor wie eine Transmission durch die der Text kommt, den ich dann nur niederzuschreiben habe. Wenn mir letztendlich mein fertiges Buch in die Hände kommt, staune ich manchmal&lt;span style="color: blue;"&gt; &lt;/span&gt;und kann kaum glauben, dass ich diese Sätze und Wörter geschrieben habe. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank für ihr Interview Frau Scheuermann Hodak&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Courier New&amp;quot;;" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;Danke für Ihr Interesse über mein Buch zu berichten. Es ist keine leichte Aufgabe.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-2319916291871123114?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2319916291871123114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2319916291871123114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/die-frau-im-seidenhemd.html' title='Die Frau im Seidenhemd'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-263712293667978310</id><published>2010-03-16T07:47:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T07:53:03.224-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Ein Leben in Deutschland</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Slaven Miloš ist Kroate und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;lebte einige Jahre in Deutschland. Er erzählt über sein Leben als Ausländer, über seine Erfahrungen mit anderen Kulturen und wie er sich an das neue Leben gewöhnt hat. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wann bist du nach Deutschland gekommen und warum?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Im Jahre 1994 bin ich mit meiner Familie nach Bielefeld gezogen. Damals war ich sieben Jahre alt und sollte gerade in die erste Klasse eingeschult werden. Wir sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, weil wir in Bosnien nicht mehr sicher waren. Während des Heimatkrieges ist unser Haus niedergebrannt, unsere Wohnung wurde uns weggenommen und wir mussten alles, was wir hatten verkaufen, um zu überleben. Als die ersten Grenzen geöffnet wurden, ergriffen wir die Chance und flüchteten aus Bosnien. So kamen wir nach Deutschland um ein neues und sicheres Leben zu beginnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie war das Leben dort für dich am Anfang?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Am Anfang war ich sehr froh darüber, dass ich in ein Land gekommen bin, wo kein Krieg geführt wurde. Wir lebten zuerst in einem Heim für Flüchtlinge. Meine Eltern und ich hatten ein kleines Zimmer mit Bad und Küche und das reichte uns auch nachdem wir im Krieg alles verloren hatten. Wir waren Sozialhilfeempfänger und das störte mich auch nicht, denn die Hauptsache war, dass wir ein Dach über dem Kopf hatten und endlich sicher waren.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie war dein erster Schultag in Deutschland?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Nach einigen Monaten in Deutschland kam der Tag als ich zum ersten Mal in die Schule gehen musste. Mein erster Schultag war sehr schwer und emotional. Ich fühlte mich als Außenseiter, denn die anderen Kinder kannten sich alle aus dem Kindergarten und ich war das neue Gesicht unter ihnen. Einige von ihnen lachten mich aus; sie fragten mich etwas und ich konnte ihnen nicht antworten, denn ich konnte noch kein einziges Wort Deutsch. Ich überlebte irgendwie meinen ersten Schultag, aber ich fühlte mich schrecklich. Zu Hause habe ich nur noch geweint und wollte nicht mehr in die Schule, denn ich fühlte mich weniger wert als die anderen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie haben deine Eltern darauf reagiert? Hat dir jemand geholfen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Meine Eltern hatten sehr viel Verständnis für mich. Sie kauften mir verschiedene Wörterbücher in der Hoffnung, dass ich auf diese Weise schneller Deutsch lerne. Sie wussten genau wie ich mich fühlte; moralisch haben sie mich sehr unterstützt, aber letztendlich musste ich &lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;selbst &lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Deutsch lernen und mich anpassen. Meine Klassenlehrerin hat mir dabei sehr geholfen. Sie schickte mich zum Förderunterricht und auf diese Weise sollte ich so schnell wie möglich Deutsch lernen. Im Förderunterricht fühlte ich mich nicht als Außenseiter, denn daran nahmen alle Kinder Teil, die Probleme mit der deutschen Sprache hatten. Unter ihnen waren Kinder aus verschiedenen Ländern, die mich nicht auslachten, wenn ich einen Fehler machte, denn wir teilten das gleiche Problem. So begann ich Deutsch zu sprechen und die ersten Freundschaften in Deutschland zu schließen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie sah dein Leben danach aus?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Mein Deutsch wurde immer besser und es dauerte nicht lange bis ich die Sprache perfekt beherrschte. Ich gehörte zu den besten in meiner Klasse und habe sogar den anderen Schülern mit der deutschen Grammatik geholfen. Ich hatte viele Freunde und die meisten von ihnen waren Türken, Italiener oder Polen. So lernte ich einige Wörter oder Ausdrücke in verschiedenen Sprachen und hatte die Möglichkeit neue Kulturen kennenzulernen. Außerdem habe ich Basketball trainiert; am Wochenende haben wir immer gegen verschiedene Mannschaften gespielt und so habe ich meine Freizeit verbracht. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr glücklich und hatte mich an das Leben in Deutschland gewöhnt, aber dann geschah etwas, was mein Leben komplett veränderte. Wir bekamen von der Ausländerbehörde die Nachricht, dass wir Deutschland verlassen müssen und das war ein riesiger Schock für mich.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie hast du deine letzten Tage in Deutschland verbracht und wie hast du dich dabei gafühlt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Zuerst wollte ich es überhaupt nicht glauben, denn ich wusste was mich zum zweiten Mal erwartet. Ich habe meinen Freunden bescheid gesagt und sie bereiteten eine Abschiedsfeier für mich vor. Wir waren alle sehr traurig und ich bekam von ihnen Abschiedsgeschenke damit ich sie niemals vergesse. Ich war sehr unglücklich. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wohin seid ihr dann gezogen und wie war es am Anfang?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wir zogen nach Kroatien, genauer gesagt nach Slavonski Brod. Ich kam in die sechste Klasse und musste von vorne anfangen. Mein Kroatisch war gut, aber ich habe sehr viele Fehler gemacht und der Unterrichtsstoff war viel schwieriger als in Deutschland. Ich habe sehr viel gelernt und wurde ein ausgezeichneter Schüler. Die Grundschule habe ich in Kroatien abgeschlossen und kam dann ins Gymnasium. Meine Deutschkenntnisse haben mir im Gymnasium sehr geholfen. Wir hatten Deutsch als Fremdsprache und das war mein Lieblingsfach, weil ich nichts lernen musste.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wie ist der Kontakt zu deinen Freunden in Deutschland?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;In der ersten Zeit hatten wir regelmäßigen Kontakt. Wir haben uns Briefe geschrieben und telefoniert, aber mit der Zeit haben wir den Kontakt verloren. &lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Was studierst du&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;und helfen dir dabei deine Deutschkenntnisse?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Ich studiere Deutsch und Kroatisch in Zagreb. Die beiden Sprachen haben mein Leben gekennzeichnet und das ist auch der Grund warum ich sie studiere. Ohne meine Deutschkenntnisse hätte ich mich zu diesem Studium bestimmt nicht entschlossen, denn die deutsche Sprache und Grammatik sind sehr schwer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Wenn du zurückblickst, wo ist es besser, in Deutschland oder in Kroatien?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Die fünf Jahre in Deutschland sind unvergesslich. Am Anfang war es sehr schwer, aber es war eine tolle Erfahrung. Das Leben in Kroatien ist anders als in Deutschland; hier hat man nicht so viele Möglichkeiten wie dort, aber Kroatien ist meine Heimat und das wird immer so bleiben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-263712293667978310?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/263712293667978310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/263712293667978310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/ein-leben-in-deutschland.html' title='Ein Leben in Deutschland'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6469566230890794394</id><published>2010-03-16T07:33:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T07:46:23.820-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Oral History'/><title type='text'>Rückkehr aus dem Lager Dachau</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify; font-family: courier new;"&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Dajana  Novak&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-family: courier new;"&gt;Können Sie sich bitte zuerst vorstellen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Natürlich. Mein Name ist Đurđica Novak, ich wurde am 12. Dezember 1946 in Čakovec, Međimurje geboren. Mein Vater hieß Franjo Razleg und meine Mutter Veronika Razleg. Ich habe eine Schwester, Marija. Meine zweite Schwester, Nada, ist leider schon gestorben. Von Beruf bin ich Lehrerin, bin schon 40 Jahre lang verheiratet, habe zwei Söhne und schon fünf Enkelkinder. Ich glaube, dass ist das Wichtigste.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Also, Ihr Vater war ein Häftling in dem bekannten Konzentrationslager Dachau. Können Sie etwas davon erzählen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja. Mein Vater wurde am 1. Dezember 1915 geboren. Zusammen mit meiner Mutter lebte er in Mursko Središće, wo er als Beamter arbeitete. Am 27. Oktober 1944 wurde er verhaftet. In den Papieren, die er später bekam, steht, dass er wegen seiner politischen Überzeugung verhaftet wurde. Das war aber nicht so. Im Jahr 1944 wurde in Kroatien verboten, die Nachrichten im Radio zu hören. Mein Vater war aber immer ein Rebell. (lacht)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sie sagen, dass Ihr Vater verhaftet wurde, weil er Radio hörte. Warum war das verboten? Können sie die Situation in Kroatien ein bisschen näher beschreiben&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Kroatien hieß zur Zeit des Nationalsozialismus „Unabhängiger Staat Kroatien“ und war unter Regierung von Ante Pavelić. Der Staat entstand 1941 unter der Herrschaft der Ustascha, die mit der damaligen deutschen Regierung sehr gut befreundet war. Auch in Kroatien wurden damals Konzentrationslager eingerichtet. Mit dem Geschehen in Kroatien hatte aber Međimurje zu dieser Zeit nicht viel zu tun, denn es war unter der Regierung von Ungarn. Am 10. Juli 1941 hat Ungarn Međimurje annektiert. Pavelić war natürlich dagegen, aber die Deutschen haben sich lieber auf die Seite von Ungarn gestellt. Die Ungarn waren die, die meinen Vater weggeführt haben. Man durfte damals nicht Radio hören, weil die Alliierten immer mehr Erfolg hatten und das Volk sollte nichts davon wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Können sie etwas mehr über die Verhaftung Ihres Vaters erzählen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Na ja, zuerst wurde eigentlich meine Mutter verhaftet. Mein Vater hat gehört, dass ihn jemand bei der Polizei angezeigt hat und hat sich versteckt. Die Ungarn haben deswegen meine Mutter verhaftet, und sagten, dass sie meine Mutter nur dann freilassen werden, wenn sich mein Vater der Polizei ergibt. Sie, meine Mutter, war im Gefängnis in Čakovec. Natürlich hat mein Vater gemacht, was von ihm verlangt wurde. Meine Schwestern waren damals vier und ein Jahr alt und konnten nicht ohne Mutter bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was geschah nach der Übergabe? Wie endete Ihr Vater im KZ Dachau?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;In Čakovec blieb er ca. zehn Tage. Danach blieb er zwei Tage in einer Stadt, ich kann mich gerade nicht an den Namen erinnern. Aus dieser Stadt ist er mit einem Zug nach Dachau gefahren. Das geschah am 9. November 1944. In Dachau blieb er bis zur Befreiung des Lagers, also bis zum Ende des Krieges. Die Amerikaner haben das Lager im April 1945 befreit, aber mein Vater kam erst am 27. Juli nach Hause, weil er zu schwach und krank war, um eine längere Reise zu unternehmen. Er wurde eigentlich in Dachau geheilt, in einem amerikanischen Lazarett. Als er wieder in Kroatien war, musste er noch 6 Monate lang unter ärztlicher Aufsicht stehen und wurde noch in Čakovec geheilt. Außer ihm, haben noch zwei Männer aus seiner Baracke überlebt.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hat Ihr Vater vielleicht was davon erzählt, was mit ihm in Dachau geschah?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte er nie vor uns Kindern davon erzählen. Manchmal redete er darüber mit meiner Mutter, aber das geschah ca. 10 Jahre nach seiner Rückkehr… Am Anfang ignorierte er ständig das Thema und die Leute haben immer wieder etwas gefragt…Die sind ja von Natur aus neugierig. Er wollte aber nur alles vergessen. Meine Mutter hat mir mehr davon erzählt, wie es für ihn war. In Dachau wurde er in einer speziellen Baracke stationiert, die mit Stacheldrahtzaun umgeben war und dadurch von den anderen getrennt. An meinem Vater haben deutsche Ärzte medizinische Experimente gemacht. Als er wieder in Kroatien war, musste er einige Papiere ausfüllen. In denen steht, dass das erste Experiment an ihm im Dezember gemacht wurde. Ihm wurde eine Spritze in die linke Hand gegeben. Als Folge davon erschienen an seiner Haut Schwellungen und Blasen. Nachdem wurde ihm noch eine Spritze gegeben. Die früheren Symptome waren weg, aber ihm waren Grinde geblieben, weil er die Schwellungen aufgekratzt hat. Er wusste nicht, was für eine Krankheit das war. Die meiste Zeit, die er im Lager verbrachte, war er bewusstlos. Im März wurde er mit Fleckfieber infiziert und wurde in einem deutschen Lazarett geheilt. Wahrscheinlich haben die deutschen Ärzte neue Heilmittel an ihm getestet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was für Folgen hatten die Versuche, die an Ihrem Vater in Dachau gemacht wurden? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als er nach Hause kam, wog er nur 37 Kilo und er war 1,85 groβ. Die Familie musste ständig darauf aufpassen, dass er nicht zu viel isst, weil er so ausgehungert war, dass ihn das Essen eigentlich schädigen könnte. Meine Mutter musste am Anfang Lebensmittel vor ihm verstecken. Er hatte ständig Hunger, auch ins Bett ging er eine Zeit lang mit einem Stück Brot, das seine Frau für ihn vorbereiten musste. Ohne das konnte er nicht einschlafen. Als er sich besser fühlte, konnte er auch nicht alles essen was er wollte. Wenn er Fleisch und Eier konsumierte, bekam er wieder Hautausschlag. Sein Geruchsinn, Gesichtssinn und sein Gehörsinn waren auch beschädigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hatte er vielleicht irgendjemanden, der ihm in Lager geholfen hat? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja. Er hatte sogar einen Freund. Sein Name war Deban Franjo und war auch ein Häftling im Lager. Da er von Beruf Arzt war, bekam er manchmal etwas mehr zum Essen von den deutschen Ärzten, denn sie waren doch „Kollegen“, und das hat er mit meinem Vater geteilt. Franjo hat auch überlebt. Später hat er sogar meinen Vater geheilt… Mein Vater hätte vielleicht nicht überlebt, wenn ihm Franjo nicht geholfen hätte. Das hat er häufig selbst gesagt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was geschah mit dem Leben Ihres Vaters als er endlich zu Hause war und die ganze Geschichte schon hinter ihm war?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als er sich besser fühlte begann er wieder zu arbeiten und wurde Leiter der Eisenbahnstation in Lepoglava und später auch der Leiter der Eisenbahnstation in Mursko Središće. 1946 wurde ich geboren. Mein Vater starb im Jahr 1981, als er 66 Jahre alt war.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6469566230890794394?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6469566230890794394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6469566230890794394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/03/ruckkehr-aus-dem-lager-dachau.html' title='Rückkehr aus dem Lager Dachau'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-2681095563231361050</id><published>2010-02-02T08:15:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T08:46:59.811-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><title type='text'>Deutscher Krimiautor findet Inspiration in Kroatien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:courier new;font-size:100%;"  &gt;Von &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:courier new;font-size:100%;"  &gt;Tomaš&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:courier new;font-size:100%;"  &gt; Gaj &lt;/span&gt;&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Oliver Bottini ist ein deutscher Krimiautor, dessen literarischer Anstieg in 2005 beginnt, als er seinen ersten Roman veröffentlicht – “Mord im Zeichen der Zen“. Bei der Literaturkritik und zunehmend auch beim Leserpublikum wurde Bottini schnell zu den meist beachteten Krimi-Romanciers in Deutschland – im 2005 und 2007 erhielt er den Deutschen Krimi-Preis und im Jahre 2007 den Radio Bremen Krimi-Preis. Im Frühjahr 2007 verbrachte Bottini drei Monate in Kroatien (Osijek), wo er an dem Roman “Im Auftrag der Väter“ arbeitete. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Herr Bottini, guten Tag. Schön Sie kennen zu lernen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Guten Tag!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zunächst muss ich natürlich fragen - was hat Sie zum Schreiben verführt? Ich meine, war das ein besonderes Lebensereignis oder ein langjähriger Traum?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Kein Lebensereignis, nein. Ich habe ungefähr mit 13 Jahren angefangen zu schreiben. Nur während des Germanistikstudiums habe ich ein paar Jahre lang nicht geschrieben, sonst immer. Schreiben ist meine Leidenschaft, und dass ich jetzt damit erfolgreich bin, ist für mich die Erfüllung eines langen Traums.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Warum ausgerechnet Kriminalromane? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Im Kriminalroman kann man sehr viele interessante Themen bearbeiten - Geschichte, Politik, zwischenmenschliche Konflikte, Tod, Leid, menschliche Abgründe und so weiter. Das gefällt mir sehr. Und ich mag es, dass der Krimi mir eine Art Struktur gibt - ein Verbrechen ist oder wird geschehen, ein Ermittler muss es aufklären. Dazu kommt, dass der Roman einigermaßen spannend sein muss, auch das ist eine schöne Herausforderung für mich. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wir wissen, dass Sie das Studium der Neueren deutschen Literatur, Italianistik und Psychologie in München absolviert haben. Was war das für eine Erfahrung, was das Schreiben angeht? Hatte jemand an der Uni einen besonderen Einfluss auf Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Als ich studiert habe, habe ich nicht literarisch geschrieben. Für mich war es schwierig, selbst Literatur zu produzieren, während ich Literatur als Wissenschaft betrieben habe. Wenn man über all die großen Schriftsteller arbeitet, kommt einem das eigene Schreiben sehr unbedeutend vor ... An der Uni hatte auch niemand Einfluss auf mich als Schriftsteller. Aber ich hatte einen sehr netten, jungen Professor, der mich in Bezug auf das Studium neu motiviert hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Und welche literarischen Werken halten Sie für die wichtigsten, die Einfluss auf Sie hatten und die vielleicht man wirklich lesen sollte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Schwierige Frage! Beeinflusst haben mich sicher sehr viele Bücher, und viele Bücher sind wichtig und lesenswert. Ich finde, dass man von den großen Autoren mal etwas gelesen haben sollte, also zum Beispiel "Der Fremde" von Camus, "Hundert Jahre Einsamkeit" von Garcia Marquez, "Die Brücke über die Drina" von Ivo Andric. Aber wie gesagt: Da gibt es sehr viele.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Außer vier Krimiromanen haben sie auch viele Kurzgeschichten und Sachbücher verfasst. Welches literarische Werk haben sie am liebsten, wenn sie wählen müssten, und warum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich mag auf jeden Fall meine Romane lieber als meine Sachbücher. Aber welchen ich am besten finde, weiß ich nicht. Im Moment mag ich "Im Auftrag der Väter" am liebsten, weil das sicher mein emotionalster und am meisten literarischer Kriminalroman ist. Er erzählt von sehr bewegenden Schicksalen und einem Aspekt der europäischen Geschichte, der in Deutschland ziemlich vergessen war (Donauschwaben). &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;An dem Roman, "Im Auftrag der Väter" (2007), haben sie eine Weile in Kroatien gearbeitet. Warum haben sie eigentlich Kroatien gewählt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich habe intensiv die Geschichte der Donauschwaben recherchiert und bin dabei auch auf Kroatien gestoßen. In Deutschland weiß man vieles über die Deutschstämmigen in Rumänen und Ungarn, deshalb wollte ich diese Länder nicht nehmen. Weil Kroatien mich auch als Land interessiert hat, habe ich mich dafür entschieden. Ich habe die letzten Kapitel des Romans 2007 in Osijek geschrieben (übrigens erscheint er Ende 2010 auf Kroatisch).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Haben sie irgendwelche Begegnungen mit Kroatischen Autoren, oder haben Sie irgendwann einen gelesen, und wenn ja, wen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich noch keinem kroatischen Autor begegnet. Ich kenne aber einen kroatischstämmigen, der in Berlin lebt, Zoran Drvenkar. Und ich habe einige Bücher von kroatischen Autoren gelesen, zum Beispiel von Miljenko Jergovic, Marica Bodrozic, Dubravka Ugresic und Slavenka Drakulic.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Sie sind heute sicherlich ein Vorbild für&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt; zukünftige Schriftsteller. Welche Ratschläge könnten Sie jungen Autoren geben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Schreiben, schreiben, schreiben und lesen, lesen, lesen! Nur dadurch lernt man. Gut sind auch Workshops und Seminare, in denen man mit Profis über die eigenen Texte spricht und sich mit dem Handwerk vertraut machen kann (Charaktere, Perspektive, Dialog etc.). Außerdem finde ich es wichtig, dass man sich (noch nicht am Anfang, aber später) überlegt, für welche Art von Literatur man stehen will. Was ist meine Vision von meiner Literatur? Mein individueller Zugang zu Geschichten? Das sollte man dann konsequent umsetzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Vielen Dank Oliver, für dieses Gespräch. Viel Glück mit neuen Werken, wir sind gespannt auf neue Krimis! Grüsse aus Kroatien!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Danke!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-2681095563231361050?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2681095563231361050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/2681095563231361050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/deutscher-krimiautor-findet-inspiration.html' title='Deutscher Krimiautor findet Inspiration in Kroatien'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-564834030750107157</id><published>2010-02-02T08:07:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T08:13:14.581-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Interesse am Germanistikstudium steigt beträchtlich</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;                                                                                                                     &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt; &lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von Zdravka Marković&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;In den letzten 3 Jahren stieg an der Philosophischen Fakultät der  J.J. Strossmayer Universität Osijek die &lt;span style="color:#222222;"&gt;Bewerberanzahl&lt;/span&gt; für die Studienrichtung Germanistik beträchtlich. Warum das so ist, und welche Möglichkeiten diese Studienrichtung den Studierenden bietet, wollten wir im Interview mit der Germanistikstudentin des VII. Semesters, Dragana D. erfahren.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können Sie aus Ihrer Sicht sagen, ob das Interesse der Studierenden am Germanistikstudium in Kroatien bzw. in Osijek groß ist.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, es ist sehr groß! Als ich vor 5 Jahren mit dem Germanistikstudium angefangen habe, haben sich Hunderte für den Studienplatz angemeldet! Nur wenige haben es geschafft! Früher war das nicht der Fall, mit früher meine ich vor 6-7 Jahren, das Interesse war damals gering im Unterschied zu Heute! Das liegt wohl daran, dass wir die Generation der „Rückkehrer“ aus Deutschland  sind!  Wir alle sprechen die Deutsche Sprache sehr gut. Ich denke in den letzten Jahren ist Germanistik auch an den Unis in anderen Städten sehr beliebt, nicht nur hier in Osijek.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;Warum besteht heutzutage ein großes Interesse an der deutschen Sprache in Kroatien&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;b&gt;?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das Interesse an der deutschen Sprache ist meiner Meinung sehr groß, weil die meisten während des Krieges in Kroatien nach Deutschland geflohen sind, und dort die Sprache sehr gut beherrscht haben.  Jetzt als sie nach Kroatien zurück gekommen sind , wollen die Meisten diese Sprachkenntnisse ausnutzen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Wie haben Sie sich Persönlich dazu entschieden deutsche Sprache und Literatur zu studieren?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Weil ich die deutsche Sprache sehr gut beherrsche. Ansonsten währe es wohl sehr schwierig gewesen.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie nicht in Deutschland gewesen wären, hätten Sie trotzdem Deutsch studiert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Keine Ahnung, aber ich glaube eher nicht. Weil man die deutsche Sprache sehr gut sprechen muss, um das Germanistikstudium zu beenden. Ich glaube kaum, dass ich die deutsche Sprache so gut beherrschen würde, wenn ich sie nur in der Schule gelernt hätte.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist Deutsch Ihrer Meinung nach eine schwere Sprache?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, für diejenigen die die Sprache nur in der Schule gelernt haben! Dazu kommt, dass Deutsch hier in Kroatien nicht sehr verbreitet ist, wie z. B. Englisch. Und somit haben viele Menschen eine Abneigung ihr gegenüber. Aber ich hatte das Glück Deutsch auf eine „leichtere“ Weise zu lernen. So zu sagen war Deutsch meine Muttersprache.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das Studiumprogramm interessant ?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja! Manche Fächer sind interessanter, manche weniger! Aber das ist sehr individuell. Manche mögen lieber Grammatik, andere wieder können nicht genug von Literatur und Büchern bekommen, aber haben ihre Schwierigkeiten mit Syntax, Morphologie usw.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bedeutet das Bologna-Studiensystem 3+2 für Ihr Studium?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet das wir uns nach dem dritten Studienjahr entscheiden, ob wir Lehrer oder  Übersetzer werden wollen. Was wir nach drei Jahren mit dem Bachelor oder Bakkalaureus Titel sind, weiß ich eigentlich nicht! Mit dem Studienabschluss erhalten wir den akademischen Titel Magister der Germanistik.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat Deutsch in den kroatischen Schulen Priorität?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Eher nicht! Normalerweise kann man Deutsch als Wahlfach von der ersten Klasse an wählen. Später dann auch als erste Fremdsprache. Aber Englisch ist beliebter und viel verbreiteter, würde ich sagen.&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sehen Ihre Zukunftspläne nach dem Diplom aus?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe sehr, dass ich an einer Schule eine Stelle als Deutschlehrerin bekommen werde.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%; font-family: courier new; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-564834030750107157?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/564834030750107157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/564834030750107157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/interesse-am-germanistikstudium-steigt.html' title='Interesse am Germanistikstudium steigt beträchtlich'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-1540837876433663166</id><published>2010-02-02T07:42:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T07:59:16.685-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='In Osijek'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Mal ganz anderer Besuch</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:courier new;font-size:85%;"  &gt;&lt;b&gt;Von Ivana Pavić&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Fast jeder kroatische Staatsbürger hat selber oder jemanden im Bekanntenkreis, der Erfahrungen als „Gastarbeiter“ in Deutschland gemacht. Doch jetzt haben wir das Blatt einmal umgedreht und versucht, deutsche „Gastarbeiter“ hier in Osijek ausfindig zu machen. Hand aufs Herz, deren Anzahl ist sehr gering und lässt sich nicht mit der in Deutschland vergleichen, doch sie nehmen einen wichtigen und fast unersetzbaren Platz in unserer Gesellschaft ein. Sie engagieren sich in Feldern und Bereichen, die in Deutschland als selbstverständlich gelten, und die  von uns leider immer noch vernachlässigt werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Bettina Lehmann ist Kulturmanagerin und kam vor zwei Jahren als Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung (Stuttgart) nach Osijek mit dem Ziel das Osijeker Kulturleben in Schwung zu bringen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Das Wort „Kulturmanager“ hört man nicht sehr oft in Kroatien, und noch weniger wissen die Menschen, was so eine Person eigentlich macht. Könnten Sie unseren Lesern erklären, was ein Kulturmanager eigentlich macht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Kulturmanagement ist eigentlich ein wichtiger Bereich, und sollte in jedem Theater, Kino, Ausstellungshalle, Museum, Symphonieorchester und weiterem betrieben werden. Eine Kulturveranstaltung zu entwickeln, Gelder dazu zu finden, Partner zu finden, und verschiedene Leute zusammen zu kriegen ist organisatorische Arbeit. Das unterscheidet sich natürlich je nach Bereich und hier in Osijek bin ich an den Städtischen Galerien tätig, d. h. im Kunstbereich. Ich mache Projekte, und das sieht so aus: ich interessiere mich für etwas, bin ganz zufällig auf eine Idee gekommen, und denke mir, das könnte interessant sein. Dann präzisiere ich diese Idee, d. h. ich schreibe Stichpunkte, denke mir was ich da konkret machen kann, arbeite gerne mit anderen Leuten zusammen. Wenn ich ungefähr weiß, wie ich Idee umsetzen könnte, überleg ich mir, wo man das machen kann, wen man ansprechen könnte, um mitzumachen und wie viel Geld man braucht. Außerdem noch wo das Geld herkommen könnte. In Deutschland gibt es diese Idee, dass Menschen Geld für etwas geben ohne etwas zurück zu bekommen. Hier muss ich das Geld von der Robert-Bosch-Stiftung oder anderen europäischen oder deutschen Stiftungen erfragen. Aber ich renne auch oft von Mensch zu Mensch und frage ob er Sachleistungen bieten kann, z. B. den Druck finanzieren. Irgendjemand gibt manchmal einen Raum kostenlos zur Verfügung, oder eine Brauerei spendiert Getränke, usw. Ich rede auch viel mit vielen Leuten und erzähle immer wieder dasselbe. Ganz wichtig ist, dass man überzeugt ist von seiner Idee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Da Sie schon zwei Jahre lang hier in Osijek am Kulturwesen wirken, bin ich mir sicher, dass Sie schon einiges an Erfahrungen gesammelt haben. Wie würden Sie, mit Bezug auf Ihre Erfahrung, die Lage der Kulturmanager in Osijek, d. h. Kroatien beschreiben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Das ist schwer zu sagen. Ich glaube das Kulturwesen existiert hier noch nicht, obwohl es viele Leute gibt, die Kultur machen und im Kulturbereich arbeiten. Aber dieser Begriff Kulturmanagement ist eine relativ neue Erfindung. Er klingt auch ein bisschen albern, obwohl es eigentlich ganz genau das ist, was man macht: man managed,  organisiert, koordiniert und man arbeitet im Kulturbereich. Die Lage hier ist fatal, was an den Finanzen liegt. Es ist einfach relativ schwer an Geld zu kommen in Kroatien, und gerade hier. Gestern hatte ich ein Treffen mit dem Leiter der Tourismusbüros in Osijek, der&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt; meinte: „Sie sind einfach irgendwie in der falschen Zeit gekommen. Mitten in der Krise.“ Und da hat er vielleicht recht. Man muss viel mehr improvisieren, und ich finde es eigentlich spannender die Vorarbeit zu machen, wenn man richtig überlegen muss. Es gibt einige Leute hier in Osijek, die auch gerne nebenbei und kostenlos im Kulturbereich tätig sind. Die Situation ist generell schwierig. Aber es gibt immer Leute, die sich davon nicht abhalten lassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Können Sie uns sagen, wie die Arbeitsbedingungen für Berufstätige Kulturmanager in Kroatien sind?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Es gibt natürlich Kultureinrichtungen, wie Theater, Kinos, auch Alternative. Ich kann natürlich nur für Osijek sprechen, und weiß daher nicht, wie es in anderen kleineren Orten ist. Es ist natürlich viel einfacher in Zagreb, denn Kroatien ist sehr zentralisiert.  Die meisten Institutionen, die Geld vergeben, schicken dieses eben nach Zagreb, und blicken nicht weit hinaus. Ich habe das Gefühl, dass es außerhalb Zagreb einen kleinen Kulturkampf gibt – den „Anti-Zagreb“-Kampf. Es gibt noch Kulturszenen in Split und Rijeka, über welche ich gehört habe, dass sie sehr lebendig ist. Leider ist das hier in Osijek nicht der Fall. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Ihre Projekte werden von der Robert-Bosch-Stiftung mitfinanziert, doch wie steht es mit Kroatien? Erhalten Sie finanzielle Unterstützung von unserem Staat?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich erhalte von Kroatien überhaupt kein Geld, was aber auch daran liegt, dass ich Kroatien keine Anträge schreibe. Ich habe viele andere Möglichkeiten. Es bieten sich auch andere deutsche oder europäische Stiftungen und sogar die Deutsche Botschaft. Die Galerien in Osijek schreiben aber auch Anträge und bekommen Mittel, die leider viel weniger sind als nötig. Aber immerhin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Und wie sieht es mit dem Einkommen aus? Kann man vom Einkommen als Kulturmanager in Osijek leben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Die Leute, die ich in Osijek kenne, können nicht davon leben. Auf gar keinen Fall. Davon Leben ist sehr schwer, zumal es meistens keine regelmäßigen Projekte gibt, sondern Projekte, die einmalig sind. Man kann sich nie darauf verlassen, ob man im nächsten Monat wieder Geld hat. Man muss auch die ganzen Kosten bedenken, die während der Planung des Projekts entstehen, z. B. die ganze Telefoniererei. Einige Leute die Kulturprojekte machen, stellen Anträge für ihre Projekte aus und wenn sie Glück haben, können sie davon ein Honorar für sich selbst einrechnen. Das sind aber keine großen Summen, die nicht einmal die Miete bezahlen können. Es gibt viel mehr Leute, die das Geld aus ihrer eigenen Tasche nehmen, als es reinzustecken, und damit völlig kostenlos arbeiten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Und wie ist die Lage in Deutschland?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich weiß es nicht, und vermute, dass es so ähnlich wie in Kroatien ist. Wenn man an einer Institution angestellt ist, ist es natürlich anders, und man hat ein Gehalt. Aber es gibt leider nur sehr wenige Leute, die das machen, und das Glück haben, fest angestellt im Kulturbereich zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Könnten Sie uns noch zum Schluss ihre Eindrücke vom kroatischen Berufsleben beschreiben? Und was sind die Unterschiede zwischen dem kroatischen und deutschen Berufsleben, falls es überhaupt welche gibt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich hab in Deutschland nie wirklich gearbeitet und das als richtigen Job betrachtet, sondern eher Freizeitgestaltung. Hier habe ich wirklich einen Job. Ich habe schon oft über diese Frage nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Netzwerke sehr  wichtig sind. Erst jemandem von Außen wird richtig klar, wie wichtig Beziehungen sind. Man muss wissen, von wem man was bekommt, und nicht nur das! Man muss die Leute persönlich kennen, also eine persönliche Beziehung aufbauen. Darüber funktioniert sehr, sehr viel. Aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob das in Deutschland jetzt auch nicht so ist. Ich glaube es ist eher weniger persönlich, und es wird weniger zugegeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wir bedanken uns recht herzlich bei Ihnen für dieses Interview, und wünschen Ihnen und Ihren Kollegen weiterhin viel Erfolg mit ihren zukünftigen Projekten!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-1540837876433663166?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/1540837876433663166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/1540837876433663166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/mal-ganz-anderer-besuch.html' title='Mal ganz anderer Besuch'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-7682176836790030968</id><published>2010-02-02T07:32:00.000-08:00</published><updated>2010-03-17T06:40:56.255-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben in Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Ende einer Flucht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Katarina Ivanković&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Als der Krieg 1992 in Bosnien und Herzegowina ausbrach, mussten Mato Lovrić (jetzt 24) und seine Familie Tramošnica (ein kleines Dorf im Norden von Bosnien und Herzegowina) verlassen und nach Kroatien flüchten. Dort lebte er zwei Jahre und danach ging er nach Deutschland, wo er nur vier Jahre seines Lebens verbrachte. Doch diese kurze Zeit hatte großen Einfluss auf sein Leben. Mato Lovrić kehrte 1998 nach Kroatien zurück, aber seine Liebe zu Deutschland und vor allem zur deutschen Sprache behielt er weiterhin. Deshalb entschloss er sich nach seinem Gymnasiumsabschluss zu einem Germanistik- und Anglistikstudium. Heute ist er Englisch- und Deutschlehrer und unterrichtet an einer Wirtschaftsschule in Đakovo (Kroatien). Im folgenden Interview redet Mato Lovrić über seine Erfahrungen während seines Aufenthaltes in Deutschland, seinen jetzigen Lehrerberuf und seine Zukunftspläne.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie alt waren Sie, als Sie ihre Heimat wegen des Krieges verlassen mussten?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich war 7 Jahre alt, also noch ein Kind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Erinnern Sie sich an diese Zeit und ist Ihnen vielleicht ein Moment bis heute ganz tief in Erinnerung geblieben?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich war noch jung, aber alt genug um mich an bestimmte Dinge aus dieser Zeit zu erinnern. Ich erinnere mich besser gesagt, an sehr viele Sachen aus dieser Zeit, doch eine von ihnen hat sich sehr tief in meine Erinnerung gebohrt, und zwar die Nacht als wir Bosnien verlassen mussten. Man kann sich kaum vorstellen, wie es ist, als Kind mitten in der Nacht geweckt zu werden und regelrecht aus dem Haus gezerrt zu werden ohne zu wissen was da vor sich geht. Lange Zeit hatte ich Albträume. Ich wachte nachts auf und sprang aus dem Bett, weil ich dachte wir sollen wieder weg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie benahmen sich die Leute in Deutschland Ihnen und Ihrer Familie gegenüber?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen in Deutschland waren von Anfang an sehr nett zu uns. Man hat uns immer geholfen, egal worum es ging. Ehrlich gesagt hat mich das ein Bisschen überrascht. Ich habe nicht erwartet, dass man uns mit offenen Armen empfangen würde. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie haben Sie Deutsch gelernt und wann haben Sie gemerkt, dass Deutsch keine Fremdsprache mehr für Sie ist?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Deutsch habe ich in der Schule gelernt. Ich kam in die 3. Klasse. Zuerst habe ich ein halbes Jahr in einer Vorbereitungsklasse verbracht. Es gab noch einige Schüler aus Bosnien, die schon vor mir in dieser Klasse waren. Sie konnten schon etwas Deutsch und so konnten sie mir sehr viel helfen. Ich war sehr dankbar dafür. Danach wurde ich in die reguläre Klasse versetzt und ab diesem Moment war ich auf mich alleine gestellt. Am Anfang gab es natürlich Schwierigkeiten, doch mit der Zeit lernte ich unbewusst die deutsche Sprache fast perfekt zu beherrschen. Ich vernahm das als etwas ganz normales. Eines Tages saß ich im Unterricht und ich schaute um mich herum und hörte meinen Mitschülern zu und erst dann wurde mir klar, dass Deutsch keine Fremdsprache mehr war. Ich konnte jedes Wort verstehen. Ich hatte Deutsch gelernt, ohne es zu wissen, sozusagen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Beschreiben Sie bitte diesen Lebensabschnitt in Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich wurde sofort sehr herzlich empfangen. Es dauerte nur einige Tage, bis ich die ersten Freundschaften geschlossen hatte. Man hört oft, wie ausländische Kinder gehänselt werden, doch zum Glück bin ich dessen verschont geblieben. Ich denke, ich hatte Glück, dass ich noch sehr jung war. In dieser Zeit findet man Freunde und es gibt keine bereits geformten Freundeskreise in die man nur schwer reinkommt. Für meine Eltern hingegen war es etwas schwieriger. Sie hatten fast keine Freunde, denn sie mussten ja arbeiten und Geld verdienen. Ihnen war klar, dass wir irgendwann Deutschland verlassen werden und einen Neuanfang in unserer Heimat machen müssen. Und nach kurzen 4 Jahren war es dann auch so weit. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie fühlten Sie sich, als Sie Deutschland verlassen mussten?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich war sehr unglücklich. Ich wusste zwar, dass dieser Zeitpunkt irgendwann kommt, doch ich war darauf nicht vorbereitet. Es war eine sehr schwierige Zeit für mich. Ich hatte sehr viele Freunde und ich war sehr wütend auf meine Eltern, weil ich dachte, dass es ihre Entscheidung war Deutschland zu verlassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Was brachte Sie dazu, Deutsch zu studieren?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte Deutsch einfach zu lieben gelernt. Mir war von Anfang an klar, dass ich Deutsch und nichts anderes Studieren will. Später hatte ich dann auch das Glück und die Möglichkeit, meinen Wunsch zu erfüllen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie war ihr Studium?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Es war genau das, was ich erwartet hatte. Ich war mir meiner Deutschkenntnisse bewusst, doch ich wusste auch, dass es noch sehr, sehr viel zu lernen gibt. Man lernt auch so einiges über die Kultur der deutschsprachigen Länder. Doch alleine mit dem Studium gebe ich mich nicht zufrieden. Ich plane auch irgendwann in näherer Zukunft ein Postdiplomstudium.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Warum sind Sie nach dem Studium Deutschlehrer geworden?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Es hat sich einfach die Möglichkeit ergeben, als Lehrer zu arbeiten. Ich habe mich nicht darauf festgelegt, unbedingt nur Lehrer zu sein. Zur Zeit gefällt es mir sehr gut, doch man kann nicht wissen, was die Zukunft bringt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Könnten Sie es sich vorstellen, etwas im Bereich der deutsch-kroatischen Beziehungen zu machen, um so diese beiden Länder etwas näher zusammenzubringen?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall. Dies ist eine sehr wichtige Frage, finde ich. Am liebsten wäre es mir, jeder in Kroatien würde Deutschland mit meinen Augen sehen, aber auch umgekehrt. Diese beiden Länder haben sehr vieles gemeinsam, man muss nur einen Weg finden, diese Gemeinsamkeiten zu nutzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Würden Sie vielleicht wieder nach Deutschland zurückgehen?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;br /&gt;Ich habe schon erwähnt, ich plane ein Postdiplomstudium. Also warum nicht in Deutschland? Ich würde gerne nach Deutschland zurückgehen, jedoch würde ich dort nicht mein ganzes Leben verbringen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-7682176836790030968?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/7682176836790030968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/7682176836790030968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/ende-einer-flucht.html' title='Ende einer Flucht'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-5272374749461019094</id><published>2010-02-02T07:17:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T07:25:09.229-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>So neutral ist die Schweiz nun auch nicht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Von Elena Džojić&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;         Ein ganz typischer Wintertag in Slawoninen. Während es draussen kalt ist und es langsam anfängt zu schneien, sitze ich mit Sandra Simic im Café San Francisco. Sie kam vor zwei Wochen nach Osijek, um ihre Eltern zu besuchen, da sie in der Schweiz als Architektin arbeitet. Während wir langsam unsere Cappuccions austrinken, sotellte ich ihr ein Paar Fragen zu ihrem Leben und ihrer Arbeit in Zürich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Sandra, du lebst jetzt schon seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz. Gibt es sehr viele Unterschiede zwischen dem Leben,das du in der Schweiz hast, und dem ,das du in Kroatien hattest?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Es gibt sogar sehr viele Unterschiede. Vor allem unterscheidet sich die Art, wie die Menschen in der Schweiz miteinander umegehen. Meine Erfahrungen in Kroatien sind so viel besser. Wenn ich es damals besser gewusst hätte, wäre ich niemals in die Schweiz gezogen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ist es denn so schlimm, dass du sogar deinen Entschluss, in der Schweiz zu studieren, bereust?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Das Wort „bereuen“ würde ich nicht benutzen, aber mir tut es schon Leid, dass ich mein Studium nicht in Kroatien beendet habe. Ich wollte damals unbedingt im Ausland studieren. Alle sagten mir, dass man dort viel mehr Chancen für eine bessere Zukunft hat, da Kroatien als nicht so entwickeltes Land galt. Nach langem Nachdenken und intensiever Beratung mit meinen Eltern und meinen damaligen Lehrern, erschien mir die Schweiz als gute Lösung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wieso hast du gerade die Schweiz ausgewählt? Gab es einen besonderen Grund dafür?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Einer der wichtigsten Gründe dafür, dass ich die Schweiz wählte, war vor allem meine Tante, die dort mit ihrer Familie lebte. Schon seit dem ich ein kleines Kind war, besuchte ich sie oft in Zürich. Als sie von meinen Eltern hörte, dass ich darüber nachdenke im Ausland zu studieren, bot sie mir an, für den Anfang bei ihnen zu wohnen. Ein weiterer Grund war der, dass ich gute Deutschkenntnise hatte und es in der Schweiz keine Aufnahmeprüfungen an den Universitäten gibt. Da ich mich immer für Zeichnen, Mathematik und Konstruktionen interessierte, entschied ich mich schlussendlich Architektur zu studieren. Ich habe mir alles so anders vorgestellt, als es im Endeffekt war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Wie waren denn deine Vorstellungen? Wurden deine Erwartungen erfüllt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ich hab mir mein neues Leben nicht so schwer vorgestellt. Natürlich wusste ich, dass ich meine Familie, meine Freunde und mein ganzes bisheriges Leben hinter mir lasse, aber ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Getrenntheit so schwer fallen würde. Ich musste mich in einer ganz neuen Umgebung zurechtfinden. Ich fühlte mich sehr allein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Alleine? Waren deine Tante und deine Cousinen keine Unterstüzung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Tja, das war die erste Lektion die ich in der Schweiz gelernt hatte: Niemand hat Zeit, jeder ist im Stress. Meine Tante arbeitete in einem Krankenhaus und war erst sehr spät am Abend zu Hause, manchmal arbeitete sie sogar am Wochenende. Da sie wegen ihrer Arbeit immer sehr müde war, wollte ich sie nicht noch mehr mit meinen Problemen belasten. Mit meinen Cousinen war es nicht sehr viel anders: sie hatten einen geregelten Tagesablauf, der aus Schule und Lernen bestand. Da war nicht sehr viel Zeit für mich übrig. Ich musste da mit meinem neuen Leben ganz alleine zurechtkommen. Die ersten Monate waren die schlimmsten. Es fiel mir sehr schwer von meiner Familie getrennt zu sein und vor allem musste ich mich an die Distanz, welche die Schweizer zueinander hatten, gewöhnen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Unterscheidet sich denn ihr zwischenmenschlicher Umgang sehr von dem kroatischen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ja, und wie. In der Schweiz ist jeder für sich, man teilt nicht seine Emotionen miteinander, alles ist sehr oberflächlich und distanziert. Das war auch ein Grund dafür, dass es für mich sehr schwer war, Konatkt zu den anderen Studenten aufzubauen und Freundschaften zu schliessen. Doch mit der Zeit wuchs mein Selbstbewusstsein und traute ich mich, mehr auf andere zuzugehen. Aber es brauchte sehr viel Zeit bis ich das Gefühl hatte, in die Gesellschaft integriert zu sein, obwohl es nie wirklich passieren wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Hast du noch immer das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören? Behandeln dich die Schweizer anders, wenn sie erfahren, dass du eine Ausländerin bist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ich würde diese Frage sehr gerne mit „Nein“ beantworten, doch ich kann nicht. So neutral ist die Schweiz nun auch nicht. Ich werde noch immer manchmal als „Balkaner“ bezeichnet, der nichts zu stande bringen kann. Dabei habe ich mein Studium sehr erflogreich abgeschlossen, arbeite seit drei Jahren in einem angesehenen Unternehmen und lebe sehr gut davon. Ich arbeite meistens von morgens bis abends und komme total fertig nach Hause. Doch in der Schweiz wird man oft nicht danach gemessen, wieviel man erreicht hat, sondern eben woher man kommt und welcher Nationalität man entspricht. Viele Male ist es mir passiert, dass die Leute sehr nett zu mir waren, doch in dem Moment, wo sie merken dass ich eine Ausländerin bin, ihr Benehmen blitzschnell ändern. Als ob sie etwas besseres sind als ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ist das auch ein Grund dafür, dass du Kroatien viel mehr schätzt und dir wünschst hiergeblieben zu sein?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Das ist eigentlich der grösste Grund dafür. Bitte, verstehe mich nicht falsch. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich eine Chance hatte im Ausland zu studieren und sogar dort arbeiten zu können. Viele hatten diese Chance nicht. Wer weiss, was mit mir vielleicht passiert wäre, wenn ich in Kroatien geblieben wäre. Vielleicht hätte ich nie mein Studium beendet. Doch ich kann die Schweiz nicht als mein Zuhause nennen. Ich fühle keine Verbindung zu diesen Land, noch zu den Menschen die dort leben. Immer wenn ich nach Kroatien komme, hab ich das Gefühl zu Hause zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;Hast du schon darüber nachgedacht wieder nach Osijek zu ziehen? Könntest du alles in der Schweiz aufgeben und hier wieder neu anfangen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;Ich muss zugeben, dass ich sehr oft darüber nachdenke. Und nach jedem Kroatienbesuch fällt es mir schwerer, wieder in die Schweiz zu fahren. Doch ich baue mir dort langsam, aber sicher eine Karriere auf. Ich habe einfach zu viel Angst, in Kroatien keine Arbeit zu finden. Doch sobald ich mir einen Namen in der Schweiz gemacht habe, hoffe ich eine eigene Firma in Kroatien zu gründen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: courier new; font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche dir sehr viel Glück dabei! Vielen Dank, dass du auf all meine Fragen so ehrlich geantwortet hast.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: courier new;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-5272374749461019094?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5272374749461019094'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/5272374749461019094'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/so-neutral-ist-die-schweiz-nun-auch.html' title='So neutral ist die Schweiz nun auch nicht'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6210206361467694171</id><published>2010-02-02T07:03:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T07:42:29.626-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RückkehrerInnen'/><title type='text'>Drei Heimatländer</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Lea Biškup&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Anita J. macht uns eine heiße Schokolade, bevor wir mit dem Interview anfangen. In ihrer kleinen Wohnung, in der sie schon vier Jahre wohnt, machen wir es für unser Gespräch gemütlich.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Seit wann lebt deine Familie in Deutschland und aus welchem Grund ist sie nach Deutschland ausgewandert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meine Eltern leben seit über 40 Jahren in Deutschland. Sie konnten in ihrer Heimat keine Arbeit finden und sind dann nach Deutschland gezogen, als mein Vater ein Angebot vom Arbeitsamt bekommen hat, in Deutschland zu arbeiten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Warum bist du nach Kroatien gekommen, obwohl deine Familie in Deutschland zurückgeblieben ist?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nach 23 Jahren in Deutschland einfach eine Veränderung in meinem Leben gebraucht. Wahrscheinlich ging es mir dort zu gut und irgendwann wurde es langweilig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Du hast zwei Jahre lang in Deutschland studiert. Was hast du dort studiert und warum hast du dein Studium in Deutschland abgebrochen um hier in Kroatien ein neues Studium zu beginnen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja weil ich nach Kroatien gezogen bin und die Universität Heidelberg leider nicht mitnehmen konnte. Ich habe mich einfach entschlossen nach Kroatien zu ziehen und dieser Entschluss kam eben zu diesem Zeitpunkt, als ich schon angefangen hatte in Heidelberg zu studieren. In Heidelberg hatte ich Deutsch und Englisch studiert, was ich auch jetzt in Osijek studiere. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Warum hast du dich dafür entschieden, gerade in Osijek anzufangen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich fand Slawonien schon immer anziehend. Die anderen Teile Kroatiens sind nichts für mich. Ich hätte vielleicht auch in einer kleineren Stadt studieren können, hatte aber Angst, dass ich es da nicht lange aushalten würde. Es sollte also eine etwas größere Stadt sein, wo man alles hat was man zum Leben braucht und da war Osijek gerade richtig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Welche Unterschiede gibt es zwischen Deutschland und Kroatien im bezug auf das Studium?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Also ich fand das Studium in Heidelberg irgendwie schwieriger als in Osijek. Man kann sich dort den Stundenplan zwar selber zusammenstellen und hat viel mehr Freizeit als hier, aber die Kriterien sind irgendwie strenger als hier. [...] Auch habe ich bemerkt, dass die Studierenden ihr Studium eher als Pflicht empfinden und nicht wirklich daran interessiert sind. Sie machen nur das was sie müssen. [...] Hier hat man irgendwie das Gefühl in der Schule zu sein, während man in Deutschland wirklich das Gefühl hat zu studieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Was gefällt dir am meisten an Kroatien und was an Deutschland, und warum?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen in Kroatien sind viel offener als die Deutschen. Hier ist es viel einfacher Freundschaften zu schließen. Mir ist es z. B. schon oft passiert, dass Menschen die mit mir im Zugabteil saßen, einfach angefangen haben mit mir zu sprechen und ich auf diese Weise neue Freunde gewonnen habe. In Deutschland habe ich das noch nie erlebt. Wenn mich dort so einfach jemand angesprochen hätte, hätte ich gedacht, dass mit diesem Menschen irgendetwas nicht stimmt. Die Menschen in Kroatien sind auch nicht so sehr im Stress und Freunde haben immer Zeit füreinander. Mir fehlt hier aber die Deutsche Ordnung. Dort ist alles gut geregelt und alles sieht schön aus. Wir „normalen“ Menschen haben dort auch unsere Rechte und es geht uns gut dort. Die Menschen werden für ihre Arbeit gerecht bezahlt und ihre Arbeit und Mühe wird geschätzt. In Kroatien herrscht reinstes Chaos und niemand ist daran interessiert etwas dagegen zu unternehmen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Würdest du wieder nach Deutschland zurückkehren, um dort zu arbeiten oder möchtest du hier in Kroatien für immer bleiben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eigentlich nicht vor wieder nach Deutschland zu ziehen, aber ich habe Angst, dass ich es in Kroatien nicht aushalten werde. Hier l&lt;span lang="de-DE"&gt;äuft einfach nichts so wie es sollte und wenn ich mir vorstelle, dass ich als Lehrerin weniger verdienen werde als ein Freund der in einem Bestattungsunternehmen arbeitet, dann spiele ich schon mit dem Gedanken wieder nach Deutschland zu ziehen. Meine Mühe wird hier einfach nicht geschätzt und dann frage ich mich weshalb ich eigentlich studiere.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Falls du nicht mehr nach Deutschland zurückkehrst, was wirst du hier am meisten vermissen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meine Freunde mit denen ich all die Jahre befreundet war und viel Schönes zusammen erlebt habe. Natürlich auch mein Karlsruhe in dem ich mich so wohl fühle und das mit vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Auch werde ich die Auswahl an vielen Dingen vermissen, die keiner braucht, sie sich aber trotzdem leisten kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Siehst du dich selbst als eine Deutsche oder eher als eine Kroatin, und warum?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle mich in Deutschland und in Kroatien wie zu Hause. Entsprechend der Definition ist Kroatisch meine Muttersprache, aber ich betrachte eher Deutsch als meine Muttersprache, denn dadurch, dass ich in Deutschland geboren bin und bis zu meinem 23. Lebensjahr dort gelebt habe, kann ich mich auf Deutsch viel besser ausdrücken als auf Kroatisch. &lt;span lang="de-DE"&gt;Aber meine Eltern sind Kroaten und ich habe nur die Kroatische Staatsangehörigkeit. Da ich aber sowohl deutsche als auch kroatische Normen und Werte vermittelt bekommen habe, kann ich mich mit beiden Kulturen identifizieren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="JUSTIFY"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;b&gt;Welches Land ist für dich dein Heimatland, und weshalb?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich sage immer, dass ich 3 Heimatländer habe. Ich bin in Deutschland geboren und habe bis zu meinem 23. Lebensjahr dort gelebt. Daher betrachte ich Deutschland als mein Heimatland. Meine Eltern sind aber bosnische Kroaten und haben mir schon als Kind diese Länder nahe gebracht. Dort sind auch alle meine Verwandten, die ich sehr lieb habe. Seit es mich gibt, gibt es auch unser Haus in Bosnien und wir haben auch vor, eine Wohnung in Kroatien zu kaufen. Daher betrachte ich diese Länder auch als meine Heimatländer.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6210206361467694171?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6210206361467694171'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6210206361467694171'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/drei-heimatlander.html' title='Drei Heimatländer'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6889179778771233822.post-6154697278249960271</id><published>2010-02-02T06:48:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T07:02:54.399-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GastarbeiterInnen'/><title type='text'>Arbeiten in Deutschland</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Von Sara Galić&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ljiljana Mance, die Direktorin der Grundschule "Grigor Vitez" in Osijek, erzählt uns von ihrem Leben in Deutschland, von ihren Erfahrungen und auch von Arbeitsbedingungen in Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;      Wie haben sie sich dazu entschieden, in Deutschland zu arbeiten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Während des Krieges habe ich, wie auch viele andere, meine Stelle verloren. Die Stadtverwaltung hat empfohlen, dass Frauen und Kinder die Stadt verlassen. Damals dachte ich negativ über Deutschland, wahrscheinlich wegen meiner schlechten Situation. Ich hatte viele Vorurteile, obwohl meine Mutter aus Deutschland stammte. Meine Tante war die einzige, die zu Hause Deutsch sprach, was damals sehr populär war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Was halten Sie von den Arbeitsbedingungen in Deutschland?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Die Arbeitsbedingungen sind streng, aber die Leute sind sehr diszipliniert. Der Standard ist sehr hoch. Und was die Arbeiter einer Firma betrifft, manche Firmen haben auch ein Kindergarten in der Firma, z.B. in einer Fabrik, sodass die Mütter ungestört arbeiten können. Sie kümmern sich auch um die Sicherheit der Arbeiter. Sie haben ausgezeichnete Arbeitsbedingungen, alle möglichen Hilfsmittel, Geräte und andere Ausstattung, all das um die Arbeit zu erleichtern und um die Produktivität zu erhöhen. Auch zu Beginn der 90-er Jahre waren die Arbeitsbedingungen faszinierend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Können Sie diese Bedingungen mit denen in Kroatien vergleichen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Die Arbeitsbedingungen waren anfangs der Neunziger viel besser als die jetzigen in Kroatien. Natürlich hat Kroatien viel weniger Geld als Deutschland, aber ich glaube nicht, dass das so eine große Rolle spielt. Vielmehr hängt es von der Mentalität und der Arbeitseinstellung ab. Die Arbeitsbedingungen sind in Deutschland viel besser, aber auch die Einstellung und die Arbeitsethik, die sich von uns sehr unterscheiden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wann sind Sie nach Deutschland weggezogen und wie lange sind Sie dort geblieben? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich bin während des Krieges nach München gegangen, wo ich als eine Putzfrau gearbeitet habe und bin dort etwa ein Jahr geblieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     &lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;War das ihre erste Auslandserfahrung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Im Jahr 1956 fuhr ich zum ersten Mal ins Ausland. Meine ganze Familie ging nach Frankreich, Marseille. Das Leben in Frankreich war eine unvergessliche Erfahrung für mich. Ich habe viele schöne Erinnerungen von diesem ungewöhnlichen und wunderschönen Land. Ich habe Französisch gelernt und bin noch immer stolz darauf. Die Franzosen sagen, wer einmal die Côte d'Azur sieht, wird zurückkommen. Ich bin noch nicht zurückgegangen, aber das tue ich bestimmt. Frankreich hat schon immer einen besonderen Platz in meinem Herz. Aber in Deutschland fühlte ich mich genauso gut wie in Frankreich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Wie ist die Einstellung der Deutschen gegenüber den Ausländern? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich muss sagen, dass meine Eindrücke sehr positiv waren. Die Deutschen sind korrekt und respektvoll den Ausländern gegenüber. Ihnen ist es nicht wichtig woher die Person kommt. Deutschland ist ein Multikulturelles Land. Ich habe eine große Zahl von Leuten aus verschiedenen sozialen Verhältnissen kennengelernt, und die auf unterschiedlichem Bildungniveau sind. Was für die Deutschen am wichtigsten ist, ist die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;War die Arbeit in Deutschland für Sie eine positive oder eine negative Erfahrung? Können Sie uns vielleicht sagen warum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Es war eine sehr positive Erfahrung. Ich habe viele wunderbare Leute kennengelernt. Die Deutschen, die ich kennengelernt habe, haben mir ihre Herzen geöffnet, und brachten mir viel Respekt und Vertrauen entgegen. Ich glaube dass wir Kroaten nie so viel Vertrauen und Mitgefühl für Ausländer aufbringen könnten. Der Aufenthalt in Deutschland hat mein Leben verändert. Die Freundschaften die ich dort geschlossen habe, bedeuten mir auch heute unglaublich viel. Ich bin auch heute noch mit vielen meiner Freunde aus Deutschland in Kontakt geblieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Gibt es irgendwelche Unterschiede zwischen der deutschen Arbeitseinstellung und der kroatischen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ja, da gibt es einige. Die Deutschen legen viel Wert auf Pünktlichkeit, und das Wegbleiben von der Arbeit hat größere Konsequenzen als hier in Kroatien. Die Arbeiter sind sich dessen bewusst, dass sie nicht Pause machen können wenn ihnen danach ist, und respektieren das. Nicht, dass es bei uns keine Arbeitsdisziplin gibt, aber alles ist ein bisschen lockerer. Die kroatische Mentalität ist einfach anders. Ein interessantes Beispiel für die Unterschiede zwischen den deutschen und den kroatischen Arbeitern ist z.B. wenn deutsche Maler ein Haus von außen bemalen, bleibt der Garten wie er war. Unsere Leute haben wohl nichts dagegen nach den Malern zu wischen und zu putzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Könnten Sie es sich vorstellen ihren jetzigen Job in Deutschland zu verrichten? Denken Sie das es dort für Sie besser wäre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich könnte es mir sehr gut vorstellen. Meine Familie und ich hätten es dort wahrscheinlich leichter. Der Lebensstandard in Deutschland ist besser, ich würde mehr Geld verdienen und somit meinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Die deutschen Schulen haben mich auch sehr beeindruckt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:courier new;" &gt;Würden Sie gegebenenfalls wieder nach Deutschland umziehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;Ich hatte eigentlich die Gelegenheit in Deutschland zu bleiben, und ich wollte es auch. Ich    hatte Deutschland und die Deutschen sehr ins Herz geschlossen, der deutsche Lebenstil hat mir auch sehr gut gefallen, trotzdem, habe ich beschlossen nach Hause zurück zu kehren. Zu Hause ist es doch am besten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6889179778771233822-6154697278249960271?l=schreibmaschineosijek.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6154697278249960271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6889179778771233822/posts/default/6154697278249960271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schreibmaschineosijek.blogspot.com/2010/02/arbeiten-in-deutschland.html' title='Arbeiten in Deutschland'/><author><name>Die Schreibmaschinen Osijek</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10964060152180617014</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
